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Wovon wir träumten [Gebundene Ausgabe]

Julie Otsuka , Katja Scholtz (Übers.)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

10. Juli 2012
»Auf dem Schiff waren die meisten von uns Jungfrauen.« So beginnt die berührende Geschichte einer Gruppe junger Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts als picture brides von Japan nach Kalifornien reisen, um japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft kennen die Frauen ihre zukünftigen Männer nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler, und auch sonst haben sie äußerst vage Vorstellungen von Amerika, was auf der Schiffsüberfahrt zu wilden Spekulationen führt: Sind die Amerikaner wirklich behaart wie Tiere und zwei Köpfe größer? Was passiert in der Hochzeitsnacht? Wartet jenseits des Ozeans die große Liebe? Aus ungewöhnlicher, eindringlicher Wir-Perspektive schildert der Roman die unterschiedlichen Schicksale der Frauen: wie sie in San Francisco ankommen (und in vielen Fällen die Männer von den Fotos nicht wiedererkennen), wie sie ihre ersten Nächte als junge Ehefrauen erleben, Knochenarbeit leisten auf den Feldern oder in den Haushalten weißer Frauen (und von deren Ehemännern verführt werden), wie sie mit der fremden Sprache und Kultur ringen, Kinder zur Welt bringen (die später ihre Herkunft verleugnen) - und wie sie nach Pearl Harbor erneut zu Außenseitern werden.

Julie Otsuka hat ein elegantes kleines Meisterwerk geschaffen, das in ebenso poetischen wie präzisen Worten eine wahre Geschichte erzählt. Wovon wir träumten verzauberte bereits die Leser in den USA und England, stürmte dort die Bestsellerlisten, wurde von der Presse hymnisch gefeiert, mit dem PEN / Faulkner Award 2012 ausgezeichnet und für zwei weitere große Literaturpreise nominiert; die Übersetzungsrechte sind inzwischen in zahlreiche Länder verkauft.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Mareverlag; Auflage: 7. (10. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866481799
  • ISBN-13: 978-3866481794
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.919 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die japanisch-amerikanische Autorin Julie Otsuka hat ein hinreißendes Buch geschrieben.« (Susanne Mayer in der ZEIT)

»Von der ersten Seite an berührt der Roman das Herz. Und am Ende hat man es tatsächlich verloren, an diese Frauen, an dieses Buch, das bei aller Härte nie seine federleichte Sprache verliert. Immer poetisch bleibt, auch wenn es dramatisch zugeht. Es ist wie Zauberei, was die Autorin mit der Sprache macht. ... Ein wunderbares Buch.« (Christine Westermann auf WDR 2)

»Julie Otsuka hat die wundervolle Gabe, in einem einzigen Satz eine ganze Geschichte zu entfalten. Am Besten liest man es einfach, und genießt.« (Spiegel Online)

»Eine leise Chronik der unzerstörbaren Hoffnungen.« (stern)

»Julie Otsuka hat die Geschichte dieser Picture Brides in ihrem Roman ganz wunderbar erzählt.« (Brigitte)

»Hier ist ein absolutes Kunststück gelungen.« (Deutschlandradio Kultur)

»Weil Julie Otsuka die Frauen im Chor sprechen lässt, erklingt ein vielstimmiges Lied. Ein Lied vom Leid der Frauen. Zeitlos bis heute.« (Brigitte WOMAN)

»Durch einen präzise durchgearbeiteten Kunstgriff bewahrt Julie Otsuka ihre Geschichte davor, nur erdrückende Betroffenheit auszulösen: die Mehrstimmigkeit schafft Distanz, indem sie die Einfühlung in immer neue Richtungen lenkt.« (NDR Kultur)

»Das Besondere an Julie Otsukas Buch ist die Perspektive, aus der es erzählt wird. Nein ..., es ist vor allem die unerwartete Tatsache, dass diese Perspektive so gut funktioniert. Eine Perspektive aus der Retorte, aus dem Lehrbuch: Wie schreibe ich einen Roman, für Fortgeschrittene. Aber es geht alles gut, sehr gut.« (Frankfurter Rundschau)

