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Wunschmaschine Wissenschaft. Von der Lust und dem Nutzen des Forschens
 
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Wunschmaschine Wissenschaft. Von der Lust und dem Nutzen des Forschens [Broschiert]

Julian Nida-Rümelin
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: edition Körber-Stiftung; Auflage: 1., Aufl. (17. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896841238
  • ISBN-13: 978-3896841230
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.618.184 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Perspektiven von Wissenschaft zwischen ökonomischen Zwängen und gesellschaftlichen ErwartungenLängst sind Universitäten keine Orte reiner Wahrheitssuche mehr. Der Druck auf Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler ist in den letzten Jahren enorm gestiegen: Forschung soll gesellschaftlich relevant, ökonomisch verwertbar und international konkurrenzfähig sein. Und schließlich soll sie sich auch im Kampf um mediale Aufmerksamkeit bewähren. Junge Forscher und ausgewiesene Fachleute reflektieren in diesem Essayband, warum die Lust an der zweckfreien Forschung und der Anspruch gesellschaftlicher Nützlichkeit keine Gegensätze sein müssen.Sie loten aus, wo die Grenzen ökonomischer Zumutungen liegen, wo aber auch das 'Betriebssystem' Wissenschaft an seiner Effizienz arbeiten muss. Ganz selbstverständlich setzen die Autoren hier die Forderung um, ihre Arbeit auf den Prüfstand einer öffentlichen Debatte zu stellen. Sie beschreiben damit auch den schwierigen Balanceakt einer jungen Forschergeneration zwischen politischer Indienstnahme auf der einen Seite und populistischer Inszenierung auf der anderen. Dass gerade künstlerisch inspirierte Vermittlungsformen hier spannende neue Wege aufzeigen können, ist nur einer der unerwarteten Befunde des Bandes.

Über den Autor

Julian Nida-Rümelin studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft in München und Tübingen, lehrte Philosophie und politische Theorie in München, Minneapolis, Tübingen, Brügge, Göttingen und Berlin (1993-2003 o. Professor für Philosophie an der Universität Göttingen, seit 2004 Ordinarius für politische Theorie und Philosophie an der Universität München) und war Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröder.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Autoren dieses Bandes sind definitiv keine Elfenbeinturmbewohner! Sie stellen sich im Gegenteil ganz offen und selbstkritisch der Frage, welchen Zweck ihr Forschen denn für die Gesellschaft hat, die schließlich jedes Jahr einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Ausgaben für die Wissenschaft aufwendet. In teils analytischen, teils sehr persönlichen Beiträgen reflektieren vor allem junge Forscher ihr Tun und begründen, warum auch die Lust an der reinen Erkenntnis gesellschaftlich höchst nützlich sein kann. Neben dieser Frage nach der Legitimation von Wissenschaft liegt ein weiterer Schwerpunkt des Bandes auf dem Dialog der Forscher mit anderen gesellschaftlichen Bereichen, wobei besonders das häufig problematische Verhältnis von Medien und Wissenschaft beleuchtet wird.

Ein großer Vorteil dieses Bandes besteht meiner Meinung nach darin, dass nicht ausschließlich Forscher, sondern auch Vertreter anderer Bereiche zu Wort kommen, etwa der Politik, des Journalismus und der Kunst. Dabei besteht die Gefahr von Sammelbänden ja häufig darin, dass die einzelnen Teile nicht richtig zusammepassen und man hinterher kaum klüger ist also zuvor. Ich finde, die "Wunschmaschine Wissenschaft" ist da eine erfreuliche Ausnahme. Vor allem für Leser, die nicht im Universitätssystem arbeiten, bietet der Band einen spannenden und abwechslungsreichen Einblick in das "Arbeitsethos" von Forschern. Nach der Lektüre verabschiedet man sich vom Vorurteil des stillen Kämmerleins, in dem ein lebensferner Professor jahrzentelang an unnützen Spezialproblemen tüftelt. Diese Forscher denken sehr wohl über ihre Arbeit nach und lassen den Leser an ihren Gedanken teilhaben.
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