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Woyzeck Gebundene Ausgabe – 1968

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 28 Seiten
  • Verlag: Müller u. Schindler (1968)
  • ASIN: B0000BQA0E
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (55 Kundenrezensionen)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

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Eigentlich hat es das Jahrhundertdrama Woyzeck nie gegeben. Bekanntlich hat Georg Büchner seine wohl im Sommer 1836 in krakliger, nahezu unleserlicher Handschrift im Straßburger Exil begonnene Tragödie über den kleinen Soldaten, den eine übermächtige Umwelt und der eigene Wahnsinn zum Mord an seiner Geliebten treiben, nie zum Abschluß gebracht: Es existieren nur diverse Neu-, Lese- und Bühnenfassungen, von denen jede beansprucht, authentischer als die anderen zu sein.

Selbst diese Rekonstruktionen aber illustrieren Büchners bestechende dramaturgische Meisterschaft: Wie es ihm in einer fast filmisch scharf geschnittenen Szenenfolge gelingt, Woyzecks Vorgesetzten mit wenigen Worten als hilflosen Unmenschen zu karikieren, der sich in Tautologien verheddert ("Moral ist, wenn man moralisch ist"), oder den kantianischen Doktor bloßzustellen, der den armen Titelhelden für "ein paar Groschen täglich" als Versuchstier mißbraucht, ist in der deutschen Literatur ohne Parallele.

Als schließlich der schneidige Tambourmajor wie ein Gockel beim Zapfenstreich vor Woyzecks Geliebter Marie herumstolziert, um sie zu verführen, ist die Menagerie männlicher Triebe vollständig und mit knappsten Mitteln vorgeführt. Denn auch in den Regieanweisungen herrscht eine rationelle Perfektion, die langes Reden überflüssig macht: Wenn Büchner seinen Woyzeck zum Stöckeschneiden aufs freie Feld schickt, dann ist sein niederer Militärrang wie nebenbei ausreichend eingeführt. Und wenn er Marie in ihrer Kammer zeigt, wie sie sich selbst mit den Ohrringen des Tambourmajors in einer spitzen Scherbe spiegelt, kommt einem unweigerlich Gretchens Sehnsucht nach dem Besitz des mephistophelischen Hals- und Ohrschmucks in Goethes Faust in den Sinn. Besser -- und anspielungsreicher -- kann man kaum schreiben: Jede Metapher des Dramas spitzt das Geschehen etwas mehr auf das grausige Ende zu: Da nämlich zieht Woyzeck seiner Marie mit dem Messer ein blutiges "Halsband" über die Kehle. Gemeinhin gilt Woyzeck als erstes soziales Drama und damit als gravierender Einschnitt der deutschen Literaturgeschichte. Tatsächlich erzählt es von der unausweichlichen Ungerechtigkeit und Grausamkeit der Welt: Radikaler noch als in Büchners Dantons Tod ist hier das Scheitern revolutionärer Ideale, das Ende der Geschichte, in jeden Satz mit eingekerbt. Als Woyzeck dem Hauptmann beim Rasieren das Messer an den Hals setzt, ohne sich der machtvollen Möglichkeiten seines Tuns bewußt zu sein, ist dies aufs Anschaulichste ausgedrückt. Es ist ein ungeheuer dichtes Bild voll rätselhafter, erschreckender Poesie -- auch was das angeht, ist vielleicht nur Büchners unterschätzte Komödie Leonce und Lena mit ihrer absurden Komik noch ein wenig schöner.

