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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2014
Wer einen Roman schreiben möchte, ist gut damit beraten, die Augen offenzuhalten. Es kann auch nicht falsch sein, sich inspirieren zu lassen, und jeden Ansatz zu probieren, der zielführend erscheint, um die eigene Idee in ein tragfähiges Konzept zu übersetzen. Daraus kann dann ein tolles Buch wachsen, dass die Leserinnen und Leser vom Hocker reißen wird. Wichtig ist auch, auf mögliche Fallstricke zu achten, "Show don't tell", die Vermeidung von Adjektiven, und ähnliches mehr.

Im vorliegenden Buch findet sich jedenfalls eine Mischung aus allen oben genannten Punkten. Es ist im wesentlichen ein bunter Mix aus Inspiration, Charakterisierung von Autoren-Typen, kurzen Anleitungen, Auszügen aus anderen Romanen, und Eigen- sowie Produktwerbung (Software). Auch ein paar Übungen wurden nicht vergessen, die recht nützlich bei der Entwicklung des Charakters, oder der Erarbeitung eines Plot/Plot-Outline nüztlich sein dürften.

Die im Titel erwähnte Methode, stellt den eigentlichen Kern dar, wird aber nur recht kurz Abgehandelt. Der Autor hat sie "The Golden Triangle" getauft. Wenn man sie anwendet, und Mr. Bell glauben schenken darf, ist sie der Schlüssel zum erfolgreichen Verfassen des eigenen Romans. Ein "alternativer Weg", das Pferd aufzuzäumen, oder aus der "Mitte", sozusagen.

Die Idee - "Aus der Mitte heraus schreiben", klingt interessant, und ich bin davon überzeugt, dass diese Methode funktioniert. An dieser Stelle werde ich nicht weiter auf die Methode eingehen. Wesentlich wichtiger ist zu Wissen, dass es keine "Killer-Methode" ist, die alle Arbeit erspart, die mit dem kreativen Prozess des Schreibens verbunden ist. Es ist eine Hilfestellung, die dann funktioniert, wenn der oder die Autorin ihre Hausaufgaben gemacht hat. Damit meine ich die Charakter-Entwicklung, eine klare Vorstellung von Kapiteln und deren Inhalt (grob oder fein), der Geschichte als solche, usw. (Da diese Aufgaben ohnehin zu erledigen sind, kann dann auch mit "der Mitte" begonnen werden, und Konzept, etc. darum herum wachsen.) Sie wird dann nicht helfen, wenn zwar "die Mitte" - oder der Wendepunkt bekannt ist, aber Ratlosigkeit herrscht, wie es von A (Beginn), über B (Mitte) hin zu C (Ende) geht.

Fazit:
Insgesamt ist es ein interessanter Titel, dessen Kauf sich für mich in der Hinsicht gelohnt hat, weil es einige nützliche Tipps beinhaltet. Der Preis ist, gemessen am Inhalt, auch völlig in Ordnung. Empfehlen würde ich dieses Buch nur neugierigen Naturen, die Mr. Bells Methode kennenlernen möchten. Wenn Sie hingegen bereits dutzende "Wie schreibe ich Romane" Ratgeber im Regal stehen haben, werden sie auf diesen Titel mit Sicherheit verzichten können. Wenn Sie so wollen, ist es ein schlichtes "How to write a novel 1.001 - In a Nutshell", in extrem komprimierter Form, mit eigener Methode. Nicht mehr und nicht weniger.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Titel verrät bereits, was das Buch uns vermitteln will: dass man einen in sich schlüssigen Roman verfassen kann, wenn man nur die Mitte zuerst plant und festlegt, und anschließend erst all das schreibt, was zu dieser Mitte hin, bzw von ihr wegführt. Die Mitte ist definiert als ein Moment der Selbsterkenntnis, in dem der Protagonist in den metaphorischen Spielgel schaut und entscheidet, was für ein Mensch er/sie ist, und wie er dem bedrohlichen Konflikt, der ihn psychologisch, wirtschaftlich oder existenziell bedroht begegnen wird.
Ganz so platt wie hier beschrieben ist das zwar nicht, aber so augenöffnend und revolutionär, wie die Rezensenten der amerikanischen Amazon-Site behaupten ist die Idee nun auch nicht. Etwas störend fand ich die anpreisende Sprache, die wie in einer Werbesendung für Küchengeräte daherkommt. Außerdem wird hier suggeriert, dass es simpel ist, einen Roman zu schreiben, wenn man nur das nötige Geheimrezept kennt. Ich persönlich glaube, dass es Schreibratgebern wie diesen geschuldet ist, dass so viele Neuerscheinungen aussehen, als ob sie aus der Retorte kommen: Schreiben ist kein Malen-nach-Zahlen. Allerdings: Wer noch nicht viele Schreibratgeber sein Eigen nennt, mag das Buch nützlich finden. Auch wer sonst wild ins Blaue hinein schreibt und dann das Problem hat, dass sein Plot meandert oder ausufert, kann hier eine Anleitung finden, wie man einem Plot mehr Struktur gibt. Trotzdem hat mich das Buch nicht restlos begeistern können. Vielleicht weil ich es reichlich kurz fand und neben der Grundprämisse keine weiteren nützlichen Tips entnehmen konnte. Die allgemeinen Schreibtips sind nichts, was ich nicht schon in anderen Schreibratgebern gelesen hätte. Aber wie gesagt, wer sonst noch nicht viele Bücher dieser Art besitzt, erhält für den Preis eine solide Sammlung guter Ratschläge. Nicht mehr und nicht weniger.
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