93 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Viel Neues - aber leider nur auf den ersten Blick..., 19. April 2007
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: World of Warcraft AddOn - The Burning Crusade (Computerspiel)
Zum Hauptspiel" World of Warcraft ist ja bereits genügend gesagt worden, ich beziehe mich in meiner Rezension jetzt ausschließlich auf das Add-On Burning Crusade". Wie so oft hat Blizzard mal wieder vieles richtig gemacht, viele gute Ideen verarbeitet, um dem angstaubten WoW (immerhin mittlerweile zwei Jahre alt!) wieder etwas frischen Wind zu geben. Aber Blizzard hat leider auch einiges (meiner Meinung nach) falsch gemacht, was man hätte vermeiden können. Im Einzelnen die wichtigsten Punkte:
1. Die Anhebung der Levelgrenze auf 70 bringt wieder neuen Schwung ins Spiel. Der Charakter kann noch weiter ausgebaut werden, neue Skills, neue Talente, usw. Das ist soweit erstmal ziemlich klasse, bringt aber an sich auch nichts wirklich neues, da die neuen Talente ja bereits mit dem Patch 2.0 eingeführt wurden. Aus der Anhebung der Levelgrenze ergibt sich sofort Punkt 2:
2. Neue Gegenstände, passend für die Stufen 61-70. Bereits in den ersten Quests in der neuen Scherbenwelt bekommt man als Questbelohnung grüne (!) Items, die um ein vielfaches besser sind, als die bisherigen alten" Gegenstände und Rüstungen. Hier hat sich meiner Meinung nach Blizzard etwas zu weit vorgewagt. Der Sprung von den alten Standard 60er-Items zu den neuen Scherbenwelt-Items ist einfach zu krass. Bereits mit Stufe 61 hat das gute alte (mühsam in ewigen Stratholme- und Scholo-Runs erbeutete) T0-Set ausgedient, spätestens mit Stufe 64 ist das T1 und mit Stufe 68 auch das T2-Set wertlos. Das ist extrem ärgerlich, da ich mich jetzt frage, wieso ich monatelang (!!!) in MC und BWL gegangen bin, wo ich jetzt deutlich bessere Items quasi nachgeschmissen bekomme. Und auch der Unterschied der 61er zu den 70er-Items ist viel zu groß geworden, die Stats derjenigen Items, die man z.B. in den 70er-Instanzen erbeutet sind oftmals doppelt (sic!) so hoch, wie die alten grünen Klamotten. Und da kann doch mit dem Balancing irgendwas nicht stimmen! Selbst das T3-Set aus Naxxramas (bisher nahezu unbezwingbare, nur den HighEnd-Profi-Gilden vorbehaltene Instanz!) ist nun nichts mehr wert.
3. Neue Quests: Nunja, an den Quests selbst hat sich nicht wirklich viel geändert: Sammel 10 davon, töte 15 hiervon, eskortiere XYZ nach ABC, usw. Zwar gibt es einige sehr interessante Quests, die durchaus einige tolle neue Ideen reinbringen, aber in der Masse, sind es doch immer noch die gleichen Töte-Sammel-Eskortier-Quests wie bisher. Immerhin gibt es in der Scherbenwelt reichlich davon, man hat immer was zu tun :-)
4. Neue Instanzen: Hier hat sich allerdings einiges getan. Blizzard ist endlich weg von den ewig langweiligen Tank-and-Slay"-Bossen (Krieger tankt, Priester heilt, restliche Gruppe macht Schaden, Boss tot, fertig) und hat viele, viele schöne neue Ideen eingefügt. Viele Bosse in den neuen Instanzen haben überraschende Spezialfähigkeiten oder lustige Gimmicks, die die Gruppe wesentlich mehr fordern als bisher. Das bringt Spannung und Abwechslung ins Spiel. Auf der anderen Seite stimmt (wieder mal) das Balancing nicht immer. Manche Bosse sind auch mit einer perfekten Sufe70-Gruppe praktisch unbesiegbar, man beisst sich in endlosen Runs immer wieder die Zähne an ihnen aus und gibt schließlich frustriert auf. Das darf eigentlich nicht passieren. Ich mag anspruchsvolle und schwierige Gegner, aber irgendwo sollte man doch auch als Durchschnitts-Gelegenheits-Spüieler" eine Chance haben, den Boss zu besiegen, oder?
