Genau hinhören - dies ist nicht immer leicht; nur allzuoft vermischt man Gehörtes und Vermutetes miteinander. Das hat Axel Hacke nun schon in zwei kleinen Bänden ausführlich beschrieben. Die Lacher und Schmunzler blieben erhalten, so wie auch in diesem nunmehr 3. Teil der "Triologie von Wumbaba". Die Schatztruhe der Verhörer scheint unerschöpflich zu sein. Denn Axel Hacke hat hier wieder jede Menge Verhörer gesammelt und in seiner eigenen Art prosaisch aufbereitet. Dieses Mal hat er aber sich nicht in Asuschweifungen ergeben, sondern verknüpft vielmehr die einzelnen Verhörbeispiele sinnvoll miteinander. So werden die Verhörer sehr lesefreundlich und man ist erstaunt, was den Leuten so alles einfällt. Die wahren "Brüller" sind dieses Mal ausgeblieben. Die meisten Verhörer würde man im Mittelfeld auf dem "Spielfeld des Humors" ansiedeln. Und doch ist es eine unterhaltsame Lektüre, die auf 78 Seiten einen immer wieder an eigene Verhörer erinnert, ob nun aus der Schlager-, Pop-, Volksliedszene, aus dem Rock oder aber aus der Werbung und den Kinderliedern.
Hervorzuheben sind neben den Textausführungen des gekonnt und leicht erzählenden Axel Hacke die "wumbabaren" Bilder von Michael Sowa, welche die Verhörbeispiele so wirkungs- und kunstvoll in Szene setzen. Farbig brillant und auch auf Details angelegt wirken sie wie eigene Kunstwerke, denen leider - aufgrund des so kleinen Buchformats - der Raum fehlt. Für den Preis und die Qualität eignet sich das Büchlein unbedingt als Mitbringsel; besonders für diejenigen, welche sich an Wortspielen und Verhörern amüsieren wollen.
Man darf gespannt sein, wie sich die "Verhörer-Gemeinde" nun weiterentwickeln wird, da es der definitive Schlußband der Reihe sein dürfte. Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch eine Fortsetzung in Form von einer Sammlung der "Vergucker", bei der es um Dinge geht, die man immer anders gesehen hat, als die Realität sie wirklich zeigt...schaun wir mal!