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Woyzeck
 
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Woyzeck

Klaus Kinski , Eva Mattes , Werner Herzog    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Klaus Kinski, Eva Mattes, Wolfgang Reichmann
  • Regisseur(e): Werner Herzog
  • Komponist: Fiedelquartett Telc
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 20. Januar 2004
  • Produktionsjahr: 1979
  • Spieldauer: 77 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000129TTU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.195 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Werner Herzogs Filmen werden die Figuren häufig einer physisch enormen Herausforderung unterzogen, die auf die Überprüfung ihrer Belastbarkeit hinaus will. In dem auf Georg Büchners unvollendetem Drama Woyzeck basierenden Film jedoch, ist die Belastung rein introspektiv. Klaus Kinski spielt den Woyzeck, einen verstörten Soldaten, der dubiosen wissenschaftlichen Experimenten und der Misshandlung durch seine Vorgesetzten ausgeliefert ist. Er findet seine einzige Zuflucht in der Liebe zu Marie (Eva Mattes). Als er an ihrer Loyalität zu zweifeln beginnt, schlägt seine Eifersucht schnell in Mordlust um.

Der Film ist formal ungewöhnlich einfach gehalten und erfordert von seinen Schauspielern durch die oft lang anhaltenden Einstellungen eine starke Präsenz. Sowohl Kinski als auch Mattes füllen ihre Rollen aus. Eva Mattes erhielt beim Filmfestival von Cannes die Auszeichnung zur besten Nebendarstellerin, Kinski selbst erzeugt das erschütternde Porträt einer zutiefst verzweifelten, fragilen Seele. Obwohl vor allem für seine Exzesse bekannt, erinnert uns Kinski an seine Fähigkeit zur lebhaften Darstellung des gesamten Spektrums menschlicher Empfindungen. --Bret Fetzer

Produktbeschreibungen

Eine kleine Garnisonsstadt Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Offiziersbursche Woyzeck genial verkörpert von Klaus Kinski verdient mit allerlei Nebentätigkeiten etwas Geld, um Marie und sein uneheliches Kind zu ernähren. Doch dann betrügt ihn Marie mit einem Major. Woyzecks Eifersucht und Verzweiflung sind grenzenlos... Basierend auf einem authentischen Mordfall des 19. Jahrhunderts.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alex
Nun liegt mit der DVD "Woyzeck" der 4. Film der Herzog/Kinski - Reihe endlich vor uns.

Arthaus/Kinowelt haben sich wieder (wie auch schon bei den vorhergehenden DVD Veröffentlichungen der Reihe) redlich Mühe gegeben und eine sehr gute Vö. eines modernen Klassikers zu Tage gebracht.

Der Ton liegt lediglich in (sehr gut verständlicher, und so gut wie rauschfreier) deutscher Sprache vor und ist im Dolby Digital 1.0 Format aufgespielt. Das Bild ist ziemlich scharf und auch sind keinerlei Alterserscheinungen in der Filmrolle (bzw. im Film selber) sichtbar.

Das Bonusmaterial ist zwar sehr gering ausgefallen, aber dafür sehr interessant: - Ein Audiokommentar (welcher allerdings nur im Off (sprich, ohne Bildbekleidung) zu hören ist) von Werner Herzog und Laurens Straub, - Fotos und alte Kinoaushangplakate zusammengefasst in einer kleinen Bildergalerie, - Biographien (Texttafeln) von Kinski und Herzog, - Drei Kinotrailer und letztendlich auch eine (Kurzfilm-)Dokumentation von Werner Herzog mit dem Titel "La Soufriere - Warten auf eine unausweichliche Katastrophe"... in der es um einen bevorstehenden Vulkanausbruch geht (was dieser Bonus nun allerdings mit "Woyzeck" zu tun hat ist mir ein Rätsel... interessant ist diese Doku aber alle mal!).