5. Zwei neue Völker. Draenei und Blutelfen mit jeweils neuen Startgebieten. Was auf den ersten Blick faszinierend und großartig wirkt, ist letztlich doch nur eine Mogeklpackung. Denn ausser dem Aussehen der beiden neuen Völker (und dabei sehen die Blutelfen den Nachtelfen sehr, sehr ähnlich!) hat sich nix getan, keine neuen Klassen, keine neuen Fertigkeiten. Allerdings sind die beiden neuen Startgebiete sehr gut gelungen, sehr schön, innovativ, beide Völker mit ihrer eigenen unverkennbaren Architektur. Besondes die beiden Haupstädte sind absolute Hingucker, sehr bunt, sehr schön, faszinierend! Aber das wars dann leider auch schon. Ab Stufe 20 heissts doch wieder: Ashenvale, Sumpfland, Redridge-Gebirge, usw.... die ganzen Quests zum zehnten mal ablaufen... Einige neue (auch höherstufige) Gebiete hätten hier nicht geschadet....
6. Fliegende Reittiere: Tja, um in den Genuß eines solchen zugegebenermaßen sehr schicken Vogels zu kommen, muss man erstmal 1000 Gold (!) zusammenfarmen... das dauert eine Weile. Aber gut, wem's Spass macht... Auf der anderen Seite ist es eine absolute Frechheit, dass ein solches Flugtier Pflicht.-Voraussetzung für einige der High-Level-Instanzen ist! Ohne so ein Tier bleibt dem Spieler ein nicht unerheblicher teil des Spiels komplett verschlossen. Wer also bisher keinen Spaß am Gold-Farmen hatte, der wird hier ganz schön zu knausern haben. Davon mal abgesehen ist das Flugtier langsamer als die alten" Epic-Reittiere!
7. Neuer Beruf: Juwelenschleifer: Okay, das war mal eine sehr schöne Idee. Endlichg gibt es auch Halsschmuck und Ringe für Low-Level-Charaktere. Ansonsten ist der Beruf wie jeder andere in WoW auch: am Anfang schnell leveln, Riesen.-Spass, ab Stufe 220 etwa werden (wie in allen anderen Berufen auch) die benötigtem Zutaten so exklusiv, dass man diese entwede wochenlang farmen oder zu Wucherpreisen im AH kaufen muss.... Wie auch immer, eine schöne Idee ist es dennoch :-)
8. Einstellbare Schwierigkeitsgrade der neuen Instanzen. Eine nette Idee, so kann ich auch die 61er-Instanzen mit meinem Stufe 70-Charakter nochmal als echte Herausforderung spielen. Zudem gibt es dort bessere und höherwertige Items, es lohnt sich also wirklich. Auf der anderen Seite frage ich mich, wie ich eine 70er-Instanz auf dem höheren Schwierigkeitsgrad (heroisch") spielen soll, wo ich sie noch nicht einmal im normalen" Schwierigkeitsgrad bezwingen kann (siehe Punkt 4)?
9. Neue Fraktionen: Es gibt zahlreiche neue Fraktionen, bei denen man, wenn man möchte, Ruf farmen kann und sich somit Zugang zu tollen neuen Gegenständen, Rezepten usw. verschaffen kann - ähnlich wie bisher z.B., bei der Argentumdämmerung oder Holzschlundfeste. Gleichzeitig benötigt man aber auch einen bestimmten Ruf, um überhaupt Zugang zu bestimmten Instanzen zu bekommen. Also auch hier bleibt dem Gelegenheits-Spieler ein großer Teil des Spiels verborgen, wenn er nicht tage- und nächtelang für irgendwelche Fraktionen Ruf farmt. Hinzu kommt noch, dass es extrem unübersichtlich ist, mit welchen Gegenständen (Drops bei Monstern) man bei welcher Fraktion Ruf bekommt.
FAZIT:
Insgesamt gibt es sehr viel neues zu entdecken, allein die sieben neuen Gebiete bieten sehr viel Abwechslung und bringen neuen Anreiz ins Spiel. Für Viel-Spieler ergeben sich zudem zahlreiche neue fantastische Möglichkeiten: neue Instanzen, neue Rezepte für den alten Beruf, tolle neue Ausrüstungsgegenstände, fliegende Reittiere, usw. Allerdings bleibt bei all dem der Gelegenheits-Spieler auf der Strecke. Ein Flugmount kommt nicht in Frage, da er es sich schlichtweg nicht leisten kann, viele der neuen Instanzen sind ohne Schlüssel oder Ruf nicht zugänglich. Und wenn, dann sind die Bosse so schwer, dass es mehr frustriert als motiviert. Die beiden neuen Völker bringen zwar etwas mehr Farbe ins Spiel, bieten aber in Wirklichkeit auch nichts wirklich neues. Alles in allem werden (wie immer...) nur die HighLevel-Chars versorgt, Low- und MidLevel-Spieler merken faktisch absolut nix von dem Addon.
