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Der Name dieser Dame sagte mir nichts, aber neue Künstler erforschen macht ja immer Sinn.
Das war natürlich auch kein Wunder, denn dies ist ihr Debüt-Album.
Wenn man da schon mit dem bekannten Produzenten "Eric Rosse" (Tori Amos, L. M. Presley) startet
und zusätzlich auch noch mit "Matt Chamberlain" und "Joey Waronker" als Drummer, kann da eigentlich
nicht viel schief gehen (so denke ich zuweilen - besonders wenn ich grad am Ausfüllen der Bestellung bin :-)).
Der Starttrack "Breathe (2 AM)" reicht eigentlich schon aus, um die Richtung zu sehen, die diese CD einschlägt.
Er ist von Anfang an super gesungen, sehr ausdrucksstark und er verbreitet direkt eine spannende Atmosphäre.
Sobald dann die restlichen Instrumente einsetzen wirds interessant - einwandfreies Schlagzeug (hier "Joey Waronker")
aber auch der Bass und die Gitarre(n) ("Brad Smith" und "Christopher Thorn", die beide auch mit-Produzenten sind !)
sind kompromisslos gut gespielt !
Tatsächlich fand ich dieses Album anfangs nicht annähernd so gut, wie jetzt nach 3-4 Wochen.
Mein anfänglicher Favorit (nämlich genau dieser erste Song) besteht aber derzeit immer noch.
Es geht dann etwas lockerer weiter - "Citadel" (der sich bis zum Refrain teilweise wirklich anhört, wie als wäre
er von "Fiona Apple") ist weitaus weniger spannend, dafür aber leider unnötig Reim-Refrain-lastig, was
ich bei diesem Album doch bei einigen Tracks feststellen muss, aber trotzdem auch sehr gut gesungen !
Der erste Einsatz von "Matt Chamberlain" ist in dem Track "Paper Bag" (die Kombination kenne ich doch :-)).
Auch dieser klingt finde ich bis zum Refrain fast wie "Jonatha Brooke", was ganz sicher auch nichts Schlechtes ist.
Der überragende Bass, die an beiden Ohren schwirrenden Gitarren, der klare Gesang und der stimmungsvolle Refrain
sorgen hier für wirklich gute Laune und einen wirklich guten Song.
Dass es auch ruhig geht, beweist sie in "Wreck of the day", der sehr behutsam, gefühlvoll und variabel gesungen ist.
Auch hier begeistert mich die außergewöhnlich gute Instrumentierung in jeder Form !
Ähnlich ruhige und zarte Songs sind auch "Forever Love" und "Catalyst", letzterer hat auch sehr guten Text.
Da gibts dann auch ein paar härtere Sachen - "Satellite" mit ruhigem Start, der dann aber mit satten Bass/Drums fortsetzt.
Auch "In the Rough" und "Bleed" sind etwas außer der Art (besonders "Bleed") und bieten mehr Rock, als der Rest
des Albums - was zur Abwechslung genau richtig ist; die Mischung auf dieser CD ist wirklich gut gelungen !
Man bekommt bei vielen Songs (meist im Hintergrund) schöne Streicher zu hören, die das Ganze untermalen, selbst
bei den etwas härteren Titeln; auch das ein Fakt, der den Gesamteindruck doch arg beeinflusst.
Gesamt gesehen vermittelt dieses Album einen runden und professionellen Eindruck.
Teils ausgezeichneter, hingebungsvoller und reifer Gesang, gepaart und wirklichen Meistern an den Instrumenten (und zwar alle).
Sie spielen hier sehr losgelöst und harmonisch zusammen - mal entsteht etwas nachdenklich ruhiges, mal was ganz
zerbrechliches und mal kommen eher schärfere Töne dabei heraus.
Es gibt keine schlechten Titel - einzig diese Refrain-Betonung in der 'bekannten' Form mag ich nicht, aber es hält
sich hier ja in Grenzen - ansonsten ist es ein einwandfreies Debüt-Album (4,5 Sterne) !
Ich freue mich jetzt schon auf das Nächste von ihr !
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