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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wozu Geisteswissenschaften?,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wozu Geisteswissenschaften?: Kontroverse Argumente für eine überfällige Debatte (Broschiert)
Die Autoren, darunter klingende Namen wie Roland Berger und Peter Glotz, entfalten ebenso einleuchtende wie kontroverse (teilweise auch eher undurchsichtige und widersinnige) Argumente zum Zustand, der Aufgabe und der Zukunft der Geisteswissenschaften in unserer Gesellschaft. Dabei hebt sich dieser Band von anderen Publikationen zu diesem vieldiskutierten Thema nicht nur durch die verschiedenen Hintergründe der Autoren und die Bandbreite ihrer Beiträge ab, sondern vor allem dadurch, dass der Sammelband nicht von Professoren oder Politikern herausgegeben wird, sondern Ergebnis einer studentischen Initiative ist. Da sage noch einer, der Nachwuchs sei desinteressiert und passiv! Wieso dieser Umstand etwas verschämt unter den Teppich gekehrt wird (erst im Vorwort stolpert der Leser über diese Information), ist nicht klar. So bleibt das Potential des Buches ungenutzt, da es seine Reichweite ohne Not begrenzt.Wie also ist der Zustand der Geisteswissenschaften in Deutschland? Vor welchen Problemen stehen sie? Was haben sie zu bieten? Wieso soll eine Gesellschaft, in der es an allen Ecken und Enden fehlt, sie fördern? Die interessanteste Erkenntnis, die sich aus Langewiesches Text ergibt, ist jedoch, dass die Krise, in der sich die Geisteswissenschaften finden, durchaus auch selbstverschuldet ist, wenn auch nur dadurch, dass sie ihren Beitrag zum „Standort Deutschland" nicht deutlich genug für sich reklamieren, ihren Erfolg nicht selbstbewusst genug herausposaunen: denn gerade ein Umstand, der den Geisteswissenschaften oft zum Vorwurf gemacht wird, nämlich dass sie nicht für bestimmte Berufszweige ausbilden und ihr Studium nur in Ansätzen strukturiert ist, ist gerade heute, wo ständig neue Berufsfelder und -bilder entstehen und der Arbeitsmarkt sich schneller ändert, als neue Ausbildungsgänge geschaffen werden können, ein Pfund mit dem sich wuchern lässt. Langewiesches Satz vom Geisteswissenschaftler als praktizierendem Marktwirtschaftler hat das Zeug zum Slogan. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wozu Geisteswissenschaften,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wozu Geisteswissenschaften?: Kontroverse Argumente für eine überfällige Debatte (Broschiert)
Die Autoren, darunter klingende Namen wie Roland Berger und Peter Glotz, entfalten ebenso einleuchtende wie kontroverse (teilweise auch eher undurchsichtige und widersinnige) Argumente zum Zustand, der Aufgabe und der Zukunft der Geisteswissenschaften in unserer Gesellschaft. Dabei hebt sich dieser Band von anderen Publikationen zu diesem vieldiskutierten Thema nicht nur durch die verschiedenen Hintergründe der Autoren und die Bandbreite ihrer Beiträge ab, sondern vor allem dadurch, dass der Sammelband nicht von Professoren oder Politikern herausgegeben wird, sondern Ergebnis einer studentischen Initiative ist. Da sage noch einer, der Nachwuchs sei desinteressiert und passiv! Wieso dieser Umstand etwas verschämt unter den Teppich gekehrt wird (erst im Vorwort stolpert der Leser über diese Information), ist nicht klar. So bleibt das Potential des Buches ungenutzt, da es seine Reichweite ohne Not begrenzt.Wie also ist der Zustand der Geisteswissenschaften in Deutschland? Vor welchen Problemen stehen sie? Was haben sie zu bieten? Wieso soll eine Gesellschaft, in der es an allen Ecken und Enden fehlt, sie fördern? Die interessanteste Erkenntnis, die sich aus Langewiesches Text ergibt, ist jedoch, dass die Krise, in der sich die Geisteswissenschaften finden, durchaus auch selbstverschuldet ist, wenn auch nur dadurch, dass sie ihren Beitrag zum „Standort Deutschland" nicht deutlich genug für sich reklamieren, ihren Erfolg nicht selbstbewusst genug herausposaunen: denn gerade ein Umstand, der den Geisteswissenschaften oft zum Vorwurf gemacht wird, nämlich dass sie nicht für bestimmte Berufszweige ausbilden und ihr Studium nur in Ansätzen strukturiert ist, ist gerade heute, wo ständig neue Berufsfelder und -bilder entstehen und der Arbeitsmarkt sich schneller ändert, als neue Ausbildungsgänge geschaffen werden können, ein Pfund mit dem sich wuchern lässt. Langewiesches Satz vom Geisteswissenschaftler als praktizierendem Marktwirtschaftler hat das Zeug zum Slogan. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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