Produktinformation
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Der Film ist formal ungewöhnlich einfach gehalten und erfordert von seinen Schauspielern durch die oft lang anhaltenden Einstellungen eine starke Präsenz. Sowohl Kinski als auch Mattes füllen ihre Rollen aus. Eva Mattes erhielt beim Filmfestival von Cannes die Auszeichnung zur besten Nebendarstellerin, Kinski selbst erzeugt das erschütternde Porträt einer zutiefst verzweifelten, fragilen Seele. Obwohl vor allem für seine Exzesse bekannt, erinnert uns Kinski an seine Fähigkeit zur lebhaften Darstellung des gesamten Spektrums menschlicher Empfindungen. --Bret Fetzer
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Arthaus/Kinowelt haben sich wieder (wie auch schon bei den vorhergehenden DVD Veröffentlichungen der Reihe) redlich Mühe gegeben und eine sehr gute Vö. eines modernen Klassikers zu Tage gebracht.
Der Ton liegt lediglich in (sehr gut verständlicher, und so gut wie rauschfreier) deutscher Sprache vor und ist im Dolby Digital 1.0 Format aufgespielt. Das Bild ist ziemlich scharf und auch sind keinerlei Alterserscheinungen in der Filmrolle (bzw. im Film selber) sichtbar.
Das Bonusmaterial ist zwar sehr gering ausgefallen, aber dafür sehr interessant: - Ein Audiokommentar (welcher allerdings nur im Off (sprich, ohne Bildbekleidung) zu hören ist) von Werner Herzog und Laurens Straub, - Fotos und alte Kinoaushangplakate zusammengefasst in einer kleinen Bildergalerie, - Biographien (Texttafeln) von Kinski und Herzog, - Drei Kinotrailer und letztendlich auch eine (Kurzfilm-)Dokumentation von Werner Herzog mit dem Titel "La Soufriere - Warten auf eine unausweichliche Katastrophe"... in der es um einen bevorstehenden Vulkanausbruch geht (was dieser Bonus nun allerdings mit "Woyzeck" zu tun hat ist mir ein Rätsel... interessant ist diese Doku aber alle mal!).
Was denn Film selber angeht, muss man natürlich sagen das er keine leichte Kost ist: Sehr lange und "schwierige" Dialoge (die Dialoge sind nahezu 1:1 von Georg Büchners unvollendetem Dramenfragment entnommen!), gepaart mit ebenso langen und monotonen Szenen, die den Schauspielern alles abverlangen, da sie eben IMMER präsent sind für den Zuschauer (vor allem Kinski selber, in einer absoluten Paraderolle des degenerierten und debilen Soldaten Woyzeck).
Man benötigt evtl. etwas "Mut" um sich an diesem furiosen Cocktail aus Drama, Mord, Philosophie, Wahnsinn, Musik und wahnsinniger schauspielerischer Intensität ergötzen zu können, da dieser Verfilmung keine Verfilmung im klassischen Sinne ist (einer Adaption), sondern man könnte wirklich schon sagen, ein auf Filmmaterial gebanntes Bühnenstück... welches auch noch all den Jahren nichts von seiner Wucht, Kraft und Intensität verloren hat!
Klaus Kinski, Eva Mattes und Willy Semmelrogge sind wirklich hervorragend in ihren "Rollen" (kann man diese Darstellungen wirklich noch als "Rollen" bezeichnen?) anzusehen. "Woyzeck" ist definitiv ein "Film" den man mal gesehen haben sollte... sowohl als Fan der Herzog/Kinski Filme, wie auch als Freund klassischer Theater Aufführungen, Philosophie und Dramen.
"Opfer - Täter - Getriebener?" ...wie auch immer: Klaus Kinski IST "Woyzeck" und ist (wie so oft) unsterblich mit dieser "Rolle" geworden.
Freuen wir uns jetzt schon auf einen furiosen Abschluss der DVD - Reihe mit "Cobra Verde"!
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