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Und in diesem Buch schildert sie all das, was das Handwerk ausmacht. Wie man Figuren und Schauplätze erfindet, wie ein Plot entsteht und sich entwickelt, wo ein Roman anfängt oder anfangen kann, Erzählperspektive und Erzählsprache, Dialog und vieles mehr. Das wird nicht trocken vorgestellt, sondern an Beispielen und die Autorin zählt nicht zu denen, die glauben, es gebe eine und nur eine Art, einen Roman zu schreiben, sie betont auch immer wieder, dass das, was sie über das Handwerk schreibt, ihre persönliche Erfahrung ist und kein Dogma, an dass sich jeder Autor halten muss. Statt einer Methode stellt sie immer mehrere Möglichkeiten vor und am Schluß sollte der Leser einen reich gefüllten Werkzeugkasten haben, aus der er auswählen kann.
Georges Buch zeigt auch, was für ein Aufwand es ist, einen Roman zu schreiben, wie oft die Autorin dabei Selbstzweifel plagen, ob sie überhaupt gut genug ist und dass Beharrlichkeit für einen Autor fast noch wichtiger ist als Talent.
Besonders ihre ausführliche Schilderung, wie man Romanfiguren entwirft und aus ihnen den Plot entwickelt, sollte jeder, der einen Roman schreiben möchte, genau studieren. Denn die meisten Anfänger wissen bei weitem zu wenig über ihre Figuren und scheitern deshalb irgendwann beim Schreiben oder ihre Texte sind lahm wie ein alter Ackergaul.
Vielleicht ist das Buch nicht so leicht zu lesen, wie Freys Texte, wie man (angeblich) verdammt gute Romane schreibt, dafür ist es aber erheblich brauchbarer und frei von Scheuklappen und Dogmatismus.
Fazit: Dieses Buch gehört auf das Bücherbord jedes Schreibanfängers und auch arrivierte Autoren werden eine Menge daraus lernen.
(c) Hans Peter Roentgen
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