19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die rote Flut, 22. April 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: World in Conflict (Uncut) (DVD-ROM) (DVD-ROM)
Reichlich spät aber trotzdem hier meine Rezension zu World in Conflict
Story:
Die Entspannung zwischen den Supermächten der Nachkriegszeit hat nie stattgefunden. Statt dessen überfällt die UdSSR zunächst Westeuropa und unternimmt später einen Landungsversuch an der Ostküste des nordamerikanischen Kontinents. Mit Hilfe zumeist unzureichender Einheiten gilt es den übermächtigen Feind zumindest aufzuhalten wenn nicht sogar zurückzuschlagen. Als Offizier Parker nimmt man an der Seite zweier weiterer Offiziere und unter Leitung von Colonel Sawyer Teil an Operationen in Westeuropa, Nordrussland und dem Osten der USA.
Spielkonzept:
Strategiespiele haben sich in den letzten Jahren in verschiedene Richtungen entwickelt. War es einstmals Pflicht die eigene Basis auszubauen, Rohstoffe zu sammeln, zu forschen und Einheiten zu bauen, so hat sich in den letzten Jahren ein Subgenre entwickelt, welches den Fokus mehr auf das eigentliche Spiel richtet ohne Basisbau. Das mag dem einen gefallen und dem anderen nicht. Ich persönlich bin da eher Traditionalist und möchte mich auf meine im Hinterland gut geschützte Basis verlassen können. Dieses Prinzip verbietet sich jedoch schon allein auf Grund des Szenarios.
Zunächst startet man die Mission entweder mit einer festgelegten Streitmacht oder man verwendet ein Budget an Punkten für die Beschaffung von Einheiten, die kurze Zeit später per Lufttransport eingeflogen werden. Werden Schlüssel- bzw. Bonusziele erreicht, gibt es Verstärkung. Gehen Einheiten verloren, werden die zum Kauf verwandten Punkte gutgeschrieben.
Je nach Verlauf der Frontlinie wird die Absetzzone erweitert was lange Wege zum Kampfgeschehen stark verkürzen kann.
Einheiten gewinnen im Laufe des Kampfes zudem an Erfahrung die sich deutlich in der Effizienz niederschlägt.
Die verschiedenen Waffengattungen sind, im Rahmen des taktischen Anspruches dieses Spiels, sehr fein untergliedert und meiner Meinung nach absolut korrekt nachgebildet. Es gibt weder nutzlose noch übermächtige Einheiten.
Die Fähigkeiten der Einheiten wurden zwar nicht bis ins kleinste Detail nachgebildet, jedoch fanden grundsätzliche Stärken, Schwächen und Besonderheiten Ihre Berücksichtigung, so daß die Balance zwischen Komplexität und Spielbarkeit bzw. Spielspaß optimal ist.
Zusätzlich kann man als Kommandeur auf Unterstützung durch Kampfunterstützungstruppen wie die Luftwaffe und Artillerie zurückgreifen. Dies geht bis zum Teppichbombardement welches unglaublich beeindruckend dargestellt wird.
Hauptkampagne Einzelspieler:
Mein erster Eindruck beim Spielen des im Nachhinein sehr zu empfehlenden Tutorials war Was soll das für eine Steuerung sein?
War man es bis dato gewohnt nur mit Hilfe der Maus die Karte zu erkunden, so übernehmen hier vorzugsweise die Richtungstasten oder der WASD-Block diese Aufgabe. Das Schwenken der Kamera in der Vertikalen und Horizontalen sowie das Zoomen regelt die Maus. Das ist gewöhnungsbedürftig aber nach kurzer Lernphase völlig unproblematisch.
