Das sind die ersten Worte, die John Kevill auf der nun 3. Warbringer Scheibe brüllt, die man definitiv nochmal als Steigerung bezeichen kann. Zwar hört man sofort das Kreator und Exodus zu den großen Vorbildern der Jungs gehören, aber dennoch ihren eigenen Stil haben, den sie einen hier gehörig um die Ohren hauen.
Was mir persönlich direkt aufgefallen ist, dass der Sound wieder etwas ranziger geworden als auf dem Vorgänger ist. Er bleibt aber dennoch schön Transparent also gewissermaßen das beste aus "War without End" und "Waking Into Nightmares".
1. Living Weapon : Mit Living Weapon startet direkt die erste Abrissbirne die definitiv auch zu " Waking Into Nightmares" gehören könnte. Die Gitarre erinnert teilweise an Exodus' Tempo of the Damned Zeiten. Feiner Opener der Lust auf mehr macht.
2. Shattered Like Glass: Starker Bass! Wie eigentlich auf dem ganzen Album. Die Temposchraube wird etwas angezogen und im Mittelteil wieder abgebremst.
3. Wake Up... Destroy: Hier herrscht etwas mehr Midtempo. Ein Schöner aber hammerharter Groove zieht sich durch den Song und macht richtig Laune.
4. Future Ages Gone: Um einiges melodischer als die vorherigen Songs mit zwei super Solos zum Schluss.
5. Savagery: Melodisches Bassintro was in den bisher schnellsten Riffgewitter des Albums ausbricht mit schön groovigem Soli. Das Wah Pedal ist bei den meisten Solos sehr präsent aber nach meinen Geschmack nie zu übertrieben.
6. Treacherous Tongue: Zuerst wieder ein schnelles Riffgewitter und im Mittelteil ein wunderbar melodisches Solo. Zum Abschluss gibts nochmal ein wahnsinns Basssolo. Definitiv zu kurz.
7. Echoes from the Void: Beklemmendes akustisches Gitarrenintro. Erinnert an "At the Crack of Doom". Nach der kurzen Verschnaufpause kriegt man wieder das volle Brett, wartet aber im Mittelteil wieder mit einen melidiösen Gitarrensolo auf. Zum Ende hin wirds nochmal groovig. Deifinitiv einer der vielfältigsten Songs.
8. Enemies of the State: Kompromissloser Thrasher. Beim Solo wird das Tremolo ordentlich a la Gary Holt in Mitleidenschaft gezogen.
9. Behind the Veils of Night: Grandioses Instrumental! Akustische Gitarren mit E-Gitarre als Lead im Hintergrund. Sogar eine schönes Klavier ist mit dabei. Die Luft bleibt aber stehts sehr dünn.
10. Demonic Ecstasy: Hier geben Warbringer nochmal alles. Bis zum mittelteil sehr Blackmetal lastig. Anschließend nochmal sehr schnell, bis es zum ende hin nochmal richtig herrlich groovt und die Gitarren wiehern. Ein würdiger Abschluss.
Als kleiner Leckerbissen gibt es bei der Limited Edition auch noch zwei gelungene Cover von Bathorys "Sacrifice" und "Execute them all" von Unleashed.
Ausserdem noch einen netten Patch für die Kutte (falls vorhanden) und ein Code für zwei gratis Live songs von Warbringer.
Fazit: "World Torns Asunder" ist wohl in der Tat keine Weltneuheit. Es sei allerdings gesagt, dass man hier kreativen und abwechslungsreichen Thrash in feinster Manier bekommt. Musikalisch sind die Jungs besser drauf als einige alte Veteranen und klingen immer noch unfassbar wütend. Warbringer scheinen gerade erst richtig warm zu werden und wer weiß... wenn alle alten Bands in Ruhestand sind gehören vllt. sie zu den ganz großen.