Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Springsteen's erstes Pop-Album - catchy, 28. Januar 2009
Zuerst einmal: Vielen Dank für die vielen eher negativen Rezensionen! Da ich erst gestern aus dem Urlaub kam und somit erst heute erstmals die Gelegenheit zum Hören des neuen Albums bekam, habe ich (idiotischerweise, wie ich zugeben muss) vor dem erstmaligen Hören die Renzensionen auf Amazon gelesen.
Was soll ich sagen: Meine Erwartungen gingen gegen Null, nachdem ich damit durch war. Als langjähriger Fan habe ich mich also auf einen absoluten Durchhänger gefasst gemacht und leicht skeptisch vor ca 1 Stunde das erste Mal die CD komplett gehört.
Erster Eindruck: Gott sei Dank, es ist lange nicht so schlecht wie erwartet. Springsteen hat sein erstes komplettes Pop-Album veröffentlicht - und er macht es meiner Meinung nach sehr gut. Die 60's lassen grüssen. Natürlich ist das ganze kein Meilenstein im Springsteen'schen Gesamtwerk, aber die Lieder sind durchweg catchy, gehen ins Ohr und veranlassen einen zum Mitsummen. Die Texte sind nett, die Refrains eingängig, wie es sich für Pop-Songs gehört, teilweise durchaus mit Tiefgang.
Und für die, die dann doch auf klassischere Springsteen Songs warten, gibt's z.B. "the Wrestler" und "Life itself". Ich fand noch nichtmal "Surprise Surprise" wirklich schlecht (wie gesagt, alles 1x gehört, ohne Texte zu lesen).
Kurz gesagt - das Album ist durchgängig gut zu hören, manche Lieder gehen einem wahrscheinlich ab dem 5.Mal auf die Nerven, aber insgesamt gefällt es mir doch sehr. Wenn man kein Rock-Album im Stile von Born to Run oder auch The Rising erwartet, sondern auch Songs wie "Tougher than the rest", "I'll work for your Love" oder "Girls in their summer clothes" mag, ist man hier gut bedient.
Ich bin seit mehr als 25 Jahren Springsteen Fan und freue mich immer wieder, wenn nicht ein Album wie das andere klingt, sondern Bruce immer wieder was Neues ausprobiert. Diesmal hat er seine Mainstream- und poppige Seite hervorgekramt und es gefällt mir ausnehmend gut. Der Mann ist mit sich und der Welt im Reinen, derzeit scheinbar gutgelaunt und das hört man dem Album an.
3 Sterne für die Texte, 5 für die Melodien, ergibt insgesamt eine 4. Damit kann ich leben, auch wenn ich beim nächsten Album doch ebenfalls gerne wieder den satten E Street Sound hätte ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Arbeit, Boss!, 11. November 2009
"Surprise Surprise" heißt ein Stück auf Bruce Springsteens neustem Album. Es ist aber für Kenner keine Überraschung: diese CD ist wieder mal gelungen.
Es scheint dennoch in Mode zu geraten, dem allzeit verlässlichen Top-Star Knüppel zwischen die Beine werfen zu wollen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum angebliche Boss-Fans ihrem Idol in ihren Rezensionen so schwache Wertungen erteilen. Schon bei "Magic" (dem von mir höchstpersönlich zum "Album des Jahres 2007" erklärten Vorgänger) staunte ich über die vielen Negativ-Kritiken. Scheinbar haben manche Fans die alten Platten zu laut gehört, haben Schaden an ihrem Trommelfell genommen und hören nun nicht, dass der Rock-Gigant Bruce Springsteen immer noch genauso viel Melodienreichtum und Stimmgewalt hat, wie er es schon vor einer Generation hatte, von den textlichen Inhalten mal ganz abgesehen. Und auf seinem Neuwerk erfreut er wieder durch genreübergreifende Instrumentierungen. Ein bisschen Rock, ein bisschen Folk, ein bisschen Blues, aber immer viel Substanz. Ob er nun sanfte Balladen singt oder die Bude explodieren lässt - Boss bleibt Boss und wird von mir nicht gefeuert. Wer gute Arbeit leistet, den belohne ich gern mit meinem Geld.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Komplexe Arrangements für schlichte Gedanken, 24. Januar 2009
Wie wird man einem Album gerecht, welches so viele Facetten hat wie Springsteens "Working on a dream"? Am Besten geht man wohl die Songs einzeln durch:
Outlaw Pete:
Ja, hier wird u.a. "I Was made for loving you" (Kiss) verwurstet. Dafür aber gut und in einem komplett anderem musikalischen und textlichem Zusammenhang. Gute 8-Minuten-Nummer, deren Zitate wie der gesamte Song nicht zu ernst genommen werden sollten.