"Er läuft ja wie ein offenes Rasiermesser durch die Welt", bemerkt der Hauptmann einmal über Woyzeck, "man schneidet sich an ihm". An dieser politischen und sprachlichen Schärfe hat auch Büchners sezierendes Drama bis heute nichts verloren. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Der Verlag über das Buch

"Woyzeck" zählt zu den meistgespielten Dramen des 19. Jahrhunderts. Es hat wie wohl kein anderes Werk dieser Gattung auf die Entwicklung des Dramas wie auf die Theatergeschichte eingewirkt. Die vier fragmentarischen "Woyzeck"-Handschriften konnten bis heute nicht vollständig entziffert werden. Henri Poschmann hat in der nun im insel taschenbuch vorliegenden Ausgabe den neu erschlossenen Text in zwei verschiedenen Darbietungsformen zusammengestellt. So soll das Werk zum einen in seinem Zusammenhang, soweit es sich aus den getrennt überlieferten Teilen mit Sicherheit erschließen läßt, als lesbares Ganzes vorgestellt werden, zum anderen aber soll mit dem vollständigen Textbestand der Entwürfe in ihrem Entstehungszusammenhang auch der Arbeitsprozeß, der sich darin abzeichnet, umfassend dokumentiert werden. Mit der Edition des Woyzeck in dieser speziellen Form wird eine erfaßbare, anschauliche Darbietung des Handschriftenbildes mit einem Maximum an Indizien für die Texterschließung erreicht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von MoupCoup am 2. Februar 2007
Format: Taschenbuch
Das hier wird eine Rezension zu der Mentor Lektürehilfe zu Georg Büchners Woyzeck. Schließlich ist das ja auch der Artikel, der hier rezensiert werden soll... ob das Drama gefällt oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Die Lektürehilfe stellt den Inhalt des Dramas sehr kurz gefasst und übersichtlich dar. Ergänzt wird das ganze durch zahlreiche Schaubilder. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier nicht um eine Interpretationshilfe, sondern um eine Lektürenhilfe. Dementsprechend kurz sind auch die Interpretationsansätze gehalten. Sie sollen lediglich zum besseren Verstehen und Erfassen des Inhalts dienen und einen Denkanstoß geben, bzw. eine Interpretationsrichtung einleiten. Die Interpretation an sich, bleibt jedoch dem Leser überlassen. Die Lektürenhilfe konzentriert sich sehr darauf, dem Leser einen Überblick über das gesamte Drama zu verschaffen, indem viel Wert auf die Charaktere und deren Beziehungen zueinander, als auch auf den historischen Hintergrund der Charaktere oder des Autors gelegt wird.

