Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterhaltsamer Flickenteppich, 24. März 2010
Es gilt ja allgemein nicht gerade als ihre bestes Werk, dennoch ist es Zeit für dieses Album - oder eigentlich für diese compilation von outtakes - eine Lanze zu brechen. Ähnlich wie ,Tattoo You' von den Rolling Stones bestand ,Works II' aus tracks die bei früheren Album session entsanden waren, aber es dann nicht auf die jeweilige Platte schafften. Naturgemäß kann so eine Zusammenstellung dann auch keine roten Faden oder gar ein Konzept aufweisen, was für viele eingefleischte Prog Fans damals wohl sehr wichtig war. Auch gibt es hier keine ausufernd langen Titel, dafür aber eine enorme Bandbreite an Stilen mit hohem Unterhaltungsfaktor. Ob es nun die Artrock (wohl eher Palmer-lastigen) Stücke wie ,Bullfrog' oder ,Close But Not Touching', die folkig angehauchten Lake Balladen ,Watching Over You' (find' ich eigentlich besser als ,C'est La Vie') und das Weihnachtslied ,I Believe In Father Christmas', die komplett orchestrierten Ragtime Ausflüge Emersons in ,Barrelhouse Shakedown', ,Maple Leaf Rag' und ,Hinky Tonk Train Blues' oder die im typischen ELP progstil komponierten songs wie ,Apple Blossom', ,So far To Fall', ,Brain Salad Surgery' und das großartige, dem Blues und Boogie neue Seiten abgewinnende ,Tiger In A Spotlight' sind - das alles hatte seine Berechtigung veröffentlicht zu werden. Und mit dem herrlichen klassichen Swing-Rausschmeisser ,Show Me The Way To Go Home' kommt dann noch eine zusätzliche Facette des Könnens von ELP zu Tage. Mir ist klar, das man als Progi mit diesem Album seine Probleme hat. Zum Anfixen der Musik von ELP ist diese Platte aber super und Sie ist die leichteste von allen. Deswegen, und weil hier kein schlechter Track drauf ist, sind 5 Sterne voll verdient - pfeiff auf's Konzept!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
ELP Single Album, 7. März 2002
Von Ein Kunde
Im Gegensatz zu dem genialen Doppelalbum "Works Volume 1", in dem ELP ein kunstvolles, orchestrales Konzept schlüssig darstellen, handelt es sich bei "Works Volume 2", das schon ein halbes Jahr später veröffentlicht wurde, eher um ein Sammelbecken diverser Songs ohne einen übergeordneten Kontext. Die meisten Titel entstanden schon in früheren Jahren. So z.B. waren die Singleauskopplung "Tiger in a spotlight" und der Titel "Brain Salad Surgery" ursprünglich für das '73-er Album "Brain Salad Surgery" gedacht, "Honky Tonk Train Blues" und "Barrelhouse Shake-down" wurden auf einer Keith Emerson Solo Single schon 1976 veröffentlicht. Einige Neuaufnahmen wie "So far to fall" oder die Carl Palmer Titel "Bullfrog" und "Close but not touching" sind natürlich ebenfalls enthalten. Alles in allem sind die einzelnen Tracks auf "Works Volume 2" nicht schlecht. Leider fehlt ein Konzept, was das Album qualitativ deutlich unter die erste "Works" sinken lässt. Diese aktuelle Version enthält noch einige Bonustracks: gelungene Live Fassungen von "Tiger in a spotlight", der Lake-Ballade "Watching over you" und dem damaligen Showstopper "Show me the way to go home".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kuriositätensammlung, 13. Mai 2006
Ich nehme an, daß die schlechten Bewertungen, die dieses Album (im Grunde seit seinem Erscheinungsjahr!) erdulden muß, daher rühren, daß man seinerzeit mit der Bezeichnung "Vol. 2" den Fans ein gleichwertiges Hörerlebnis zum opulenten "Works Vol. 1" suggerierte. Hat man den ersten Schock darüber verdaut, daß hier im Grunde "nur" Outtakes vorliegen, kann man jedoch noch manch Hörenswertes finden: "Tiger in the Spotlight" ist ein Kracher und ein wundervoller Beweis dafür, daß ELP auch eine Art Simplizität hinzukriegen vermochten, und in "Brain Salad Surgery" (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Album!) kommt der Moog fast schon kreischend zur Geltung. "Close but not touching" mag ich speziell, wegen der fetzigen Bläser, und die ELP-Version von "Show me the Way to go home" ist ein eleganter, bluesiger Rausschmeißer. Generell mag ich die früheren ELP-Platten lieber, doch dieses hier geht auch noch. Im Grunde hätte ich nur drei Sterne vergeben, doch muß dieses Album dringend aus dem Jammertal der Mindestwertung heraus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|