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The Kills Audio CD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (21. Februar 2005)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Label: British Domino (rough trade)
  • ASIN: B00079FE2S
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 216.338 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. No Wow
2. Love Is A Deserter
3. Dead Road 7
4. The Good Ones
5. I Hate The Way You Love
6. I Hate The Way You Love Part 2
7. At The Back Of The Shell
8. Sweet Cloud
9. Rodeo Town
10. Murdermile
Alle 11 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Intro (DVD)
2. Kissy Kissy (DVD)
3. Pull A U (DVD)
4. Cat Claw (DVD)
5. Black Rooster (DVD)
6. Dropout Boogie (DVD)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de Redaktion

Wie wenig es braucht, um ein überragendes Album zu machen, beweisen The Kills erneut mit ihrem Zweitwerk No Wow. Dass es keine komplette Band braucht, um einen Saal aufzumischen, haben ja schon T. Rex, Suicide, Royal Trux, Raveonettes, Deja Voodoo oder die White Stripes bewiesen. Auch The Kills sind ein Duo, das aus Jamie Hince alias Hotel und Alison Mosshart alias VV besteht. Sie kommt aus den Staaten, er aus London. Dort leben die beiden zusammen, nachdem sie ihre auf 4-Spur-Geräten aufgenommenen Songs anfänglich per Tape zwischen den Kontinenten hin und her schickten. Die Reduktion ist auf No Wow weiterhin das Konzept, obwohl die Kills sich diesmal den Luxus leisteten, sich in Studios in einer Geisterstadt namens Benton Harbour / Michigan und in New York einzuquartieren. Dabei hatte die beiden ein paar Gitarren-Riffs, eine alte Drummachine aber keine Ideen. Also haben sich Hotel und VV von Umgebung und Menschen inspirieren lassen, und in gut zwei Wochen waren die elf Tracks fertig. Und jeder von ihnen ist eine Pracht, das völlige Gegenteil von Bombast. Der Sound ist roh, die Beats staubtrocken und alles extrem karg aber sehr charmant arrangiert. Die Gitarre wird überrissen, sie kracht und scheppert, die Rhythmusmaschine tuckert, manchmal darf sich ein Keyboard einmischen. The Kills spielen einzigartigen, trashigen Garagen-Punk-Rock, der den Blues hat und den Beat liebt. Der Geist von Velvet Underground, The Monks, White Stripes, aber auch Devo und Marc Bolan schimmert durch diese strahlenden Lieder. Gegen die sieht ein Gerippe aus, als leide es unter Fettleibigkeit. --Sven Niechziol

kulturnews.de

Mehr Sex, als Alison Mosshart ihn ausstrahlt, geht einfach nicht. Wie das Kills-Debüt vor zwei Jahren ist auch "No Wow" eine dreckige und verdrogte Nummer. Fürs zweite Album schmuggelt die 25-jährige Amerikanerin zusammen mit ihrem britischen Partner Jamie Hince eine gehörige Portion Punk ins Studio 54. Mehr als Gitarre, Drums und anachronistischer Elektroquatsch kommt selten vor. Die Songs sind so nackt wie möglich - und setzen genau deshalb alle Körperflüssigkeiten in Gang. Ganze 47 Tage haben The Kills an der Platte gearbeitet, für die Texte zum Garage-Punk-Trash plündern sie Tagebucheinträge über Pop und Kunst der späten 60er oder zitieren aus Zeitschriften, und der Besuch einer Shopping-Meile inspirierte sie zu "Back of the Shell" - einer Geschichte vom Vögeln im Hinterhof. Diese Platte kann nur noch getoppt werden, wenn sich Alison im Sommer auf deutschen Konzertbühnen wälzt. (cs)

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Kundenrezensionen

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Haut, Herz und Knochen 15. März 2005
Format:Audio CD
Das Motto der Kills, im Grenzbereich zwischen Disco und Punk Zweisamkeit zu dokumentieren, war immer geprägt von Minimalismus, Kleinkariertheit und Geheimnissen. Wie produktiv dieser angeblich fehlende Mehrwert sein kann beweist ihr nun zweites Album „No Wow".

Es fehlt immer dieser eine, entscheidende Schrei, die letzte große Pose, um bei einem Kills-Song ganz tief im Rock-Sumpf zu landen. Und dieses ständige Fehlen tut manchmal weh, lässt dich zweifeln und bangen um diese beiden Seelen, die sich nie preisgeben oder öffnen wollen. Warum ihr Geheimnis so verlockend ist, ist dann oft schwer zu ergründen. Ihr Debütalbum „Keep On Your Mean Side" war das Dokument einer Abschottung. Zwei Personen, die niemanden eindringen lassen, die aufgezeichnete Dialoge ins Studio mitnehmen um sie in ihre Songs einzubauen, und die nur eine tief gestimmte, ungut verzerrte Gitarre und eine Drummachine verwenden. Das und zwei Stimmen, die sich jagen, begreifen, umkreisen und durchdringen wie es einst nur Royal Trux konnten. Nur sind The Kills kleiner, verwickelter, bieten weniger Oberfläche.

