Wummelie sucht noch immer nach ihrer Familie, den Flussleuten. Sie findet sie nicht, dafür aber zuerst ein aus dem Nest gefallenes Vogelküken und ein blindes Mädchen namens Marlene. Marlene wird von ihrem Vater sowie einem fernsehsüchtigen Kindermädchen wie ein empfindlicher Schatz gehütet. Sie darf nie spazieren gehen, muss sich immer im Haus und dem Garten aufhalten, und ein Tier auch nur anzufassen ist undenkbar, sie könnte sich mit weiß der Himmel was anstecken! Wummelie hat für solchen Unfug kein Verständnis und sorgt mit ihrer ganz eigenen Magie des festen Glaubens dafür, dass Marlene für einige Tage unbeaufsichtigt ist, um sie auf ihr Hausboot entführen zu können. Marlene entdeckt den Geschmack von Farben, den Duft des Flusses und die Wärme von Freundschaft. Doch sie hat bald Geburtstag, und dann wird ihr Vater zurück nach Hause kommen ...
Im 2. Band ist Wummelie nicht ganz so "weise". Es gibt zwar auch weniger fantasiesprühende Abenteuer, dafür wirkt das seltsame kleine Mädchen vom Volk der Bootsleute glaubwürdiger und man kann die vielen Kleinigkeiten, die die Autorin überall versteckt hat, in Ruhe würdigen. Die Geschichte an sich ist zwar weder neu noch überraschend, das Ende sehr glücklich, das passt aber gut zum Alter der Leser, die hier angesprochen werden sollen.
Ein Fortsetzung also, die den Einstieg übertreffen konnte. Geeignet für Jungen und Mädchen ab etwa 9 Jahren.