Dieses moderne Einführungsbuch des Hellinger-Therapeuten Ulsamer regt zu einer praktischen Auseinandersetzung mit einem möglicherweise belastenden und begrenzenden Familienerbe an.
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Dieses moderne Einführungsbuch des Hellinger-Therapeuten Ulsamer regt zu einer praktischen Auseinandersetzung mit einem möglicherweise belastenden und begrenzenden Familienerbe an.
Produktinformation
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Sehr ausdrucksvoll legt der Autor nahe, warum es so wichtig ist, seine Wurzeln zu kennen:
Je besser wir die Wurzeln unserer Familie kennen, desto verständlicher werden die Positionen und Rollen, die eigene Familienmitglieder - sowie die eigene Person - einnehmen. Manche nehmen ihre Rollen ein, eher freiwillig. Andere werden in bestimmt Rollen gedrängt - eher unfreiwillig. Manche sind sich ihrer Rolle bewußt. Viele aber auch nicht. Man muß seine Rolle kennen, denn erst dann kann man sich bewußt für oder gegen sie entscheiden.
Diese Form von Gedankenüberlegungen und Forschungen sind nicht nur hilfreich für Menschen mit tiefgreifenden Problemen. So ist dies auch nicht nur ein Buch für Menschen mit seelischen Problemen; Denn, wie auch anhand verschiedenster Beispiele in diesem Buch herausgestellt wird - ist jede Familie ein System - in dem jeder, beeinflußt durch jeden einzelnen der anderen Familienmitglieder - die Rolle einnimmt, die er letztendlich inne hat, als Ergebnis aller Rollen des (Familien-) Systems zueinander. In jede Familienstruktur bzw. in jeder Familiengeschichte findet man in unterschiedlichen Themenbereiche Sündenböcke, Täter, Opfer oder Mitläufer. Und so ist dieses Buch auch für jeden interessant. Auch erscheint es nach dem Lesen des Buches von Thomas Schäfer "Was die Seele krank macht, und was sie heilt" (eine sehr gute Einführung in dieses Thema, sehr lesenswert) als eine wunderbare Ergänzung, da es noch mehr Beispiele aufführt und Zusammenhänge noch deutlicher beleuchtet.
Auch andere Themenbereiche unterstützen die These, daß wir eben nicht nur wissen, was wir bewußt wissen: z.B. Thomson Detlefson in seinen Büchern über Rückführung unter Hypnose, oder John Bradshaw in seinem Buch "Familiengeheimnisse".
Wir wissen nicht nur, was wir gesagt bekommen, wir ahnen weitaus mehr, auch wenn wir vieles sofort wieder aus Bequemlichkeit ins Unterbewußtsein (oder Un-Bewußte) schieben, und so kann dieses Verdrängte, in der Familie "Begrabenes" mehr oder weniger intensiv arbeiten: Gefühle können übertragen oder übernommen werden, ohne das die Hintergründe den "Gefühlsträgern bewußt" sind. Durch die Identifikationen mit bestimmten Familienangehörigen oder mit Personen, die mit ihnen verwoben sind, werden manchmal Gefühle weitergegeben oder angenommen, Handlungen werden fast zwangsläufig wiederholt, Rollen wiederholt, manchmal unbewußt, manchmal, obwohl zuvor zutiefst abgelehnt, wie scheinbar unabwendbar. Genauso scheinbar unabwendbar, wie sich diese (Familien-) Strukturen und Schicksale wiederholen.
Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen - und so etwas geht nur bewußt.
Selbst wenn man schon einige Bücher zu systemischen Aufstellungen gelesen hat, es ist doch immer wieder schwierig, ein Buch für neugierige Interessierte zu empfehlen, das weder zu dogmatisch noch zu komplex wirkt. Dieses hier ist meiner Meinung nach ideal als erstes Buch zum Thema geeignet. Keine Ahnung, wie Bertold Ulsamer aktuell zu Bert Hellinger steht, jedenfalls hat er langjährige Erfahrung mit dem Familienstellen und weiß diese wohlformuliert zu vermitteln.
Das Buch ist eine Mischung aus kurz gehaltener, einführender Theorie in ´Ordnungen´ oder oft wiederkehrende Strukturzusammenhänge und einer Fülle von nachvollziehbaren Beispielen. Obwohl ich bereits einige Hellinger-Bücher kenne, fand ich einige der Ideen erstaunlich klar präsentiert, so z.B. die innerfamilären Zusammenhänge zwischen sich wiederholenden Unfall- oder Todesdaten – Beispiele hierfür sind unter anderem John F. Kennedy und dessen Urgroßvater Patrick und der Tod von Brandon und Bruce Lee.
Wer schon mehr zu Familienaufstellungen gelesen hat, wird vermutlich manche Kapitel überfliegen und an anderen wiederum aufmerksam hängen bleiben. Insgesamt eines der besten Einstiegsbücher ins ´Familienstellen nach Hellinger´ mit einer Fülle von guten Beispielen und leicht verständlich formuliert. Selbst wenn es aktuell nicht mehr so sehr in zu sein scheint, pro Bert Hellinger zu argumentieren, dieses Buch ist unabhängig davon sehr sehr lesenswert. 5 Sterne.
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