Der Aschenbringer. Es gibt wohl kaum mehr Gerüchte um eine Waffe in dem Spiel "World of Warcraft" und die dazu gehörende Hintergrundgeschichte, als um das Schwert des Alexandros Mograine. Und dieser Comic liefert die Geschichte um das legendäre Schwert.
Ich mag meinen Vorrednern widersprechen müssen, wenn behauptet wird, dass zuviele zeitliche Lücken in der Geschichte zu finden sind. Ja, es stimmt, dass hier und da mal ein paar Jahre übersprungen werden, jedoch dreht sich der Hauptaspekt der Geschichte nicht um die Träger des Aschenbriners, sondern um das Schwert selbst. Es mögen zwar einige Punkte fehlen, z.B. was auf Draenor geschehen ist, wie das dunkle Portal verschlossen wurde,etc. Jedoch, so banal es klingen mag, es hat einfach nichts mit dem Schwert zu tun.
Zustimmen muss ich jedoch dem Punkt, dass die Charaktere nicht wirklich gründlich vorgestellt wurden. Im Grunde erfährt man nur wirklich etwas über die Geschichte von Darion und Renault, über Alexandros Mograine selbst und alle anderen Nebencharaktere erfährt man so gut wie garnichts, außer vielleicht, dass sie der Silbernen Hand und ihren Splittergruppierungen angehören. Hier hätte man zumindest etwas mehr Tiefe aufzeigen können - selbst eine kleine Blase mit "<Name>, <Funktion>" wäre ausreichend gewesen.
Der Zeichenstil des Comics überzeugt mich durchgehend. Er ist zwar farbenfroh, verbreitet dennoch eine etwas düsterere Atmosphäre. Die Charakterzeichnungen und Umgebungen sind auch klasse. Wirklich negativ fallen nur die originalen Cover zwischen den einzelnen Issues auf (das Original war auf vier Comics aufgeteilt), denn sie entsprechen absolut garnicht dem eigentlichen Zeichenstil des Comics, nur das letzte Cover reiht sich noch halbwegs ein.
Wer Lust auf einen richtig schönen Comic hat und sich etwas mit der Hintergrundgeschichte zu World of Warcraft auskennt, dem möge ich das Comic wahrlich empfehlen. Für den Rest ist es immernoch ein optisch ansprechender, geschichtlich aber verwirrender Comic.