Natürlich ist es immer so eine Sache bei Bands wie Anthrax, welche nahezu über Jahrzehnte in allen ihren Phasen neue Fans hinzu gewonnen, aber auch altgediente verloren haben.
Hauptsächlich teilen sich die Lager wohl in John Bush- und Joey Belladonna-Jünger auf.
Ich selbst bin 36 Jahre alt, und mit Spreading The Disease, State of Euphoria und Among the Living aufgewachsen, weshalb ich eindeutig Belladonnasympathien hege. In meinen "Ohren" ist John Bush ein hervorragender Metalsänger, Sound of white noise war mit Sicherheit noch ein tolles Album, allerdings denke ich, dass er es nie schaffte, diese grossen Emotionen zu transportieren, wie es Belladonna nun auf Worship Music tut. Das aktuelle Album ist ein modernes Metalalbum mit klassischen Bestandteilen, Joey`s Stimme ist ein wenig tiefer als gewohnt, doch, wie ich denke genau passend für diese 13 Tracks, welche heavy, immer wieder überraschend und mit grossen Refrains gerade zu gespickt sind. Den neuen Veröffentlichungen alter Recken wie Megadeth oder Metallica, war ich eher kritisch gegenüber gestanden, Worship Music hingegen ist für mich ein Volltreffer. Volle Punktzahl.