Alles in allem eingeschränkte Kaufempfehlung. Für die Vielspieler ist es ein absoluter Pflichtkauf. Den liebgewonnenen Mainchar endlich auf 70 bringen, endlich das Flugmount haben, endlich das T4 und T5 Set anziehen... Und und und... Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos, man ist für die nächsten Monate sicher gefesselt. Für die Gelegenheitsspieler (wie mich) hingegen erweisen sich schnell einige grobe Schnitzer im Gameplay bzw. Balancing als Spaßbremse. Ich komme nicht in die neuen HighLevel-Instanzen, da mir die Vorquests zu aufwändig und anstrengend sind. Nach dem 10. Wipe gebe ich mich dann vor dem Boss doch geschlagen. Wochenlanges Ruf-Farmen ist mir zu langweilig. Die neuen Gebiete bringen nichts wirklich neues, die gleichen alten Quests wie bisher in neuem Gewand. Die neuen Talente kannte ich schon vorher, Stufe 70 ist jetzt auch nicht viel anders als Stufe 60.. Ärgern tue ich mich allerdings über die neuen Items: Monatelanges MC- und BWL-Raiden ist innerhalb von 30 Minuten hinfällig geworden. Unterm Strich also nur 2 Sterne Spaßfaktor, Gesamtwertung 3 Sterne, weil die Vielspieler mit sehr viel neuem High-Level-Content versorgt werden. Leider hat Blizzard wie immer die Gelegenheitsspieler vergessen. Schade, da wäre mehr drin gewesen.
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115 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die letzte Bastion fällt..., 23. Januar 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: World of Warcraft AddOn - The Burning Crusade (Computerspiel)
Im Prinzip hätte ich für meine Rezension auch die Titel 'Enttäuschende Geldmacherei' oder gar 'Nötigung' wählen können, wobei sich dies gar nicht mal so sehr auf den Inhalt des lang erwarteten WoW-Addon bezieht sondern mehr auf dessen Vertrieb. Mir ist klar das bei dem gesamten Hype um dieses Game/Expansion Set so mancher WoW-Jünger nicht zustimmen wird, aber es ist nun mal eine Tatsache das jeder von uns der das original WoW besitzt und Charaktere so eben aus dem Spiel ge'bootet' (~flogen) worden ist. Blizzards Strategie dabei war simpel, die Erhöhung des lvlcaps auf 70 und neue Items welche bereits in grüner Form mächtiger sind als so mancher 'alte Welt' blaue Gegenstand. Die Folge ist das jeder der dieses Addon nicht kauft recht bald nicht mehr viel zu melden haben wird auf seinem Server, dies gilt auch für Epicträger. Es entwertet somit nicht nur das WoW Original sondern macht somit praktisch auch die hunderte an Stunden von farmen, questen und Instanzenruns zunichte.
Der Inhalt des Addons ist nicht aussergewöhnlich; einige neue Instanzen, ein paar neue Mobs, zwei neue Rassen, neue PvP-Systeme, ein neuer Beruf, neue Gegenstände und eben jene Erhöhung des Levels (auch bzgl. der Berufswertung - 375). Ach, und Blizzards Vorstellung von Balancing, nämlich das die beiden neuen Rassen jetzt die ehemals Fraktions einzigartigen Klassen (Paladin/Schaman) nehmen können. Somit geht Blizzard mit diesem Addon ein relativ einfachen und bewährten Weg, einfach von allem ein wenig mehr und die neuen Gegenstände so imba (schlecht balanciert, zu hochwertig) das Leute sich mit ihren alten Chars nicht lange halten werden können. Dies funktionierte ja schon in anderen MMORPG's und natürlich auch dem Addon von Diablo2 'Lord of Destruction'. Mit jedoch zwei gravierenden Unterschieden; zum einen konnte man das klassische Dia2 und dessen Addon unabhängig von einander spielen (Burning Crusade freie Realms gibt es in WoW nicht!) und zum anderen war Dia2/LoD kostenfrei zu spielen im Internet. Was mich zum Kostenaspekt bringt.
