Stella und Luna sind von zuhause ausgerissen, nur so glauben sie verhindern zu können, dass man sie trennt - Lunas Eltern wollen für mindestens ein Jahr nach Australien auswandern. Als sie an einen Fluss kommen, begegnen sie Wummelie. Das ist ein kleines Mädchen mit zotteligen Haaren und zerrissenen Kleidern, das ganz allein auf einem Hausboot wohnt. Genau genommen heißt sie Katanie Thekadanda Rosalindie Kikitomp Biritis Fillithea Alande Lillisander Veilinchen Wummelie - sie schenkt sich nämlich zu jedem Geburtstag einen neuen Namen. Und ganz genau genommen lebt sie gar nicht allein auf ihrem Boot, sondern gemeinsam mit ihrer Ziege Vanille und dem Huhn Hennilotte. Sie stammt aus der Sippe der Bootsleute, die wie Flusskäfer die Flüsse hinauf- und hinabfahren. Leider hat sie den Anschluss an ihre Sippe verloren und sucht seitdem nach ihnen.
Wummelie ist bereit, den beiden Freundinnen zu helfen und weiß auch Rat: Die beiden müssen Seelenschwestern werden. Was sich so einfach anhört, bedeutet aber viel Arbeit, Mühe Frust ...
Wummelies Leben ist ein einziges Abenteuer, sie selbst steckt voller Geschichten, Liedern, Weisheit, Magie und unschuldiger Naivität. Das Buch selbst ist wie eine Wundertüte, auf jeder Seite gibt es etwas Neues zu entdecken. Hier sehe ich den leichten Schwachpunkt des Ganzen: Es ist stellenweise zu viel. Zu viel bunte Abenteuer, phantastische Ideen, salbungsvolle Dialoge. Ein bisschen weniger wäre hier mehr gewesen, wie Wummelie an einer Stelle doch selbst sagt! Einige Gedankengänge sind zu kompliziert für junge Leser, einige Begriffe zu hochgestochen für ein Mädchen, das nicht einmal weiß, was "Australien" ist. Das ist so schade! Nur ein bisschen weniger von allem, damit die einzelnen schönen Szenen besser gewürdigt werden könnten, und es wäre perfekt.
Trotzdem ein gutes Buch, das Jungen wie Mädchen mit - eventuell - ein bisschen erwachsener Hilfe ab 9 genießen können. Abstrichen wunderbares Kinderbuch, geeignet ab etwa 9 Jahren.