Oh Gott, House of Lords haben eine neue Cd rausgebracht.
Es ist ein Highlight des Melodischen Hardrocks/Metals geworden, wie er Ende der 1980er/Anfang der 1990er celebriert wurde.
House of Lords gehörten genau zu dieser Zeit zu den typischen Vertretern dieser Richtung. In Europa leider immer ein Insider-Tip und auch in USA nie die ganz große Nummer. Ich hatte das Glück sie 1989 auf dem Metal-Hammer Festival in der Dortmunder Westfalenhalle sehen zu dürfen, was wohl ein äußerst rares Erlebnis in Europa gewesen sein dürfte. (Auch Crimson Glory spielten dort, Headliner war Ozzy.) Damals war noch Ken Mary der Schlagzeuger, der z. B. bei Veröffentlichungen von David Chastain oder auch der ersten CD von Fifth Angel mitwirkte.
Aber ich will will mich bewußt kurzfassen: Anfang der 90er waren Bands wie Firehouse, Tyketto, Dokken oder auch Pink Cream 69 aus deutschen Landen sehr angesagt und all diese Jungs brachten damals echte Highlights heraus. Die Helden dieser Zeitperiode, die heute noch aktiv sind, tun sich mittlerweile schwer, an ihre alten Outputs anzuknüpfen und man ist froh, wenn etwas halbwegs Vernüftiges dabei herauskommt. Umso überraschender ist es, dass House of Lords auf "World Upside Down" aufspielen als wären sie ein neuer Stern am Himmel. Man bewegt sich im bekannten Schema, allerdings mit einer Souveränität und Spielfreude in einem Reigen toller Melodien geparrt mit Riffs die einfach Spaß machen und mich immer wieder aufs neue zu euphorischen Ausbrüchen hinreißen. Das hätte ich von Vertretern dieses Genres in derart überzeugender Weise a. d. 2006 nicht mehr erwartet.
Der Sound ist bombig vom Meister und Bandleader James Christian himself zusammengezimmert. Auch damit steht oder oder fällt eine Album dieser Musikrichtung. Was kann man also außer der Maximalpunktzahl vergeben?
Liebhaber des melodischen Metals amerikanischer Prägung sollten, nein müssen, ohne Wenn und Aber zuschlagen.