Nachdem ich heute meine ersten Testflüge mit dem Blade-Star machen könnte, hier die ersten Eindrücke:
Verpackung:
Wie versprochen kommt der Bladestar in einem transparentem Kunststoffköfferchen, der mit ordentlich, fast unsichtbarem, Klebeband vor unabsichtlichemm Öffenm gesichert ist. Die Anleitung klebt aussen am Koffer, da innen aufgrund verschiedener Haltestege kein Platz ist.
Drinnen sind die Fernbedienung, ein Aufsatz der den Abstrahlwinkel des Senders für 'Dogfights' einschränkt, der Flugkörper selbst, 2 Flügelpaare (!) und 2 Ersatzrotoren.
Zusammenbau, Inbetriebnahme:
Wie bei den meisten RC-Modellen dieser Größenordnung wird der integrierte Akku im Modell über die Fernbedienung aufgeladen. Die braucht noch 6 AA-Zellen (Wie üblich nicht im Lieferumfang enthalten), welche nach Lösen einer Schraube einfach eingesetzt werden.
Weiters muss das Modell erst zusammengebaut werden, indem die zwei Hauptflügel an den Mittelteil angeklipst werden.
Aufladen geht einfach, Kabel aus der Fernbedienung pfriemeln, an den Bladestar anstecken und Schalter auf 'Charge'. Daraufhin bewegt sich eine Art Lauflicht an der FB von unten nach oben, und wenn die oberste LED blinkt, ist der Ladevorgang beendet. Dauert in etwa 10-20 Minuten, je nach Zustand der Batterien.
Start, Steuerung, Eindrücke:
Vor dem Start sind im Vergleich zu den Silverlit-Modellen einige Besonderheiten zu beachten. So muss nach dem Einschalten von Fernbedienung und Bladestar der Schubhebel der FB erst auf Vollgas und dann wieder auf Null bewegt werden. Ausserdem muss der IR-Empfänger am Modell zur Fernbedienung ausgerichtet werden, sonst ist kein Start möglich. Aus der Hand starten ist auch nicht ganz einfach, am besten eignet sich eine glatte Oberfläche mit ca. 30x30cm. Das berücksichtigend, braucht man nur den Gashebel auf Halbgas zu bewegen und der Bladestar hebt erstaunlich schnell ab. Etwas Feingefühl am Gashebel und das Ding hängt mit sehr nervigem, mückenartigem Sirren, dafür aber äusserst stabil in der Luft.
Da sich das komplette Flugmodell dreht ist eine Vorne/Hinten/Links/Rechts-Steuerung anders realisiert als bei der Konkurrenz, Vorne bedeutet "weg vom Sender", zurück "Hin zum Sender", und links und rechts ist immer aus der Sicht der Fernbedienung zu interpretieren. Einfach eigentlich. Realisiert wurde das über den Empfänger, der sich natürlich am Bladestar mitdreht, und so nur die Hälfte der Zeit die Steuerungsbefehle der Fernbedienung sieht, dadurch aber immerhin weiss, wo diese ist. Allerdings bewegt sich das Modell auf horzontale Steuerbefehle seeeehr langsam in der Luft, kein Vergleich zu den Silverlit Piccos, Tandems, Gyrotors etc. Vergisst man, die Fernbedienung relativ genau auf das Modell auszurichten, schalten sich nach 2 Sekunden die Motoren ab und das Ding geht zu Boden.
Es gibt auch einen "Autopilot"-Modus, in dem sich der Bladestar mithilfe eines IR-Sensors selbstständig von Hindernissen wie Decken und Wänden fernhält, diese sollte laut Anleitung aber möglichst hell sein (Glas eignet sich nicht). Die Höhe muss man in diesem Modus trotzdem selber vorgeben, immerhin kann sich das Gerät so selbstständig zB von einer sehr langsam bewegten Handfläche fernhalten. Die Flugzeit nach den ersten paar Flügen liegt bei ca. 3-4 Minuten, allerdings kann sich das noch steigern.
Fazit:
Ein faszinierendes Spielzeug, m.M.n. leichter zu steuern als die picco-Z-Serie von Silverlit, allerdings auch mit deutlich weniger Action. Dafür kommt man aufgrund des Langsamkeit auch mit weniger Platz aus. Nachteilig (prinzipbedingt) ist haupsächlich, dass man immer auf die korrekte Ausrichtung der Fernbedienung achten muss. Über die Haltbarkeit kann ich noch keine Auskunft geben, bisher waren alle Landungen eher auf der sanften Seite.