»Ein ganz verblüffendes Buch.« (Deutschlandfunk)

»Ein wunderbar poetisches und fesselndes Buch.« (Margarete von Schwarzkopf, NDR 1)

»Zusammen entfalten die Sätze eine Kraft, der man sich bald nicht mehr entziehen kann.« (Hamburger Abendblatt)

»Ein absoluter Tipp!« (WDR 1Live)

»Eindringlich und poetisch schildert Julie Otsuka die wahre Geschichte der Frauen aus der Wir-Perspektive, schnörkellos und umso eindrucksvoller aneinandergereiht, zart und doch das pralle Leben widerspiegelnd.« (dpa und APA)

»Der Roman verdichtet in unnachahmlicher Manier seine Erzählungen von vielen Betroffenen in einer Art literarischem Konzentrat.« (Deutsche Welle Online)

»Julie Otsuka gelingt es, sprachlich einen einzigartigen Rhythmus zu erzeugen.« (Schweizer Illustrierte Online)

»Gerade mal 150 Seiten ist er lang, der Roman, und doch stößt die Autorin in ihm so viele Geschichten an, dass sich ein ganzer Kosmos auftut.« (Bolero)

»Durch die Wiederholungen und kurzen Sätze wirken ihre Aufzeichnungen wie ein Gedicht.« (rbb info-radio)

»Ein poetisches Lesemosaik.« (Emotion)

»Indem sie dieses Wir in unzählige Einzelstimmen auffächert, die jeweils für ein, zwei prägnante Sätze individuell hörbar aus dem Gesamtchor hervortreten, gelingt der Autorin eine facettenreiche, detailgesättigte Gesamtdarstellung der japanischen Immigration zwischen den Weltkriegen.« (Falter)

»Ein großartiger inspirierender Roman, der Geschichte als Vorbedingung und universellen Teil der Gegenwart auf geradezu vorbildliche Art und Weise erfahrbar macht.« (Jüdische Zeitung)

Über den Autor

Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, lebt heute in New York City. 2002 erschien in den USA ihr Debütroman When the Emperor Was Divine. Sie war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Wovon wir träumten ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint.

Katja Scholtz, 1971 geboren in Bochum, studierte in Freiburg, Aberdeen (Schottland) und Bonn und lebt seit 2008 in Hamburg, wo sie für den mareverlag tätig ist. Zuletzt übersetzte sie Fehler machen von Gabriel Josipovici ins Deutsche (2010).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "In Amerika bekam man nichts umsonst." 26. Juli 2012
Von Regina Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mich hat dieses anmutige Buch, das den PEN/Faulkner Literaturpreis 2012 erhalten hat, buchstäblich begeistert.

Eine Gruppe Japanerinnen überquert hoffnungsvoll den Ozean, um in Amerika ihr Glück zu finden. Sie wollen dort Männer heiraten, die sie nur durch die Heiratsvermittlung kennen. Statt erfüllter Träume erwartet sie harte Arbeit. Statt wohlhabender Traummänner verarmte Arbeiter. Sie finden sich nur schwerlich in der fremden Kultur zurecht. Die Schicksale der japanischen Einwanderinnen und ihr Leben in "J-Town" werden eindringlich geschildert. Jahre später soll der Krieg mit dem Angriff auf Pearl Harbour der Grund dafür sein, dass die Japaner wieder aus den USA verschwinden.

Mit bemerkenswerter Klarheit erzählt Julie Otsuka eine ebenso realistische wie poetische Geschichte. Beeindruckend ist das Konzentrat aus knappen Sätzen, die Alles nur andeuten, und doch Vieles aussagen.
Die würdevolle, anpassungsfähige Mentalität der "stillen Japaner" (wie sie in der Erzählung tituliert werden), kommt ausgesprochen gut zur Geltung.