Was denn Film selber angeht, muss man natürlich sagen das er keine leichte Kost ist: Sehr lange und "schwierige" Dialoge (die Dialoge sind nahezu 1:1 von Georg Büchners unvollendetem Dramenfragment entnommen!), gepaart mit ebenso langen und monotonen Szenen, die den Schauspielern alles abverlangen, da sie eben IMMER präsent sind für den Zuschauer (vor allem Kinski selber, in einer absoluten Paraderolle des degenerierten und debilen Soldaten Woyzeck).

Man benötigt evtl. etwas "Mut" um sich an diesem furiosen Cocktail aus Drama, Mord, Philosophie, Wahnsinn, Musik und wahnsinniger schauspielerischer Intensität ergötzen zu können, da dieser Verfilmung keine Verfilmung im klassischen Sinne ist (einer Adaption), sondern man könnte wirklich schon sagen, ein auf Filmmaterial gebanntes Bühnenstück... welches auch noch all den Jahren nichts von seiner Wucht, Kraft und Intensität verloren hat!

Klaus Kinski, Eva Mattes und Willy Semmelrogge sind wirklich hervorragend in ihren "Rollen" (kann man diese Darstellungen wirklich noch als "Rollen" bezeichnen?) anzusehen. "Woyzeck" ist definitiv ein "Film" den man mal gesehen haben sollte... sowohl als Fan der Herzog/Kinski Filme, wie auch als Freund klassischer Theater Aufführungen, Philosophie und Dramen.

"Opfer - Täter - Getriebener?" ...wie auch immer: Klaus Kinski IST "Woyzeck" und ist (wie so oft) unsterblich mit dieser "Rolle" geworden.

Freuen wir uns jetzt schon auf einen furiosen Abschluss der DVD - Reihe mit "Cobra Verde"!

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Florian Hoffmann TOP 500 REZENSENT
Mit "Woyzeck" gelang Werner Herzog eine werkgetreue Adaption des Georg Büchner Sozialdramas. In der Titelrolle brilliert der deutsche, für seine Exzentrik bekannte Schauspieler Klaus Kinski, der vor "Woyzeck" bereits drei Filme mit dem nicht minder eigenwilligen Herzog gedreht hatte. Nur eine Woche vor Drehstart der Büchner-Verfilmung beendeten sie ihr gemeinsames Projekt "Nosferatu: Phantom der Nacht", eine Rolle, die Kinski enorm viel abverlangte. Doch diese Tatsache half dem deutschen Marlon Brando, sich besser in seine neue Rolle hineinversetzen zu können, denn diese Ausgelaugtheit und Passivität, die er als Woyzeck an den Tag legt, ist nur zum Teil gespielt. An seiner Seite begeistert vor allem Eva Mattes als Marie, die sogar bei den Filmfestspielen von Cannes 1979 den Preis als beste Nebendarstellerin entgegen nehmen konnte.