Mir hat die Lektürehilfe in der Vorbereitung auf die Klausur geholfen, aber besonders jetzt, während der Vorbereitung auf das Abitur, kann man mit ihr vergessenes sehr gut wieder in Erinnerung rufen. Aus meiner Sicht nur zu empfehlen!!! :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von U. Orlowski am 8. März 2011
Format: Taschenbuch
Nachdem ich den Lektüreschlüssel für "Iphigenie auf Tauris", ebenfalls von KönigsErläuterungen, durchgearbeitet hatte, waren meine Erwartungen relativ hoch, da mir der Lektüreschlüssel zur Iphigenie sehr viel geholfen hat.
Allerdings wurde ich sehr enttäuscht, weil vieles, wie z.B. die Personenkonstellationen und Charakteristiken, nur sehr knapp gefasst wurde und mir zu oberflächlich war. Außerdem haben wir in meinem Deutsch-LK einiges komplett anders interpretiert als es im Schlüssel steht, wo sich dann natürlich die Frage stellt, welche Interpretation jetzt eher zutrifft.
Für mich besonders nervig war, dass die Zeilenangaben sehr unterschiedlich waren zu denen in meinem Drama, weshalb ich den Lektüreschlüssel nicht empfehlen würde, wenn man mit der Abibox Deutsch aus NRW arbeitet.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Philipp O. am 27. Februar 2005
Format: Taschenbuch
Büchners „Woyzeck" ist eines der wichtigsten literarischen Dokumente des Vormärz und wird in der germanistischen Forschung als das erste Sozialdrama angesehen. In der Tat ist das Fragment geprägt von heftiger Kritik an den Gesellschaftsverhältnissen, welche die Menschen unterdrückt und voneinander entfremdet.
Wilhelm Große hat sich dem anspruchsvollen Stück in dieser Interpretation angenommen. Seine Erläuterungen sind sehr textnah und tiefgründig, er geht sowohl auf die sprachliche Gestalt des Dramas als auch den historischen Hintergrund des Entstehungsprozesses ein. Die Hauptpersonen werden charakterisiert, wichtige Szeneninhalte für sich behandelt. Insgesamt daher eine Interpretation, welche die Ansprüche befriedigt, das Verständnis des Werks und seiner Textstruktur erleichtert. Wünschenswert wäre noch gewesen, dass der Autor noch mehr Bezug auf das im Drama propagierte Menschenbild Büchners Rücksicht nimmt und insgesamt mehr auf inhaltsübergreifende Themen eingeht.
Neben „Woyzeck" ist auch eine komprimierte Interpretation von Büchners revolutionärer Flugschrift „Der Hessische Landbote" enthalten, welche vor allem die zentralen Kritikpunkte Büchners an der starren Gesellschaftshierarchie wiedergibt.
Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung des literarischen „Realismus" Büchners sowie umfassende Unterrichtshilfen und eine Zeittafel zu Leben und Werk des Autors.
Im Ganzen liegt hier also eine fundierte, übersichtliche Lektürenhilfe (120 Seiten) vor, welche alle wichtigen Aspekte von „Woyzeck" kompetent behandelt und für eingehende Beschäftigung mit dem Werk zu empfehlen ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von S. Tafelski am 6. Februar 2010
Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Die Geschichte von Woyzeck ist allgemein bekannt. Hier liegt sie in verschiedenen Versionen (Handschriften, Text-und Bühnenfassung) vor. Dies ist zum einen positiv um zu sehen wie das Drama noch gelesen werden kann, allerdings fehlen mir hier die Erläuterung und mögliche Interpretationsansätze.
Ich würde diese Ausgabe wirklich nur denen empfehlen, die wissenschaftliche Abhandlungen über Woyzeck und dessen verschieden ausgeführte Textarten verfassen wollen. Für diejenigen die gerne Interprationsansätze und mehr Hintergrund zum eigentlichen Drama möchten, würde ich von dieser Ausgabe eher abraten, allerdings bildet diese Ausgabe eine gute Symbiose mit dem Woyzeck der in der Suhrkamp Bibliothek erschienen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gerda D. am 16. Mai 2008
Format: Taschenbuch
Im Großen und Ganzen ist der Lektüreschlüssel wirklich hilfreich.
Ich benutze ihn, um mich auf mein Deutsch-Colloquium vorzubereiten, da ich als Schwerpunkt Woyzeck gewählt habe.

Das Taschenbuch ist sehr gut strukturiert und daher übersichtlich.
Allerdings wird die Inhaltsangabe bereits interpretiert, was ich persönlich aber nicht schlecht finde - falls man den Woyzeck aber vorher nicht gelesen hat und nur die Hilfe liest, könnte das problematisch werden.
,
Worüber ich aber etwas enttäuscht bin, ist, dass manche Sätze oder Satzteile doppelt auftauchen. (Kommt glaub ich 3 mal vor)

Auf S. 38 unten wird außerdem ein Satz mit "Um ver-" begonnen und nicht zu Ende geführt. Auf der nächsten Seite beginnt dann ein neuer Abschnitt; ich weiß also nicht wie viel vom ursprünglichen Text fehlt!!

Sehr hilfreich finde ich auch dir Rubrik "Zeitgeschichtlicher Hintergrund"; die Biografie Büchners ist meiner Ansicht nach ein bisschen ausführlich, dafür hätte man an einigen Stellen mehr auf die damit verbundenen zeitgeschichtlichen Hintergründe eingehen können - da fehlt zum Teil etwas der Zusammenhang. (der übrigens schon sehr groß ist)

Am Ende des Lektüreschlüssels findet sich die Rubrik "Themen und Aufgaben" wieder, die sehr gut zum üben geeignet ist. Allerdings gibt es keine richtigen Lösungsansätze dazu, sondern nur Seitenverweise.

Im Großen und Ganzen hat mich das Taschenbuch aber zufrieden gestellt - schließlich soll es dem Leser auch nur zur Ergänzung dienen.
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