My Lucky Day:
Ein typischer Springsteen/E-Street-Feel-Good-Track, der leider durch die Produktion versaut wird. Brendan O'Brien schafft es auch auf diesem Silberling nicht, den prallen E-Street-Sound adäquat rüberzubringen. Der Text ist nicht weiter erwähnenswert....
Working On A Dream:
Wieder so eine Springsteen-Nummer, die harte Arbeit und die eine große Liebe als Ausweg aus Unmoral und Sinnlosigkeit predigt. Wers glaubt, darf mit La-La-La singen...
Queen Of The Supermarket:
Zum Glück habe ich gelesen, dass Springsteen über den Song gesagt hat, er hätte einen Subtext. Wenn man den sucht, findet man ihn auch ;-) Ehrlich. Ich interpretiere den Song so: Ein vom Leben gesättigter und gelangweilter Mensch sucht nach "Excitement" und Tiefe. Und er scheint beides ausgerechnet darin zu finden, sich in eine (zumindest in seiner Vorstellung) ebenso vom Leben frustrierte Supermarkt-Kassiererin zu verlieben. Das Ganze ist auch musikalisch mit soviel Pathos versehen, dass man es eigentlich nur als (ironische?) Überspitzung der Selbstsucht des Ich-Erzählers verstehen kann. Und wenn man es so versteht, ist es ein absolutes Highlight auf "Working On A Dream".
What Love Can Do:
Groovt gut, macht wirklich Spass. Der mit Abstand gelungenste Feel-Good-Song des Albums.
This Life:
Hier werden nach allen Regeln der Kunst die 60er zitiert, aber leider kann Springsteen das Feeling nicht ganz reproduzieren. Dazu klingt die E-Street-Band etwas zu schwergewichtig und Springsteens Stimme fehlt das nötige Timbre. Auch wird das Thema etwas zu lange mit Text gefüllt. Intro und Outro hingegen sind toll. Der Text ist wieder ziemlich schaal.
Good Eye:
Blues-Nummer mit verzerrtem Gesang. Letzteres wirkt etwas bemüht, aber was solls. Schlimmer ist hingegen, dass die Drums jegliche Power vermissen lassen und die Nummer ruhig noch etwas mehr nach vorne gehen könnte. Ansonsten aber nett arrangiert und mit Stil-typischen Lyrics.
Tomorrow Never Knows:
Wieder ein Song voller Arrangement-Zitate, ganz nett soweit. Tut nicht weh und ist bald vorbei....
Life Itself:
Ein Highlight des Albums: Es groovt, der Gesang ist schön im Vordergrund und der Text ist etwas lyrischer gehalten als beim Großteil des Albums. Auch Arrangement und Produktion wissen durch Kontraste zwischen Intimität und Weite zu überzeugen. Hier stimmt alles.
Kingdom Of Days:
Im Stil von "Girls in Their Summer Clothes" und Konsorten, nur leider deutlich schwächer. Der Text ist auch zum Gähnen pathetisch, nur leider bleibt hier kein Raum für eine anderweitige Interpretation. Lediglich der Mittelteil läßt etwas aufhorchen. Alles in allem aber ganz klar eine Füllnummer.
Surprise, Surprise:
Diese Nummer kann jetzt nicht wahr sein. Ein Geburtstagsständchen, das niemand braucht und an Peinlichkeit fast nicht zu überbieten ist. Wie meinte ein Kabarettist mal über einen (völlig verquasten) Grönemeyer-Text, den er zuvor vorgelesen hat: Jeder schreibt mal sowas, aber man veröffentlicht es doch nicht. Lediglich das Arrangement rettet den Song vor Minus-Sternen....
Last Carnival:
Viele fragen sich, warum der Boss immer noch mit Brendan O`Brien arbeitet. Hier wird es verständlich: Ein inspiriertes, dennoch nicht übermotiviertes Arrangement mit klarem Sound und viel Atmosphäre. Die ruhigen Stücke waren und sind die Highlights dieser Zusammenarbeit. Wie etwa "Paradise" oder "Magic" ist "Last Carnival" ein Juwel für die Ewigkeit, wie man sie in der Form vom Boss vor "The Rising" nicht kannte.
Bonustrack "The Wrestler":
Noch einer dieser schönen akustischen Songs von schlichter Schönheit. Songs dieser Art kennt man vom Boss seit langem, aber auch hier setzt die Produktion das i-Tüpfelchen.
Alles in allem enthält "Working On A Dream" einige ganz deutliche Highlights, aber auch einige fast unerträgliche Füllnummern. Das Album gewinnt mit mehrmaligem Hören deutlich, aber zum Klassiker reicht es wie schon bei "Magic" nicht.
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