Kurzbeschreibung
"Nachts, wenn die Winterwinde die Wellen peitschen, die Sterne verlöschen, der Mond sich nicht mehr zeigt und der Horizont für immer im Bauch der Finsternis verschwindet, taucht vor dem Bug des Schiffes manchmal die Steilküste der Pfaueninsel auf, wie eine phantastische Erscheinung, vor der, so sagt man, noch jeder Seefahrer die Flucht ergriffen hat, um fortan nur noch bangen Herzens an sie zürückzudenken." Ribeiro - ein Erzähler von übersprudelnder Fabulierkunst - zeichnet das farbenprächtige Gemälde einer fiktiven Gesellschaft im Brasilien des 18. Jahrhunderts. Auf einem geheimnisvollen, schwer zugänglichen Eiland, genannt die Pfaueninsel, leben befreite Sklaven, portugiesische Siedler und Indios harmonisch miteinander. Als jedoch der Colonel der Insel beschließt, die Indios aus der Hauptstadt São João zu verbannen, kommt es zum Aufstand. Ihr Freiheitskampf wird angeführt von dem cleveren und schamlosen Balduíno. Dieser verspricht auch seinem Mitstreiter Iô Pepeu zu helfen, dessen abgöttische Liebe zur ehemalige Sklavin Crescência unerfüllt ist. In einer Abfolge erheiternder Bilder und absurder Situationen verschmelzen hier Wirkliches und Phantastisches, Geheimnisvolles und Episches, Romantisches und Erotisches in herausragender literarischer Technik. Mit seinem neuesten Buch beweist der "Rabelais der Tropen" wieder einmal, daß er zu den bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellern portugiesischer Sprache zu rechnen ist. Ribeiro breitet vor dem Leser ein gewaltiges Panorama aus: Ein Fest für alle Sinne!
Der Verlag über das Buch
"Ribeiro ist zu den bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellern portugiesischer Sprache zu rechnen." Frankfurter Allgemeine Zeitung