'Burning Crusade' lässt sich nicht ohne das original WoW spielen, es ist also kein Standalone Programm, dies an sich ist im Bereich Expansion nichts aussergewöhnliches, aber der Preis mit rund 35¤ ist somit klar überteuert (normal üblich sind ca. 20-25¤). Anzumerken hierbei sei noch das im Gegensatz zum Original-WoW auch kein Freimonat mehr im Addon enthalten ist, immerhin 13¤. Somit würde jemand der jetzt in WoW einsteigt gar 7¤ (es geht ums Prinzip!) mehr zahlen als noch vor zwei Jahren. Oder beispielsweise würde jemand der WoW bisher nicht mehr abonniert hatte, gar 48¤ bezahlen um einen Monat 'Burning Crusade' anzuspielen. Hinzu kommt noch das als monatliche Spielgebühren für MMORPG's in den Anfangstagen dieses Genres eingeführt wurden, die Begründung war das diese Zahlungen für Serverwartung, Anti-Cheat Bekämpfung und -interessanterweise- Weiterentwicklung des Original-Programms seien. Dies wurde dem Spieler allerdings nie garantiert und somit ist es mittlerweile leider gängige Praxis geworden kostenpflichtige Addons heraus zu bringen trotz monatlicher Gebühren, dass macht es allerdings nicht richtig wie ich finde.
Jetzt meinen vielleicht manche ich soll mich nicht so haben und wenn es mir nicht passt kann ich ja das Spiel abmelden. Dem kann ich nur entgegnen das bevor hier Blizzard weitergefeiert wird, sollte man vielleicht bedenken das die non-BC User (wir alle halt!) über die letzten zwei Jahren dieser Firma doch sehr viel Geld eingebracht haben, manche Leute wie ich kaufen gar schon Blizzard Produkte seit D1/WC1 Zeiten, es ist einfach nicht richtig den Leuten die Pistole auf die Brust zu setzen und sie kurzerhand zu nötigen etwas zu kaufen was sie vielleicht gar nicht interessiert oder wichtiger noch wenn sie gar noch mit dem alten Programm zufrieden waren. Daher auch mein Titel mit der 'letzten Bastion', denn das Blizzard guter, alter Zeiten hätte Spielern wohl noch einige BC-freie Realms zur Verfügung gestellt, weshalb sie dies nicht taten ist wohl offensichtlich. Daher sollten sich alle Blizzard Fanboys mal überlegen ob das wirklich noch die alte, beliebte Spieleschmiede vergangener Tage ist und nicht einfach ein George Lucas Pendant welches mit simplen Erweiterungen probiert den letzten Cent aus seinen süchtigen Jüngern herauszuquetschen.
Das nächste Addon ist jedenfalls schon in Arbeit und den Inhalt kann man bereits jetzt vorher sagen; mehr Instanzen, neue Mobs, neue imba Items, neue Rassen und das lvlcap auf 80.
So, zum Abschluss noch kurz: Ich bin nicht ein WoW-Hasser, im Gegenteil, ich halte es zwar nicht unbedingt für das beste Spiel aller Zeiten aber für ein durchaus gutes, solides Spiel, welches mir doch sehr lange viel Spass gemacht hat. Deswegen auch vier Sterne für den Inhalt des Addons, welches WoW zwar erweitert aber halt auch nichts wirklich neues oder gar innovatives ins Spiel einbringt. Fürs Marketing und den Gesamteindruck des WoW Franchise gibts von mir allerdings nur noch 2.5 Sterne.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut geworden, hätte aber besser werden können, 19. April 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: World of Warcraft AddOn - The Burning Crusade (Computerspiel)
Zum Anfang möchte ich sagen das ich das Suchtpotenzial des Spiels nicht unterbewerten will. Andererseits, jeder ist für sich selbst und seinen Konsum verantwortlich. Ob nun Alkohol, Zigaretten oder WoW spielen. Und Eltern haften immer noch für ihre Kinder, auch wenn ich mir da manchmal nicht mehr sicher bin wenn ich mir anschaue wer alles im Spiel unterwegs ist.