Die Missionen steigern sich in Punkto Komplexität und Schwierigkeitsgrad kontinuierlich, wobei die sehr gelungenen Aufträge vor allem auch wegen der häufigen situationsbedingten Änderungen durchaus realistisch bleiben. Überhaupt sind die Missionsinhalte jederzeit plausibel und realitätsnah. Die Story selbst wird packend, und mit Hilfe von diversen parallelen Nebenhandlungssträngen auch aus menschlicher Sicht, packend erzählt. Die einzelnen Protagonisten gewinnen so im Spielverlauf immer mehr an Charakter.
Spielspaß.
Es gibt im Laufe der Missionen nur wenig Zeit zum Atemholen. Ganz wie in der Realität gilt es schnell zu reagieren, Schwächen zu nutzen und taktische Vorteile wahrzunehmen. Je nach Zusammensetzung der eigenen Streitmacht ergeben sich immer neue Lösungswege (dies spiegelt sich übrigens auch in den diversen Lösungen wieder).
Letztendlich soll das Spiel unterhalten und fordern was es in ganz herausragender Art und Weise auch tut. Einzige Schwäche ist das für ein RT-Strategiespiel sehr enge Missionsskript. Da sich bestimmte Abläufe in jedem Fall immer wieder gleich abspielen, kann man unter Nutzung der Speicherfunktion schon vorher entsprechend reagieren. Etwas mehr Flexibilität wäre hier schön gewesen.
Technik:
Die Grafik ist hervorragend gelungen. Bei maximaler Zoomstufe würde sie durchaus für einen Egoshooter ausreichen. Das alles läuft auch auf Mittelklasse Systemen sehr zufriedenstellend.
Der Sound ist, vor allem im Detail bei z.B. Gesprächen der Soldaten oder in den Zwischensequenzen, ausgezeichnet.
Fazit:
Ein sehr gelungenes Produkt zu einem fairen Preis erhält von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schnelle und unkomplizierte Strategie, auch für Einsteiger geeignet, 29. September 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: World in Conflict (Uncut) (DVD-ROM) (DVD-ROM)
Das Szenario "Was wäre wenn der kalte Krieg eskaliert?" ist sowohl technisch als auch storymäßig klasse umgesetzt worden. Wo Licht ist, ist allerdings auch Schatten.
1. Installation:
Das Spiel wurde in enger Zusammenarbeit mit NVidia entwickelt mit dem Vorteil, dass Grafikkarten der GeForce-Reihe ohne größere Probleme mit dem Spiel zusammenarbeiten. Bei der von mir verwandten ATI Karte hatte das Spiel jedoch Probleme mit den aktuellsten Catalyst Treibern (7.9). Der Bildschirm wurde schwarz um kurz danach den Desktop wieder anzuzeigen. Dank des guten Supports im Entwicklereigenen Onlineportal massgate.net war die Lösung schnell gefunden: ATI-Besitzern rate ich, bis zum Patch zunächst beim älteren Catalyst 7.8 zu bleiben.
2.Hardwareanforderungen:
Grafisch ist das Spiel auf dem neuesten Stand (DirectX 10-Unterstützung), sofern man die entsprechende Hardware vorweisen kann. Besitzern von älteren Rechnern (so auch mir) wird jedoch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten (Shaderlevel, Auflösung der Texturen, Zerstörungseffekte der Landschaft usw.) geboten, um den Hardwarehunger ein wenig zu zügeln. Selbst auf meinem XP 2800+ mit Radeon 1650pro läuft das Spiel auf mittlerer Detailstufe angenehm flüssig und sieht dabei noch grandios aus.
3. Einzelspieler:
Der Spieler schlüpft in die Rolle des amerikanischen Soldaten Parker. Der vorgegebene Name beeinträchtigt die Identifikation mit der Person aber nicht im geringsten. In Zwischensequenzen wird der Avatar lediglich von hinten oder der Seite gezeigt, so dass genug Freiraum bleibt, sich sein Aussehen selbst auszumalen. Ein Wechsel auf Seiten der Russen erfolgt im übrigen nicht (vielleicht hat man sich das ja auch für ein Addon aufgehoben?).
