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Wunderland: Roman
 
 
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Wunderland: Roman [Gebundene Ausgabe]

Sophie Albers
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Albrecht Knaus Verlag (14. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813503984
  • ISBN-13: 978-3813503982
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 362.765 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Sophie Albers rüttelt an gesellschaftlichen Gewissheiten." (Freundin )

"Sophie Albers’ Roman ist … ein überzeugender literarischer Beitrag zum Thema, der eindringlich ausleuchtet, was hinter dem Integrationsproblem steckt." (Bonner General-Anzeiger )

"Das literarische Debüt der Redakteurin des 'Stern' wurzelt fraglos in der Reportage. Und doch freut man sich an diesem schmalen Band, der einen packt, provoziert und bewegt … ein Buch, das dringliche Fragen stellt." (Deutschlandradio, "Radiofeuilleton Kritik" )

Kurzbeschreibung

Der literarische Blick in unsere Parallelgesellschaft – ein Debüt, wie es zeitgemäßer nicht sein kann

Hanna hat ihr Leben im Griff. Sie weiß, was gut und was schlecht ist, woran sie glaubt und woran nicht. Dann trifft sie Tamer, den Macho, den Deutschen arabischer Herkunft. Er öffnet ihr die Tür in eine Welt, die Hannas Gewissheiten erschüttert.

Hanna ist eine junge, behütet aufgewachsene Frau aus liberalen Kreisen, in denen Toleranz zum guten Ton gehört. Sie hat einen guten Job und lebt ein Leben voller Gewissheiten. Als sie Tamer trifft, den irritierend-faszinierenden arabischen Macho mit der Goldkette, den markigen Sprüchen und den ganz anderen Wahrheiten, muss Hanna sich plötzlich fragen: Was ist Heimat, was Glauben, was Freundschaft? Und wen rufe ich an, wenn meine Welt zusammenbricht? Sophie Albers’ Roman ist der sprachlich beeindruckende Bericht aus einer Welt, die immer wieder für hitzige Debatten sorgt. Umso wohltuender ist Albers’ unaufgeregte Stimme, mit der sie Hanna auf ihrer Reise in dieses fremde, verführerische, abstoßende »Wunderland« begleitet. Ohne zu werten gelingt der Autorin so ein beeindruckendes Stück Literatur.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wissen, wer man ist 22. März 2011
"Hanna, Du hast Dich verändert". So reagieren Kollegen bei der Zeitung der fiktiven Ich-Erzählerin des Romans von Sophie Albers. Fiktiv zwar, aber sicherlich mit vielfachen eigenen Erfahrungen der Journalistin Sophie Albers angereichert ist diese Figur der Hanna.

Und verändert hat sie sich nicht aus unnennbaren Gründen, sondern im Rahmen einer Reportage über die Welt der Migranten, der Parallelwelt in Berlin-Neukölln. Genauer ist es ein junger Mann, zu dem sie langsam Kontakt aufnimmt. Tamer al Mansis. Muslimischer Palästinenser, Araber vom Aussehen und inneren Gefühl her, auch wenn er in Deutschland geboren wurde und letztlich weitaus mehr Deutscher als Araber sein sollte.

Tamer, de Mann der klaren Urteile, der klaren Haltungen, der klaren Weltsicht. Eine Sicht, in der die Wahlfamilie das Zentrum ist, in der Menschen, die ihm nicht gerade in die Augen schauen können, per se als 'Opfer' gelten, eine Welt, die Sophie Albers dergestalt darstellt, dass tatsächlich jedes nur gängige Klischee (bis auf die gebrochene Sprache, denn die Protagonisten des Buches sprechen ein einwandfreies Deutsch) bedient wird. Wohl, weil es dieser Welt einfach auch entspricht. Das aber hat Gründe. Und eine Faszination.

Im knappen Stil sich fortsetzender Reportagen wendet sich Albers in Person ihrer Hanna vielfachen Themen zu und immer prallt sie auf die klare, im Inneren fundierte Welt und Haltung Tamers. Tamer, von dem bereits zu Anfang des Buches an klar ist, dass er sich mit seinem brandneuen BMW (noch so ein Klischee) zu Tode gefahren hat. Themen und eine Weltsicht, die einerseits ganz einfach sich darstellen, die aber für Hanna (und in ihrer Person für jeden Westeuropäer moderner Prägung), schwer zu verdauen sind. Eine Mann, der zulässt, dass eine Frau selber bezahlt? Schwul, fertig. Tamer, für den Autofahren immer mit Geschwindigkeit zu tun, egal wo. Tamer, für den umgängliche Freundlichkeit nicht akzeptabel ist. Schwäche, fertig. Tamer, der aber keine Schwierigkeit damit hat, dass sein bester Freund Christ ist und dass Hanna sich als Jüdin outet. Tamer also, der ein festes, sicheres Auftreten besitzt, aber ebenso sicher zu unterschieden weiß zwischen Haltung und unsinniger religiöser Dogmatik, der Feindbilder im anonymen pflegt, aber nicht im Konkreten.

Jener Tamer, in dessen Welt sich Hanna verfängt. Neben der ungeschminkten, in einfachen Sätzen dargestellten Welt Tamers ist dies das eigentliche hintergründige Thema des Buches. Denn Hanna hat sich verändert. Vor allem, weil sie feststellen muss, wie sehr und mannigfaltig in ihr alles schwankend und unklar ist. Tamer weiß, wer er ist, woher er kommt, wem und was er sich verbunden fühlt und sieht die Welt aus seiner Warte in klaren Konturen, nicht verwaschen, wie Hanna die Welt und sich selbst sieht. Hannas 'Vielleicht' ist für Tamer unerträglich und im Lauf der Seiten wird Hanna ihr 'Vielleicht', diese Welt des Vagen und unentschlossenen, selbst bald unerträglich.

Eine Faszination und beginnende innere Anfragen, die Albers hervorragend versteht, auch im Leser zu erwecken. Wie kann man, auch in der öffentlichen Diskussion, erwarten, dass sich 'die anderen' anpassen, wenn man selber gar nicht genau bestimmen könnte, wer und was man ist, woran denn überhaupt angepasst werden sollte? Tamers Welt mag (und ist) vorsintflutlich und archaisch aufgebaut sein, aber sie ist klar, eindeutig und in einen Sicherheit gebenden, größeren Zusammenhalt eingebettet. Und Hannas Welt? Familie reduziert sich auf die entfernten Eltern, Freunde sind wenige an der Zahl, Kollegen gehen ihre ganz eigenen Wege. Wird so nicht verständlich, warum einer wie Tamer so wenig Respekt vor dieser vagen, unentschlossenen Welt der reduzierten Individualisten empfinden kann, die ihm keine Klarheit und Entschiedenheit entgegen zu setzen vermag? Mithin nichts an Orientierung geben kann?

Sophie Albers ist ein kluges, in Teilen innerlich verstörendes Buch gelungen, dass weit über aktuelle Plattitüden und oberflächliche Migrationsdiskussionen hinausgeht. Sie versteht es intensiv, die Betrachtung der Migranten ("Ich weiß, wer Du bist...") auf die eigene Welt zu lenken ("...aber wer bin ich?"). Ein spannendes Thema, keine Frage.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Nicole
Ich weiß es nicht mehr wie ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Warum ich es kaufte. Es hatte in meinem Regal gestanden. Unberührt, für ein paar Monate.
Bis vor wenigen Tagen.
Natürlich hatte ich Erwartungen.
Ich habe den Klappentext gelesen. Einen Fingerzeig, so ahnte ich, gezeigt zu bekommen. Jenen Fingerzeig, der die Torheit von Intoleranz und Vorurteilen anmahnen wird.

Die Welt der Hanna.
Gegliedert, durchdacht, voller Werte und Ruhe, das Auge auf den anderen gerichtet und ohne lodernden Zorn. Vielleicht mit Fragen.

Das Leben von Tamer.
Von Geburt an suchend nach Identität und einer Heimat, Irritationen der gesellschaftlichen Seite, Rebellion und Raserei - mit vielen Antworten und auch Fragen.

Hanna und Tamer:
Eine Begegnung, die nicht am Straßenrand geschehen würde. Zwei Menschen, die sich vielleicht nicht einmal sehen oder bemerken würden oder es gar wollen Zwei Menschen in ihren Welten. So verschieden und doch so assimiliert gleich. Hanna, eine Journalistin, gelenkt von liberalem Denken trifft auf Tamer. Tamer, ein Deutscher mit arabischer Herkunft. Sein Leben vom ersten Tag ohne Zweifel geprägt von der großen Suche ohne zu finden. Beide verharren in ihren Welten und stoßen sich beide immer mehr an. Hanna ist fasziniert von Tamers gegensätzlichen Werten wie der Ihrigen und Tamer berührt die kontrollierte Lebensweise von Hanna. Sophie Albers erzählt aus der Sicht von Hanna, jedoch ist dem Leser sehr deutlich, dass auch die Sicht, wie Tamer Hanna erlebt im Spiegel dahinter zu erkennen bleibt.

Ein Buch, dass an meinen Ärmeln zerrte. Durchaus kein Buch, dass mich nach dem Lesen der letzten Seite gesättigt hat und ohne Denken weiter im Regal verbleibt. Ein Buch, besonders für jene Menschen, die es wagen über einen Tellerrand zu schauen. Menschen, die ein Klischee verteufeln und das Wagnis wagen ihr manifestiertes Weltbild immer wieder neu zu überdenken.

(nifri)
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Wunderland zum Nachdenken 20. September 2011
Von Jessi B
Regelmäßig schaue ich im Internet, was Sophie Albers so macht, (wenn sonst schon der Kontakt zur Cousine fehlt), und da entdecke ich diese wunderbare Buch! Gekauft und an zwei Tagen verschlungen, obwohl ich eigentlich keine Zeit hatte dafür. Man kann, einmal angefangen, dieses Buch kaum aus der Hand legen. Denn es zeigt mehr vom Alltag der Straße, den Problemen unterschiedlicher Kulturen und Wertvorstellungen als manch ein Reportage oder ein Fachbericht. Und das ganz ohne zu werten. Ich kam ins Grübeln über meine Wertvorstellung und habe wieder mal festgestellt, dass das Leben viel zu oft in einfache Schubladen verteilt wird. Unsere Multikulti-Gesellschaft ist zwar oft toll, schafft aber auch Probleme, die immer wieder untergehen und zum Glück durch solche kleinen aber feinen Geschichten ans Tageslicht kommen. Bin gespannt, ob da noch mehr kommt.
Der Inhalt des Buches; die Bekannschaft von der Journalistin Hanna mit Tamer, seinen und ihren Freunden, die verschiedenen Probleme und deren Lösungen in dieser Bekanntschaft, die beide sind kein Paar; ist in der ersten Rezension zu diesem Buch treffend beschrieben, daher dazu von mir keine weiteren Worte.
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