Teufelskreis (engl. Cycle of Hatred) setzt dort an, wo die Orckampagne aus "The Frozen Throne" aufhört:
Drei Jahre nachdem Großadmiral Daelin Proudmoore beim Versuch, die Orcs in ihrer neuen Heimat Durotar auszurotten, besiegt und getötet wurde hat sich das Leben zwischen den Orcs von Durotar und den Menschen von Theramore normalisiert. Es herrschen wieder Handelsbeziehungen zwischen beiden Völkern, doch noch immer gibt es auf beiden Seiten Gegner, die diese Allianz nicht gutheißen und die Auslöschung des jeweils anderen Volkes fordern.
Die Anführer der beiden Völker: Kriegshäuptling Thrall und Erzmagierin Jaina Proudmoore werden durch verschiedene Zwischenfälle dieser Allianzgegner dazu gedrängt, dem jeweils anderen den Krieg zu erklären ohne jedoch zu wissen, dass eine dritte Partei nur diesen Krieg herausfordert damit sich beide Völker gegenseitig vernichten...
So viel zur Inhaltsangabe.
Ich habe die englische Version davon gelesen und war doch recht gefesselt. Da ich ebenfalls World of Warcraft spiele haben die Orte an denen die Handlung spielt für mich einen gewissen Wiedererkennungswert, man weiß ziemlich genau wo auf der Landkarte man sich gerade befindet, auch wenn es zum Verstehen der Handlung nicht unbedingt notwendig ist.
Sämtliche wichtige Personen sind aus den Spielen bzw anderen Warcraft Büchern bekannt und daher vertraut, interessant ist natürlich das Auftauchen eines der vielen vermissten Helden, von dem man dachte, er wäre endgültig aus der Geschichte Warcrafts verschwunden. Die Handlung springt zwischen den doch recht vielen Charakteren hin und her. Im Mittelpunkt steht allerdings Jaina Proudmoore, die bei der großen Bewunderung ihres Idols selbigem zwar eindeutig auf die Nerven geht, letztlich aber beweist, dass sie nicht nur eine blinde Bewunderin ist, sondern auch selbst eine Heldin, wie man sie in WC3 und TFT kennen gelernt hat.
Ich bin allerdings mehr ein Fan der Orcs und der Horde, daher finde ich den Fokus auf die Menschenseite der Geschichte etwas drückend und auch das große Finale ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Allerdings erfährt man in dem Buch mehr über die Ausgangssituation in World of Warcraft, als mein Vorposter zugeben will, schließlich befindet sich dort die Allianz ja NICHT im Krieg mit der Horde, es ist nur ein brüchiger Frieden, viel brüchiger als noch vor dem Buch ;) (ein weiterer Verweis auf die Auswirkungen, die in WoW sichtbar sind, würde die Spannung beim Lesen dämpfen)
Daher nur 4 Sterne