Das Besondere des Buches ist, dass die Handlung sich nicht um eine Hauptperson dreht, sondern um eine Mehrzahl Japanerinnen, durch deren Augen eine verdichtete Sichtweise der Geschehnisse zum Leser durchdringt. Die Autorin beginnt ihre Sätze mit "Einige von uns" oder "Eine von uns" und bleibt durchgängig im "Wir". Außergewöhnlich ist die Tatsache, dass es ihr gelingt, trotz der vermeintlichen Distanz der namenlosen Gruppe beim Leser eine intensive Nähe entstehen zu lassen, und dabei zutiefst zu berühren.
Zum Schluss dreht sich die Erzählperspektive und bleibt dennoch im Plural. Es wird aus Sicht der Amerikaner geschildert, wie das Zusammenleben ohne die Japaner im Land ist.

"Julie Otsuka erzählt mit der Weisheit einer uralten Seele" ist auf dem Cover zu lesen. Dieser Satz beschreibt den Inhalt auf treffliche Weise.
Mich hat das Buch noch lange, nachdem ich es zur Seite gelegt habe, beschäftigt. Insbesondere der spezielle Erzählstil lässt es für mich zu einer literarischen Bereicherung und einer "Bücherperle 2012" werden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die stillen Japaner in Amerika 10. August 2012
Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Julie Otsukas 2. Roman "Wovon wir träumten" ist für mich ein wirkliches Highlight in diesem Lesesommer, von unglaublicher sprachlicher Gewalt geschrieben, von atemberaubender Betroffenheit gezeichnet (es meine es wirklich so!) und nicht zuletzt von solch anrührender Qualität, wie man sie lange suchen muss. Jetzt legt die Autorin einen schmalen Roman vor, der von seiner Strahlkraft und seinem sprachlichen Ausdruck eine Ausnahmeerscheinung sondergleichen ist. Die 1962 geborene Amerikanerin mit japanischen Wurzeln, hat für Ihren Zweitling den PEN/Faulkner Award 2012 erhalten. Ihr Erstling When the Emperor Was Divine ist bis dato nicht übersetzt.

Es ist das Konzentrat, das Otsuka dem Leser verabreicht. Nur wenige Sätze gelesen, hält man den Atem an und denkt, mein Gott, was schreibt die da? Nur ein paar Seiten gelesen und man ist von solch starker berührender Ausdruckskraft im Leserherz getroffen, dass man das Buch für Momente auf die Seite legen muss. Otsuka berührt nicht nur, nein sie erschüttert den Leser in den Grundfesten, konfrontiert mit Schicksal, mit Wahrheit, mit Unausgesprochenem, mit Authentischem, mit Leid das Menschen tatsächlich erlebten, dass man zu schlucken beginnt, weil man auf soviel Kraft des Erzählens nicht vorbereitet ist, schon gar nicht auf die geschilderten Einzelschicksale.

Julie Otsuka schildert das Schicksal auswandernder Japaner Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach Amerika, bis hin zum Ausbruch des Krieges 1941, nach dem Angriff auf Pearl Harbour werden alle damals lebenden Japaner umgesiedelt, interniert oder sind selbst geflohen. Otsuka macht den Bogen von anfänglichen Träumen und Hoffnungen, bis hin zum stillen Verschwinden der zurückhaltenden und stillen Japaner. Die Autorin erzählt von Frauen, denen man versprochen hat, dort einen Mann heiraten zu können, mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie tut dies in der Wir-Form, als eine Stimme, die die damaligen Frauen vertreten soll. Doch mündet so manches Einzelschicksal, in Tragik und Leid, weil die damaligen Frauen oft andere Männer antrafen, auf zwanzigjährige Fotos eingestellt waren, ohne dass sie es wussten und oftmals nur als Arbeitskraft und Prostituierte angesehen wurden. Insofern ist dieser Roman sicherlich ein Frauenroman, der sich mit der Verletzung des Weiblichen zur damaligen Zeit beschäftigt, aber nicht nur.