Von Beginn an legt Herzogs Film eine absolute Trostlosigkeit an den Tag. Beginnend mit dem Schwenk über das Städtchen, etabliert Herzog den Handlungsort. Direkt darauf folgt der filmisch gesehen vielleicht überzeugendste Part, nämlich der Vorspann, in dem Kinski als Soldat Franz Woyzeck mit unerbittlicher Härte gedrillt wird. Die Szene wirkt direkt verstörend und unbequem auf den Zuschauer, untermalt von einem sehr atmosphärischen, unharmonisch klingenden Fiedel-Thema, das einem schon sehr früh den mentalen Zustand des Protagonisten deutlich macht. Der Vorspann ist mit erhöhter Geschwindigkeit gefilmt, wodurch sie mit den Klängen der Musik noch unheimlicher wirkt. Dennoch wirkt die Szene auch in gewisser Weise humorvoll. Die Szene gibt sozusagen den Ton für den restlichen Film vor, in dem der von Wahnvorstellungen heimgesuchte Woyzeck geschunden wird. Stilistisch bewegt sich der Film auf recht einfachem Niveau im Vergleich zu Herzogs anderen, visuell weitaus beeindruckender wirkenden Werken. Der Film wirkt bisweilen extrem statisch, da Herzog ewig lange Einstellungen verwendet. Insgesamt enthält der 80 Minuten lange Film nur die rekordverdächtige Anzahl von 27 Schnitten, nur die allerwenigsten Einstellungen sind in Bewegung. Somit ordnet sich der Regisseur seiner Hauptfigur regelrecht unter, denn Werner Herzog geht es nicht darum, den Zuschauer zu unterhalten, sondern ein durch und durch stimmiges Charakterporträt zu zeichnen. Das ist bisweilen nur schwer verdaulich, doch wenn man seine Intention zu verstehen versucht, auch genial gemacht. Trotzdem wirkt die Regie teils gelangweilt, auch wenn man das als übertriebenen Stilwillen bezeichnen kann. Die Außenszenen wirken oft nahezu menschenleer, obwohl die im Film dargestellte Stadt nicht unbedingt die kleinste ist. Dadurch erhält "Woyzeck" ein zusätzliches beklemmendes Element, da die Größe mit einer gespenstischen Leere gegenüber gestellt wird. Doch "Woyzeck" ist vor allem eine One-Man-Show. Die nachhaltige Wirkung des Films geht zum größten Teil auf die Rechnung von Klaus Kinski, der mit seiner Rolle die Grenzen überschreitet. Er spielt nicht nur diese bemitleidenswerte Figur, er wird zu ihr. Schon in der ersten Einstellung des Vorspanns erblickt man den Wahnsinn in Kinskis Augen. Ein Blick in sein Gesicht genügt, um diesen Charakter verstehen zu können. Seine Mimik, seine ganze beängstigende Präsenz wirkt auch noch nach dem Film weiter. Ohne Zweifel trägt er den Film, er macht einen großen Teil der immensen Intensität aus. Kinskis elektrisierende Performance erhält ihren unbestreitbaren Höhepunkt in der Mordszene am Ende, die unerträglich brutal ist, jedoch kommt sie ähnlich wie Hitchcocks "Psycho" Duschszene ohne grafische Details aus. Sie ist verlangsamt gefilmt und lebt im Prinzip von Kinskis Darstellung. Sein Blick drückt absoluten Wahnsinn und innere Zerrissenheit aus, dass es dem Zuschauer Angst und Bange wird. Eva Mattes gibt ebenfalls eine mehr als solide Leistung ab, kann jedoch nicht mit der von Kinski konkurrieren. Trotzdem erfüllt sie voll und ganz ihr Soll und stellt Marie perfekt dar. Herzog arbeitet mit dem Originaltext, wodurch der Film zwar noch gewöhnungsbedürftiger wird, dafür aber auch authentischer.

