...das ist hier die Frage. Regisseur Michael Greenspan arbeitet in seinem Film mit einem Mix aus Fiktion und Realität. Das Ganze zugeschnitten auf Adrien Brody, quasi als Alleindarsteller. Das funktioniert nicht immer, aber manchmal. -Wrecked- ist bestimmt kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber auch keine Nullnummer. In der Kritik gab es Verrisse, aber nicht nur. Bei IMDb ist der Film mit 5.1 bewertet. Das trifft es ziemlich gut: Durchschnitt!
Ein Mann(Adrien Brody) erwacht in einem Autowrack mitten im Wald. In der Nähe des Wagens liegt eine Leiche. Auf dem Rücksitz liegt eine weitere Leiche. Der Mann ist im Auto eingeklemmt, kann sein Bein nicht befreien. Er weiß nicht, wer er ist, oder wie er dort hingekommen ist. Nach Tagen kommt Panik in ihm auf. Er weiß nicht mehr, was real ist und was nicht. Die Leichen sind da, keine Frage; aber da ist auch noch eine Frau(Caroline Dhavernas), ein Hund, ein fremder Mann mit einem Gewehr, und ein Puma. Was davon ist real, was Einbildung? Als der Mann es endlich schafft, sich zu befreien, wird ihm schnell klar: Der Puma ist so real, wie er sich das nur vorstellen kann. Mit dem zerschmetterten Bein folgt der Mann kriechend dem Hund. Eine Odyssee aus Schmerz und Trugbildern beginnt. Dann kehrt nach und nach die Erinnerung zurück und alles ist ganz anders als gedacht...
Man kann weder Michael Greenspan vorwerfen, er hätte sich keine Mühe gegeben, noch Adrien Brody, er hätte schlecht gespielt. Bei -Wrecked- hakt einfach die Story. Die Realität und das Imaginäre zu mischen ist okay, aber manche Trugbilder ergeben einfach keinen Sinn. Zudem wird -Wrecked- obwohl nur 85 Minuten kurz, nach einiger Zeit etwas langatmig und verliert sich, ehe sich der Streifen kurz vor Schluss wieder einfängt. Es hapert einfach an der konsequenten Weiterentwicklung der Geschichte.
Mein Fazit: Für Adrien Brody Fans geht an -Wrecked- sicher kein Weg vorbei. Ansonsten ist der Film keine verschenkte Zeit, aber auch keine geniale Unterhaltung. Was seine Vorhersehbarkeit angeht, kann ich für mich sagen: Ich habe da weder nach 5 Minuten noch nach einer Stunde Michaels Greenspans Ende(das für mich zwar überraschend, aber ohne großen Aha-Effekt war) vorhersehen können. Das kann natürlich daran liegen, dass ich kein Blitzmerker bin...vielleicht aber auch nicht...
Insofern bleibt am Ende nur die Mutter aller Ratschläge: Selber schauen und sich eine eigene Meinung bilden macht schlau! Viel Spaß dabei.