Aus der Amazon.de-Redaktion
In Werner Herzogs Filmen werden die Figuren häufig einer physisch enormen Herausforderung unterzogen, die auf die Überprüfung ihrer Belastbarkeit hinaus will. In dem auf Georg Büchners unvollendetem Drama Woyzeck basierenden Film jedoch, ist die Belastung rein introspektiv. Klaus Kinski spielt den Woyzeck, einen verstörten Soldaten, der dubiosen wissenschaftlichen Experimenten und der Misshandlung durch seine Vorgesetzten ausgeliefert ist. Er findet seine einzige Zuflucht in der Liebe zu Marie (Eva Mattes). Als er an ihrer Loyalität zu zweifeln beginnt, schlägt seine Eifersucht schnell in Mordlust um.
Der Film ist formal ungewöhnlich einfach gehalten und erfordert von seinen Schauspielern durch die oft lang anhaltenden Einstellungen eine starke Präsenz. Sowohl Kinski als auch Mattes füllen ihre Rollen aus. Eva Mattes erhielt beim Filmfestival von Cannes die Auszeichnung zur besten Nebendarstellerin, Kinski selbst erzeugt das erschütternde Porträt einer zutiefst verzweifelten, fragilen Seele. Obwohl vor allem für seine Exzesse bekannt, erinnert uns Kinski an seine Fähigkeit zur lebhaften Darstellung des gesamten Spektrums menschlicher Empfindungen. --Bret Fetzer
Kurzbeschreibung
"Woyzeck gehört zu den meistgelesenen und -gespielten Werken des 19. Jahrhunderts. Basierend auf einem authentischen Mordfall in Leipzig 1821 hat Georg Büchner erstmals einen Mann von niederem Rang zum Helden eines Dramas gemacht. Eine kleine Garnisionsstadt Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Offiziersbursche Woyzeck verdient mit allerlei Nebentätigkeiten etwas Geld, um Marie und sein uneheliches Kind zu ernähren. Marie betrügt ihn mit dem feschen Major. Seine Eifersucht und Verzweiflung sind grenzenlos..."
VideoMarkt
Eine kleine Garnisonstadt Mitte des 19. Jahrhunderts. Füsilier Franz Woyzeck muss sich abrackern, um mit zahllosen Jobs seine Braut Marie und sein uneheliches Kind zu ernähren. Vom Hauptmann wird er gepiesackt, der Arzt missbraucht ihn für medizinische Experimente. Als Marie sich mit einem Tambourmajor einlässt, zerbricht Woyzeck. Er ersticht Marie am Teich. Man entdeckt Blutspuren an ihm. Woyzeck geht zurück zum Teich, um das Blut abzuwaschen. Er hat keinen Lebensmut mehr, geht ins Wasser.
Video.de
Georg Büchners erst 1897 veröffentlichtes Bühnenfragment steht am Anfang des sozialkritischen Dramas. Werner Herzog stellt ihn in seiner in der tschechischen Stadt Tele gedrehten Adaption als Symbol für erlittene Unmenschlichkeit in die Reihe seiner großen Außenseiter Aguirre, Kaspar Hauser, Hias, Stroszek und Nosferatu. Klaus Kinski spielte den getriebenen Woyzeck nuancenreich und psychologisch genau. Eva Mattes variierte ihre Hure Eva aus "Stroszek" und gewann 1979 in Cannes den Preis als Beste Darstellerin.
Blickpunkt: Film
Herausragende Literaturverfilmung von Werner Herzog mit glänzenden schauspielerischen Leistungen (u. a. von Klaus Kinski als Woyzeck), basierend auf einem authentischen Mordfall des 19. Jahrhunderts.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Klaus Kinski in kongenialer Verfilmung von Büchners Dramenfragment.
Kurzbeschreibung
Mitte des 19. Jahrhunderts in einer kleinen Garnisonsstadt: Der Infanterist Franz Woyzeck reibt sich auf, um seine Geliebte Marie und ihr gemeinsames, uneheliches Kind zu ernähren. Der Militärdienst ist hart und stumpfsinnig, seine Vorgesetzten verhöhnen ihn, wo sie nur können. Der Sold reicht nicht aus, so dass er sich neben anderen Aushilfstätigkeiten von einem Arzt zu medizinischen Experimenten missbrauchen lässt, die ihn gesundheitlich fertig machen. Gedemütigt und geschwunden muss er feststellen, dass Marie ihn mit einem Tambourmajor betrügt. Er ist außer sich vor Eifersucht. Phantasien vom "Totstechen" verfolgen ihn. Er besorgt sich ein Messer...
Produktbeschreibungen
Eine kleine Garnisonsstadt Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Offiziersbursche Woyzeck genial verkörpert von Klaus Kinski verdient mit allerlei Nebentätigkeiten etwas Geld, um Marie und sein uneheliches Kind zu ernähren. Doch dann betrügt ihn Marie mit einem Major. Woyzecks Eifersucht und Verzweiflung sind grenzenlos... Basierend auf einem authentischen Mordfall des 19. Jahrhunderts.