"Woyzeck" ist einer der unbekannteren Werner Herzog Filme. Er ist fordernd und regt zum Denken an, dies ist jedoch größtenteils Klaus Kinskis und natürlich Georg Büchners Verdienst, denn Herzog ordnet seine Regie dem Thema völlig unter. Der Film bleibt somit hauptsächlich wegen Klaus Kinskis Darstellung in Erinnerung, die Verfilmung an sich ist solide, auch wenn sie gelegentlich Herzogs großes visuelles Talent aufblitzen lässt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht im Entferntesten würde man vermuten, dass der Zeitunterschied zwischen dem Dreh von „Nosferatu" und „Woyzeck" nur lächerliche 5 fünf Tage beträgt.
Man bemerkt weder eine Ausgelaugtheit Herzogs noch ein Leergebranntsein Kinskis, der in beiden Filmen die Rolle des Protagonisten übernimmt, wenn auch für Woyzeck zuerst Bruno S. vorgesehen war. Im Gegenteil, der von Herzog als „Großer Vernachlässigter des Neuen Deutschen Films" bezeichnete Künstler überzeugt durch eine schauspielerische Leistung, die sich durch enorme Glaubhaftigkeit und Intensität auszeichnet. Nicht nur dem Hauptmann schwindelt es vor den Menschen, sondern ebenso dem Zuschauer, wenn er in das verzerrte, exzentrische Gesicht Woyzecks, bzw. Kinskis blickt. Für mich verkörpert dieser den perfekten Woyzeck, sowie sich auch Eva Mattes als die optimale Besetzung für „Marie" herausstellt, was sich spätestens auf den Filmfestspielen von Cannes 1979 bestätigte. Auch wenn die musikalische Untermalung der Szenen oft bizarr bis unpassend erscheint, so gelingt es Herzog dennoch durch das Setzen von musikalischen Klammern, das Stück gelungen zu umrahmen und abzurunden. Auch die von dem ein oder anderen als primitiv geschimpften, sich scheinbar nie ändernden Kameraeinstellungen und der unsanfte Sequenzwechsel sind doch, mit Logik betrachtet, auf den Fragmentcharakter des büchnerischen Werkes zurückführen, bei dessen visueller Umsetzung sich Herzog in Originaltreue übt. Hinsichtlich des Textes gibt es kaum Abweichungen zu der Dramenvorlage Büchners. Die einzig einschneidende Veränderung, die Herzog vorgenommen hat, ist die Umstellung der Sequenzfolge, welche einen neuen, inhaltlich besser nachvollziehbaren Handlungsablauf darlegt.
In dieser Verfilmung Woyzecks gelingt es in expliziter Weise die Demütigung und Determiniertheit des Füsiliers darzustellen, was wohl nur durch das stimmige Zusammenwirken von schauspielerischer Leistung und Eigenvermögen des Regisseurs ermöglicht wird.
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"Da kommt mir die Liebe"
Dieser Film und auch die DVD sind wirklich sehr gut.
Klaus Kinski verkörpert Woyzeck nahezu perfekt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von G. Karl veröffentlicht
Gute Umsetzung eines Meisterwerkes
Georg Büchners Werk wird gut umgesetzt, wobei das Drama um den ausgebeuteten Charakter Woyczek natürlich in schriftlicher Form überlegen ist. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von micha veröffentlicht
Gute Verfilmung
Für meine Abiturprüfung im Fach Deutsch musste ich das Drama Woyzeck lesen. Um meine Vorbereitung auf die Prüfung abzuschließen habe ich die Verfilmung... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von info-tim veröffentlicht
Keine leichte Kost, aber große Schauspielkunst!
Der "Woyzeck"-Stoff begegnete mir erstmals als Teil des Abitur-Literaturunterrichts. Vielleicht überfordete Büchners Dramenfragment uns 17jährige, einen direkten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2009 von Muggenhorst
Klassische Deutsche Literatur und Neuer Deutscher Film - vom...
Man muß sich klar machen, daß Werner Herzog der absolute Büchner-Woyzeck-Fan ist (und das meiner Ansicht nach zu Recht). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2007 von Manfred
Klaus Kinski ein Woyzeck der überzeugt
Werner Herzog hat in seiner Literaturverfilmung von Büchners Woyzeck die wohl passendste Besetzung für die Rolle des Woyzeck gefunden. Lesen Sie weiter...
Am 6. März 2005 veröffentlicht
Überzeugende Umsetzung des Originals
Zunächst einmal muss man Werner Herzog sehr viel Respekt zollen, dass er sich an so ein Stück wie Büchners ‚Woyzeck' „herangetraut" hat. Lesen Sie weiter...
Am 27. Februar 2005 veröffentlicht
Herzogs "Woyzeck" - geniale visuelle Übersetzung des...
Werner Herzog zeigt mit seiner Literaturverfilmung von Georg Büchners „Woyzeck", dass er sein Fach auf das beste beherrscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2005 von "obie85"
Immer zu, immer zu...
Woyzeck. Das Dramenfragment Georg Büchners, was gesellschaftskritischer nicht sein kann, wird verfilmt. Geht das überhaupt? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2005 von MK
Meisterstück!!!!!
Werner Herzogs Woyzeck ist eine brillante Umsetzung des gleichnamigen Bühnenfragments von Georg Büchner. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2004 von A. Wolf
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