Ich kann Herrn Barowski nur recht geben, dass dieses Buch unter seinen Möglichkeiten bleibt. Allgemein sind die reinen WoW-Bücher durchweg schlechter als die von WarCraft, die zwischen 2002 und 2005 erschienen, was auch daran liegt, dass sowohl die Übersetzung von Mick Schnelle ein kunterbunter Mischmasch von Denglisch ist - ich weiß nicht, warum er nicht einfach mal eine Linie fährt? - als auch die Bücher die Geschichten mit einem zu schnellen Tempo nicht ausreizen. Da blieben bei Strom der Dunkelheit schon die ganzen Helden relativ blass, hier springt man quer durch die Zeiten von Arthas Kindheit bis zur Zeit der Ereignisse vor Wrath of the Lichking.
Das Grundproblem, was auch schon Herr Barowski ansprach, ist aber dies, dass damals in WC 2 die Helden noch recht ohne Profil waren und erst im Nachhinein zu dem gemacht worden, was sie heute sind, aber bei WC 3 der Fokus so auf den Helden lag, dass man im Prinzip im Buch WarCraft 3 nochmal genau nachliest. Dann lieber gleich das bis heute beste Fantasy-RTS kaufen und spielen, da hat man mehr Spaß als beim Lesen dieses Buches. Wirklich interessant sind hier nur zwei Dinge, nämlich die Vorgeschichte rund um Arthas und Jainas Liebelei sowie das Ende, als man erfährt, was nun beim Lichkönig und seinen zwei Seelen genau geschah nach der Verschmelzung. Den Rest erspiele ich mir lieber zum xten mal bei WC 3 und Frozen Throne.
Ein Buch für WoWler, die sich teilweise für die Story interessieren, aber keine Interesse an einem RTS wie WC 3 sowie tiefgängigen und schwer zu lesenden Fantasyromanen haben.