In diesem 1903 erschienen Buch legt Rilke seine Ansichten über Malerei und insbesondere Lanschaftsmalerei nieder, und dies am Beispieler von fünf Künstlern, die in Worpswede, dem kleinen Heidedorf am Moor eine kleine avantgardistische Elite der deutschen Malerei bildeten und in freier Gemeinschaft lebten. In Worpswede war es auch, dass Rilke seine spätere Frau, Clara Westhoff-Rilke, Bildhauerin, kennenlernte.
Rilke geht in diesem Buch genauer ein auf: Fritz Mackensen, Otto Moderson, Fritz Overbeck, Hans am Ende und Heinrich Vogeler. Die dem jeweiligen Maler gewidmeten Kapitel bestehen aus vielen Abbildungen der Gemälde und Skizzen, teilweise in schwarz-weiss, teilweise aber auch bunt, sowie Rilkes einfühlsamer Schilderung der Bilder und der Ideen der Maler.
Meines Erachtens ist dies das allerschönste Werk, um sich in die geistige Verfassung der Worpsweder Gemeinschaft einzufinden, aber auch ein herrliches Werk, möchte man einiges von Rainer Maria Rilke zur Landschaftsmalerei der Jahrhundertwende lesen und dazu die Bilder betrachten.
Sehr lesenswert.