Otsuka erzählt von der damaligen Naivität oder besser Nichtwissen: "Gab es immer noch wilder Indianerstämme, die durch die Prärie zogen?", erzählt von der Ernüchterung, die Frauen damals erlebten: "Dass die Fotos die man uns geschickt hatte, zwanzig Jahre alt waren. Dass die Briefe, die man uns geschrieben hatte, von Menschen geschrieben wurden, die nicht unsere Männer waren, sondern professionelle Leute mit schöner Handschrift, deren Beruf es war, Lügen zu erzählen und Herzen zu erobern." Sie erzählt von der sexuellen Ausbeutung:" In jener Nacht nahmen unsere neuen Ehemänner uns schnell. Sie nahmen uns ruhig. Sie nahmen uns sanft, aber fest, und ohne eine Wort zu sagen. Sie glaubten, wir seien die Jungfrauen, die die Heiratsvermittler ihnen versprochen hatten, und sie nahmen uns mit grösster Behutsamkeit. (..) Sie waren sich unserer sicher und glaubten, wir würden alles für sie tun, was von uns verlangt wurde. (..) Sie nahmen uns schnell und immer wieder und die ganze Nacht hindurch, als wir aufwachten, gehörten wir ihnen."

Und sie erzählt von der Ausbeutung als Arbeitskraft:" Wir hörten auf, unseren Müttern zuhause zu schreiben. Wir nahmen ab und wurden dünn. Wir hatten keine Regel mehr. Wir hörten auf zu träumen. Wir hörten auf, uns etwas zu wünschen. Wir arbeiteten einfach, das war alles. Wir schlangen dreimal am Tag unsere Mahlzeiten hinunter, ohne ein Wort mit unseren Männern zu wechseln, sodass wir schnell zurück auf die Felder konnten. (..) Wir machten jeden Abend für sie unsere Beine breit, aber wir waren erschöpft, dass wir oft einschliefen, bevor sie fertig waren. (..) Aber es waren nicht wir, die kochen und putzten und Holz hackten, es war jemand anders. Und oft fiel unseren Männern nicht einmal auf, dass wir verschwunden waren."

Ein Ausnahmeroman, der sehr gut recherchiert ist, auf authentische Vergangenheit zurückgreift und somit zusätzlich diese Neuerscheinung zu etwas ganz Besonderem macht. Julie Otsuka, erzählt von Träumen die platzen, von Realität die ernüchtert, von Erniedrigung und Leid und gleichzeitig ist es keine Anklage, sondern eine Schilderung dessen, wie damals die Menschen versucht haben, ihr Leben mit Würde zu ertragen und zu leben, mit all seinen oftmals unerträglichen entwürdigenden Lebensverläufen. Es ist dieser stille Umgang, mit vielem das als ungerecht empfunden werden kann und auch ist. Es ist das Erschütternde aber auch das sprachlich zum Ausdruck gekommene, dass einen zutiefst treffen kann. Dass, dieses Buch bereits preisgekrönt ist verwundert bei weitem nicht, Julie Otsuka erzählt uns hier eine Geschichte, die so unerhört ist, dass man es kaum glauben kann. Man ist fassungslos und gleichzeitig sehr berührt davon. Die Wertschätzung für solch eine Literatur ist kaum mehr auszudrücken, nur soviel: Unglaublich, wie eine Autorin nur so schreiben kann!

Empfehlung.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Meisterwerk in leisen Tönen 26. August 2012
Von Hanna91 TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch beschreibt die Geschichte einer Gruppe Japanerinnen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem Schiff nach Amerika übersetzen, um dort ihnen über eine Heiratsvermittlung angepriesene Japaner zu heiraten. Statt wohlhabenden, attraktiven Männern erwartet die meisten jedoch harte Feldarbeit oder der Status eines Dienstmädchens. Jede Japanerin versucht auf ihre Weise, sich an das neue Land und die neuen Lebensumstände zu gewöhnen. Nach dem Angriff auf Pearl Harbour und der folgenden Internierung sind sie jedoch gezwungen, alles erneut aufzugeben.

In leisen Tönen beschreibt Julie Otsuka eindrucksvoll das Schicksal japanischer Einwanderinnen. Ihre Träume und Hoffnungen werden ebenso greifbar wie die anschließende Ernüchterung und ihre Versuche, sich in dieser gänzlich fremden Welt zu orientieren und einzurichten. Aufgeteilt ist das Buch daher auch in verschiedene Abschnitte, die den Weg der Japanerinnen einteilen. Von der Schiffspassage über die erste Nacht mit ihren neuen Männern, ihrer neuen Arbeit, der ersten Schwangerschaft und dem Aufziehen der Kinder bis hin zum Ausbruch des Krieges und der Internierung wird ihr Schicksal umfassend beschrieben.

