Ich kann mich, was das Loben dieses Buches anbelangt, meinem Vorredner nur anschließen. Ein erstklassiges, ein wichtiges Buch. Es ist informativ und spricht gleichzeitig die Gefühle an. Ich muss zugeben, dass ich besonders bei Geschichte von der Mutterkuh, deren Kalb geschlachtet wurde, hemmungslos geheult habe. Es geht da um eine Kuh, die wohl den Abtransport ihres Kälbchens miterlebt hat, und anschließend stets an den Ort zurückkehrte, an dem sie ihr Kind zum letzen Mal gesehen hatte. (Muss man wirklich Kalbfleisch essen? Bestimmt geht es auch ohne.)Ich kenne durchaus Leute, die entweder ihren hemmungslosen Fleischkonsum oder auch ihren eigenen würdelosen Umgang mit dem Tier mit der Behauptung rechtfertigen, diese Tiere würden über keinerlei Emotionen verfügen. Mitunter sprechen sie ihnen sogar die physische Leidensfähigkeit ab. Schön ein starkes Stück. Bücher sind diese da nötig, um endlich für Aufklärung zu sorgen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die Leidensfähigkeit und auch die Intelligenz von Tieren zu verbreiten. Moralisch verwerfliches Verhalten und Vorurteile basieren oft auf Unwissenheit. Es wird Zeit, mit alten Vorstellungen über Tiere aufzuräumen, und sie endlich als das zu begreifen und zu behandeln, was sie sind: empfindungsfähige, liebenswerte Geschöpfe, die ebenso wie wir ein verdammtes Recht darauf haben, ihren Bedürfnissen entsprechend auf diesem Planeten zu existieren.Das kann doch nicht zu viel verlangt sein.Um das zu erreichen, muss noch nicht mal zwangsläufig Vegetarier werden.Wie auch immer, um etwas zu bewegen, ist eins wichtig: Die Unwissenheit durch Aufklärung zu beenden, wie bei allen anderen gesellschaftlichen Angelegenheit auch. Und dazu trägt dieses Buch auf eine doch einzigartige Weise bei, und allein das kann nicht genug gelobt werden.