Nun denn, auch ich hatte eine Phase in der ich fast ausschließlich WoW gespielt habe. Dann wiederum fiel mir auf das ich ständig dem Besseren hinterher hinke: Der besseren Ausrüstung, den besseren Spielern und so weiter. Und gerade wenn ich kurz davor war das nächstbessere zu erreichen gab es längst etwas noch besseres. Viele hier und im Spiel beschweren sich darüber, dazu kann ich nur sagen: Leute, ihr habt den Sinn des Spieles oder besser gesagt die Intention der Leute hinter dem Spiel nicht verstanden. Denn so wie täglich 8 Millionen Leute WoW spielen, spielt Blizzard täglich mit den Grundbedürfnissen ebenjener 8 Millionen: Immer mehr sammeln, immer das bessere haben wollen, immer besser sein wollen als die anderen.
Manche werden nun sagen "Ach, auch schon gemerkt?", aber andererseits denke ich das es noch mehr als genug Leute gibt denen eben dies noch nicht ganz klar ist.
Aus dieser vom Sammelwahn gelösten Position kann ich dann auch guten Gewissens sagen das World of Warcraft und The Burning Crusade tolle Spiele sind. Und wenn man sich Zeit nimmt und ein wenig die Hintergrundstory erforscht macht es unglaublich viel Spaß für die eine oder andere Seite zu kämpfen.
Die ganze Welt ist liebevoll gestaltet, überall gibt es Bücher zu lesen die uns die Geschichte der Welt vermitteln, die Schicksale ganzer Königreiche und wie es zu der Situation gekommen ist die der Spieler nun vorfindet. Zudem gibt unzählige Anspielungen auf Filme, Serien und Musik die ich als überaus amüsant empfinde.
Und von allen interaktiven Spieleinhalten mal abgesehen, die Gestaltung der Welt sowie die Hintergrundmusik- und Geräusche sind perfekt gelungen. Wenn man in einer heißen Sommernacht schonmal im Schlingendorntal unterwegs war könnte man wirklich fast glauben man sei selbst dort.
Die Scherbenwelt ist fantastisch gelungen. Schon nach der ersten Reise durch das Portal erwartet einem eine trostlose Ebene, überzogen von Kratern und Rissen sowie bevölkert von den Armeen der brennenden Legion. Der Wiedereinstieg in das Questen empfand ich persönlich als sehr angenehm, standen einem doch endlich wieder Herausforderungen bevor. Nach einigen Standardquests (töte x von denen, bringe mir y davon) gab es dann endlich eine neue Questart: Bomben werfen während man auf Greifen fliegt. Sehr abwechslungsreich und unglaublich spaßig. Leider hoffte ich vergeblich auf weitere Questinnovationen, der Rest zieht sich nach dem bekannten Schema bis zur Stufe 70 hin.
Was die Ausrüstung angeht, natürlich sind jetzt alle hinter den neuen T-Sets her. Warum ist mir ein Rätsel, denn spätestens zur nächsten Erweiterung gibt es wieder neue. Und es ist durchaus möglich sich auch ohne diese Sets bei Gruppenaufgaben und in Dungeons zu behaupten. Der Reitgreif ist eine feine Sache und erhöht den Spielspaß ungemein. Viele neue Fraktionen, deren guten Ruf es zu genießen gilt, erwarten den geneigten Spieler.
Und da kommen wir dann auch zu meinem größten Kritikpunkt: Blizzard will es Gelegenheitsspielern unmöglich machen World of Warcraft wirklich nur als Hobby zu betreiben. Hier wird gezielt versucht den Spieler in jeder freien Minute zu binden, denn mit 2 Stunden spielen am Tag wird man nicht weit kommen. Insgesamt hatte ich mir nach den Statements von Blizzard einiges mehr an Solospielerinhalten erhofft. Es gibt nunmal auch Menschen die arbeiten gehen, einen Haushalt schmeißen und nebenbei noch ein Leben haben möchten. Ich kann mich glücklich schätzen eine Gilde gefunden zu haben die das genauso sieht. Keiner von uns ist ein Profi-Spieler und keiner von uns möchte es sein. Es ist und bleibt ein Spiel, wir wollen unseren Spaß haben und kein Wettrennen veranstalten.
Und deswegen auch nur 4 Sterne, erstens weil die Quests so einfallslos und linear geblieben sind und zweitens weil man den Solospielern mit Zeitproblemen so wenig Aufmerksamkeit schenkt.
Insgesamt aber immer noch ein super Spiel und für mich trotz der nicht raren Konkurrenz die Nr. 1.
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