Ganz besonders hervor sticht der Schreibstil Otsukas. Das Buch ist aus der Schicht einer ganzen Gruppe Japanerinnen geschrieben, die sich auf dem Schiff auf dem Weg nach Amerika kennen lernen. Ihre Geschichte wird nicht pauschalisiert, sondern die Verschiedenheit ihrer Wege herausgestellt, denn auch wenn viele Schicksale sich ähneln, so hat doch jede von ihnen ihre ganz eigene Geschichte erlebt. Viele Sätze beginnen daher mit „die meisten von uns“ oder „einige von uns“. Mit dem Satzbeginn „eine von uns“ werden aber auch Aspekte einer individuellen Geschichte in den Vordergrund gestellt. Hier schließt sich in Kursivzeichen auch oft ein Kommentar der Betroffenen an, der in diesem Moment die einzelne Person für den Leser greifbar macht.

Im Anhang findet sich eine lange Liste mit Quellen, die Otsuka für ihre Recherche verwendet hat. Dies schlägt sich im Buch wieder, es macht einen sehr fundierten und recherchierten Eindruck. Otsuka hat versucht, nichts zu beschönigen, nichts zu verschweigen und einen möglichst realistischen Einblick zu schaffen. Dies ist ihr meiner Meinung nach gut gelungen.

Insgesamt hat Otsuka mit „Wovon wir träumten“ ein beeindruckendes Werk über das meist traurig und nachdenklich stimmende Schicksal japanischer Einwanderinnen geschaffen, in dem aber stets ein Funken Hoffnung erhalten bleibt. Durch ihren besonderen Schreibstil zieht sie den Leser in den Bann der Geschichte und konnte mich voll überzeugen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Buch
Die Ware ist in Ordnung und gefällt mir gut. SIe ist so wie ich es erwartet habe. Alles ist gut..
Vor 1 Tag von Heino Pöppelmann veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Es hat mich enttäuscht
Ich habe eine tiefere Literaturwerk erhofft. Ich bin leider ziemlich enttäuscht. Die Erzählung in erste Person Plural ist zwar interessant aber die Geschichten der Frauen... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ms veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Es war Zeit aufzubrechen.......
...... und nach einer beschwerlichen Reise übers Meer endlich dem erträumten Ehemann gegenüber zu treten. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von "Kaktusblüte" veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Merkwürdig - bemerkenswert würdig!
Das ist einer der merkwürdigsten Romane, die ich je gelesen habe! Ein Roman? Mehr doch wohl eine sorgfältig recherchierte Historiengeschichte. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dr. Rolf Spangenberg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eines der schönsten Bücher...
Eines der schönsten Bücher, das ich je gelesen haben. Der Aufbau des Buches war für mich etwas ganz Neues. Wunderbar gelungen!
Vor 2 Monaten von Nora W. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein echter Wurf
Eine feine Prosa ist Julie Otsuka da gelungen. Und sie wagt, wagt viel und gewinnt. Im Grunde ein Kurzroman (oder eine längere Novelle), verzichtet die Autorin auf eine... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Gavin Armour veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Keine Spannung!
Nachdem das Buch so viel Lob eingeheimst hatte, wollte ich es unbedingt lesen. Ich muss mich jedoch den beiden Rezensenten anschließen, die von der Geschichte nicht so... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von sabine veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hoffnung
In diesem Roman wird eine wahre Geschichte über eine Gruppe von Japanerinnen erzählt, die nach Amerika reisen, in der Hoffnung auf ein gutes Leben. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Lia1962 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Was aus Träumen wird
Fernöstliche Literatur steht nicht im Vordergrund meines Lesens.
Dieses Buch jedoch hat mich total fasziniert. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von theresia veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wovon wir träumten
Ein Buch, dass die ganze Problematik der damaligen Zeit aufzeigt. Zum Nachdenken, wie das heute gehandhabt wird. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von tst veröffentlicht
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