Die Story selbst wird im Stile einer Hollywoodproduktion erzählt. Die Ingamegrafik und die die durch sie möglichen beeindruckenden Effekte passen sich nahtlos in das Spielgeschehen ein. Eine Menge unterschiedliche Charaktere (der ewige Pechvogel, ein ständig fluchender Colonel, die daheimgebliebenen Ehefrauen usw.) ziehen einen schnell in ihren Bann. Das Prinzip des schnellen Schnittes findet sich auch im Missiondesign wieder. Zeit zum Ausruhen hat man kaum; die einzelnen Missionen strotzen vor überraschenden Wendungen. Hinzu kommt, dass es keinen langwierigen Basisbau gibt. Einheiten werden aus einem Budget sog. Verstärkungspunkte finanziert und per Luftlandeeinheiten direkt in die Kampfzone geliefert. Der Spieler kann sich also voll und ganz auf seine Einheiten konzentrieren.
4. Multiplayer:
Das eigentliche Herzstück des Spiels ist der Multiplayerteil. Die Entwickler haben hierfür eine eigene Onlineplattform entwickelt, die keine Wünsche offenlässt. Wer's gern hochdekoriert hat, erhält für vollbrachte Leistungen Medaillen, die gut sichtbar auf dem Profil für alle dargestellt werden. Daneben gibt es natürlich auch das obligatorische Ranking System mit allerlei Infos (Kill/Death-Ratio, Gesamtspielzeit in einzelnen Rollen usw.). Einzelne Rollen? Genau. Dem Spieler stehen vier verschiedene Einsatzrollen zur Verfügung (Panzer, Infanterie, Lufteinheiten und Unterstützung). Je nach gewählter Rolle stehen dem Spieler unterschiedliche Einheiten zur Verfügung. Da die Gefechte auf dem Papier-Schere-Stein-Prinzip basieren und man ohne die anderen Rollen grundsätzlich immer wehrlos gegen irgendwen/irgendwas ist, sollte eigentlich der Teamaspekt in den Vordergrund gerückt werden. Das klappt auf den Public-Servern leider nicht immer und ist insbesondere für die Gelegenheitsspieler ärgerlich, denen ein Engagement im Clan etwas zu aufwändig ist. Trotz dieses kleinen Wehmutstropfens kann ich das Spiel im Mehrspielermodus uneingeschränkt empfehlen.
5. Fazit:
Die Rezension gibt meine Meinung wieder. Ich habe insbesondere die Dinge angesprochen, die mir aufgefallen sind. Für tiefergehende Infos empfehle ich das Studium diverser im Internet zugänglicher Rezensionen der Spielemagazine.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandios umgesetzt!, 28. September 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: World in Conflict (Uncut) (DVD-ROM) (DVD-ROM)
Schon in einigen Previews und Tests konnte ich herauslesen, das World in Conflict etwas ganz Besonderes werden würde. Und so ist es auch gekommen:
Eine grandiosere Grafik, eine solch einfache und doch geniale Spielweise habe ich noch bei keinem RTS-Game erlebt. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, mit seinen Fahrzeugen durch den Sand zu heizen, damit dann die Straßen dreckig zu machen und Feinde zu eliminieren. Während über einem ein Verbündeter mit seinen Hubschraubern Verstärkung und Deckung gibt.
Die Explosionen sind wohl das Realistischste, was ich je in solch einem Spiel sehen durfte. Ich spiele selbst gern RTS-Titel wie Supreme Commander oder Command&Conquer 3 oder Company of Heroes, doch dieses Spiel schlägt wieder ein anderes Kapitel auf. Jedes dieser Spiele besticht durch seine eigenen Vor- und Nachteile. Und World in Conflict hat es in der Form noch nicht gegeben.
Meine Empfehlung: Eine LAN-Party mit ~10-16 Teilnehmern, Essen & Trinken, und World in Conflict. Mehr braucht man nicht.
Ein TOP-Game, wirklich zu empfehlen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein