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Wunder und die Ordnung der Natur. [Gebundene Ausgabe]

Lorraine Daston , Katharine Park
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2003
Seit den siebziger Jahren sind Lorraine Daston und Katherine Park einem schillernden Forschungsgegenstand nachgegangen: dem Wunderbaren. Daß sie sich dabei weder in den faszinierenden Details verloren haben noch in der Fülle des überwältigenden Stoffsertrunken sind, gleicht selbst schon einem Mirakel - denn ob Basilisken, die mit Blicken töten können, finstere Völker, die jeden Seemann in seiner Landessprache ansprechen und den Verblüfften am liebsten gut gewürzt verspeisen, Magneten, die Eisennägel aus den Schiffen ziehen, Einhörner, die nur von Jungfrauen zu fangen sind oder sagenhafte Herrscher, versunkene Kulturen, wundersame Steine, seltsame Tiere, Hermaphroditen und absonderliche Mißgeburten - es gibt nichts, was die menschliche Fantasie so beflügelt hat, wie eben das, was neu und kaum zu glauben ist.
Der ebenso anregende wie atemberaubende Streifzug der beiden Autorinnen durch die Welt des Wunderbaren und Bizarren beginnt bei den ersten Zeugnissen von un-u nd übernatürlichen Phänomenen in Topographien, Chroniken und anderen Schriften und reicht bis zur Stellung des Wunderbaren bei Medizinern, an Höfen, in der Religion, in der Naturphilosophie und der beginnenden Psychologie der Aufklärung. Denn natürlich wurden Wunder nicht nur bestaunt, sondern auch in Weltsysteme eingebunden und in vielfältiger Weise instrumentalisiert.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821816333
  • ISBN-13: 978-3821816333
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 17 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 491.905 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Die beiden Autorinnen Lorraine Daston und Katharine Park greifen mit ihrem Werk Wunder und die Ordnung der Natur ein interessantes Thema aus der Geschichte der Wissenschaft und der Menschheitsentwicklung überhaupt auf. So kam im Laufe der Geschichte in der Tat Wissen fast immer als Folge des Wunderns zu Stande. Um nun gerade dieses Wundern verstehen zu können, muss man es im Fokus des jeweils gültigen geschichtlichen Umfeldes betrachten und darf nicht etwa nur diejenigen Wunder ansehen, die wir mit dem uns heute zur Verfügung stehenden Horizont noch als solche bezeichnen würden. Ebendies versucht dieses Buch, in Verbindung mit einer Wertung der prinzipiellen Bedeutung solcher Wunder aus heutiger Sicht.

So stellen die Autorinnen dar, dass ein Staunen, Ehrfurcht und insbesondere auch so etwas wie ein Fühlen von "Naturwundern" bis in die jüngste Vergangenheit immer eine wichtige Voraussetzung für Zäsuren und somit Weiterentwicklungen zu neuen Ordnungen der Wissenschaft waren. Heute jedoch ist eine staunende Haltung gegenüber Naturphänomenen unmodern. Gefühle und Ehrfurcht stellen sogar eine handfeste Gefahr für jeden Forscher dar, riskiert er damit doch unmittelbar seine Karriere und muss befürchten, in der Schublade "unseriös" zu landen. So findet man heutzutage entsprechende Ausführungen nicht mehr in offiziellen Publikationen, sondern höchstens noch in persönlichen Memoiren einiger Forscher.

Die im Buch versammelten Wunder beginnen in der Mitte des zwölften Jahrhunderts. Es werden Phänomene aus verschiedenen Bereichen dargestellt, z. B. aus bestimmten Regionen oder aus christlich-kirchlichen Quellen. Das Buch berichtet über die Auseinandersetzung der Philosophen mit den Wundern ihrer Zeit, von diversen Monstern und ihrer Behandlung bis hin zu universitär gezähmten Wundern. Der Leser liest über Beeinflussung von Kolumbus durch den Diskurs der Wunder bei seiner Betrachtung von Vögeln und Pflanzen auf der Insel Kuba und lernt, dass bereits Descartes im 17. Jahrhundert den Umgang mit Wundern klassifizierte in mehr oder minder unnötiges "blödes Staunen resp. Gaffen" und hilfreichem, nicht übertriebenem gelenktem Interesse zur Anregung von Gedanken. Das Buch ist zudem ausgestattet mit einer Vielzahl an interessanten, exotisch anmutenden Abbildungen, Karten, Nachdrucken von Buchseiten und Bildern. Zusätzlich ist ein enormes Register und Quellen- bzw. Abbildungsverzeichnis enthalten, ein weiterer Beleg für den sicher enormen Arbeitsaufwand der Autorinnen.

Im Zeitalter der fettesten unseriösesten Boulevard-Schlagzeilen, von Science Fiction und Guiness-Rekordbüchern, in dem ein systemischer Zwang zur "gepflegten gleichgültigen" Betrachtung jedes Phänomens besteht, verfolgt das Buch von Daton und Park sicher einen reizvollen Gedanken. Leider ist hinzuzufügen, dass die Sprache des Buches zu einem großen Teil sehr verschachtelt und kompliziert gehalten ist, mit dem Resultat eines fragwürdigen Lesevergnügens. Hier wäre ein weniger verklausulierter Schreibstil der Sache dienlicher gewesen. --Dr. Frank Zehren


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein anderer Blick 10. März 2003
Von Ein Kunde
Ein wunderschönes Buch zum Lesen, Anschauen und Verschenken. Unter dem Motto "Wissen kommt von Wundern" wird hier untersucht, wie in der frühen Geschichte der Naturwissenschaften über Erstaunliches in der Natur nachgedacht wurde. Dieses Staunen und Nachdenken über seltsame Tiere, siamesische Zwillinge, Nordlichter und andere Phänomene hat Kunst, Literatur, Theologie und eben auch die Wissenschaften enorm befruchtet, und zahlreiche große Denker haben sich am Diskurs über Wunder beteiligt. Auf mehr als 400 Seiten Text wird das Thema ausführlich, aber gut verständlich dargestellt; zahlreiche zeitgenössische Illustrationen bieten Erholung beim Lesen und Stoff zum Denken. Mehr als 100 Seiten Belege und Bibliographie machen das Werk für Wissenschaftler interessant, aber mit seinem ungewöhnlichen Thema bietet es auch einfach Genuß.
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