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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 27.04.2002
Der Verdacht, den Sammlungen zuvor publizierter Aufsätze gerne auf sich ziehen, sieht der Rezensent Peter Fuchs in diesem Fall ganz ausdrücklich nicht gerechtfertigt: die strategische Zusammenstellung und Anordnung der Texte entwickelt, meint er, eine ganz eigene "Sprengkraft". Schon der Titel erscheint ihm überaus listig: denn weder frage Baecker im Ernst nach einem Zweck von Systemen noch behaupte er zuallererst ihre Existenz. Die Theorie der Systeme betrügt sich, könnte man sagen, produktiv um sich selbst: die Systeme, ohne deren Behauptung die Theorie nicht anfangen könnte, sind eine "Gabe, die nie gegeben ist". Veranschaulicht wird das am Rechentrick von den 11 Kamelen, denen, damit die Rechnung aufgeht, ein zwölftes hinzugeschmuggelt wird, das man, am Ende der Rechnung, dann wieder ignorieren kann. Dieses zwölfte Kamel ist, für Baecker, die (systemtheoretische) Wissenschaft, ist das System. Diese hoch paradoxe Notwendigkeit des Unmöglichen ist die "Kernfigur", die in den Aufsätzen an verschiedenen Gegenständen durchgespielt wird. Zum Genuss macht das Buch, so Fuchs, dass Baecker seine - Derridas Dekonstruktion verwandte - Theoriefigur "unumständlich" formulieren kann, ohne doch den "Theorie-Insider" zu langweilen.
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Pressestimmen
"Baecker, (...), hat Systembegriff und -nutzung komplex in einem zugleich kompakten Band dargestellt." (Ruhr Nachrichten)
"Abgesehen davon, dass Baecker all dies in einer klaren, sozusagen vorzüglich unumständlichen Prosa zu formulieren versteht (eine Fähigkeit, die seine Bücher weit über den Bezirk der Theorie-Insider lesbar macht, ohne dabei die Leser/innen durch Vereinfachung zu düpieren), gelingt es ihm in diesem schmalen Band, vom Ausgangspunkt der ungegebenen Gabe her eine Wahrheits- und Wissenschaftsgläubigkeit nachhaltig zu sabotieren, die kamelfrei operieren zu können glaubt." (Frankfurter Rundschau)