VV (eigentlich Alison Mosshart) und Hotel (eigentlich Jamie Hince) haben für die Aufnahme ihres zweites Album ein einsames Kaff in Michigan aufgesucht. Sie sagen, dass, wenn das Debüt von vielen als „reine Haut und Knochen" bezeichnet wurde, „No Wow" der Versuch ist, sich sogar davon zu lösen. Um bis ans Herz der Songs vorzustoßen. Und tatsächlich wirken die Songs auf „No Wow" kürzer als die vom Vorgänger, bieten noch weniger Pose, keine „F the People"-Refrains, dafür Abgesänge an die Liebe und die klare Feststellung, dass sich das bodenständige, ernste Heute vom Damals der 60er dadurch unterscheidet, dass es keine „Wows!" mehr gibt. Diese „Wows!", die VV und Hotel beim Hören von Velvet Underground oder Suicide empfinden. Und sich gegenseitig mitteilen, in ihren Songs. Die Platte ist somit auch ihre kleine, interne Therapie vor dem Grauen, das sie umgibt. Vielleicht ist dies das schöne Geheimnis, das beim Hören von „No Wow" diese leichte Gänsehaut auslöst. Dass die Platte ein „Wow!" transportiert, das du verloren und vergessen hast in all dem Trubel.

Es wäre schade, würden The Kills einzig als Vorband ihrer Labelkollegen Franz Ferdinand in Erinnerung bleiben. Angeblich sind Kills-Konzerte ja sehr laut. Und Lautstärke wirkt auch dem Vergessen entgegen, das jedes kleine „Wow!" unseres Lebens bedroht.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The Good Ones 30. Dezember 2005
Format:Audio CD
.
"Bei der letzten Platte wollten wir auf alles überflüssige verzichten, nur Haut und Knochen" beliebt Kills-Mastermind James Hind zu scherzen, "beim neuen Album haben wir die auch noch weggelassen." Noch minimalistischer wollte man also an die Sache rangehen; soll heißen ein verzerrtes Gitarrenriff, ein knochenharten Rhytmus, ein bisschen Gesang - reicht für einen Song. Nicht viele Bands können - oder trauen sich - das, die Kills haben's jedoch schon auf dem Debutalbum "Keep on your mean side" hinbekommen; "No Wow" ist noch konsequenter, noch stringenter - und noch besser. Die großartigen Singles ("The good ones"!) ließen Großes erwarten, das Album legt nach: Sparsame, prägnante Gitarrenhooks über denen das britisch-amerikanische Duo sinistre, kleine Melodien singt, spricht, haucht.
Geradezu poppig wird's bei "Love is a deserter", drogenschwanger bei "The good ones" und melancholisch bei "Rodeo Town". Auf Produktionstricks jedweder Art wird, selbstverständlich, verzichtet (obwohl diesmal anscheinend sogar in einem richtigen Studio aufgenommen wurde), mehr Gefühls- und Ausdrucks"Realness" war lange nicht mehr, Haut und Knochen also weggelassen damit man das Herz lauter schlagen hört. Kann man so machen.
Auf der DVD hier anscheinend ein paar nette Videoclips, meine Bonus-DVD enthält allerdings eine eher öde The Kills-Doku namens "I hate the way you love". Hätte lieber die Songvideos, aber "No Wow" lohnt sich, anyway.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
haarig-paarig... 14. Juli 2006
Format:Audio CD
eine mann und eine frau machen krach. das ist nichts ungewöhnliches, das kennen wir alle. auf künstlerische art beginnend bei den white stripes und auf die eher pädagogisch-destruktive art endend bei den eigenen eltern. an dunklen abenden durch geschlossene türen schreiend, krakeelend und sich innig lieb-hassend. womit das wesen der kills auch schon zu einem großen teil blank gelegt wäre. "you're gonna have to step over my dead body, before you walk out that door" singt alison "vv" mosshart in kühl-berechnender showdown manier. um gleich danach analytisch einzugestehen: "you charmend me with your magic, landed looking tragic". das ist moderner, zeitgemäß bis futuristischer beziehungsstress par excellence. wobei die futuristische anmutung vor allem auf die musikalische komponente zurückzuführen ist. denn den anfangs erwähnten krach, den the kills auf ihrem debut "keep on your mean side" noch gemacht hatten, den gibt es auf "no wow" kaum noch. von jamie "hotel" hince aufs notwendigste reduziert bilden gitarre und drum-machine eher das szenario für ein leben im untergang. "this dead road leads down, to that dead road and back" heisst es in "dead road 7". ein motiv, dem wir wieder und wieder begegnen. in der ersten single-auskopplung "the good ones" heisst es gar "took a car to the part of the city where the city runs out of the street lights. god knows it's the way that it goes that we're never gonna catch any daylight". da ist schon nicht mehr verzweiflung, sondern ganz klare aufgabe. das eingeständnis machtlos zu sein gegen das ganz große sinnentleerte garnichts. und doch ist sie da, die erotik. die lust. ja sogar die gier. verantwortlich dafür ist vor allem der mosshart'sche gesang. in bester morbid-manier, die man bei bedarf bei pj harvey, gerne aber auch patti smith abgeglotzt sehen darf, zelebriert die amerikanerin ihre klaustrophobische libido. zusammen mit jamie hince hört und fühlt sich das dann so an als würden die beiden versuchen in einer beklemmenden orwellschen "1984"-welt etwas kalte zuneigung zu finden.

staubtrockene beats, karge riffs - das sind the kills und das ist zugleich auch die angerockte version des lofi-charmes. die gitarre scheppert kontrolliert vor sich hin und der drum-beat wummert mit stoischer gelassenheit dem allumfassenden ende entgegen. weniger ist mehr.

"no wow" ist ein durchaus faszinierendes album, dass mit gut 40 minuten spielzeit auch gleich perfekt getimed ist. eine längere spieldauer hätte nur die geister der monotonen langeweile geweckt. dem aber entgehen the kills ja weitsichtigerweise.
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