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Work Hard - Play Hard


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Work Hard - Play Hard + SPEED: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit + Frohes Schaffen - Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral
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Produktinformation

  • Darsteller: Ulla Kösterke, Dirk Lütter, Henk Drees, Carmen Losmann, Annegret Even
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Stereo 2.0)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 26. Oktober 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B009A37O1G
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.633 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. Carmen Losmann hat einen zu tiefst beunruhigenden Film über moderne Arbeitswelten gedreht. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von Morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Selbstoptimierung steht auf dem Programm. Der Film heftet sich an die Fersen einer High-Tech-Arbeiterschaft, die hochmobil und leidenschaftlich ihre Arbeit zum Leben machen soll. Einen Chef brauchen die modernen Mitarbeiter nicht mehr, den hat man ihnen schon längst ins Gehirn programmiert. Selbst moderne Büroarchitektur hat nur ein Ziel: den Mitarbeiter und seine Leistung zu optimieren.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Beunruhigende Dokumentation über unsere moderne Leistungsgesellschaft, die den einzelnen Mitarbeiter geschickt instrumentalisiert.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von scala am 20. Juni 2013
Format: DVD Verifizierter Kauf
Der Film zeigt ein sezierendes, erschreckendes und zugleich beklemmendes Spiegelbild dessen, was insbesondere große, namhafte Konzerne unter zeitgemäßer Personalführung verstehen. Die Bilder: kühl, z. T. elegant, fast ästhetisch - die Kameraführung ruhig und ohne jegliche Effekthascherei. Der Film kommt gänzlich ohne eine eigene Kommentierung oder Stimme aus dem Off aus. Die Bewertung erfolgt lediglich über einen sehr sparsam eingesetzten Audiotrack, der mit sanften Crescendi schriller Töne das Gefühl der Beklemmung verstärkt.
 
Die ersten Minuten des Films beginnen anregend, die Aufgabe klingt spannend: Es gilt, das neue Verwaltungsgebäude eines international agierenden Konzerns zu entwerfen. Wie gestalte ich den täglichen Arbeitsplatz möglichst angenehm, damit der Mitarbeiter in den Zustand des 'Flows' kommt und kaum mehr wahrnimmt, dass es sich bei seiner Tätigkeit um handfeste, gar anstrengende Arbeit handelt?
 
Das Ergebnis: Eine beliebige Architektur der gezeigten Gebäude, die im Riss genauso gut ein Parkhaus hätten abgeben könnten. Worthülsen selbstverliebter Architekten, die ihre knallbunten 'Kommunikationsinseln' in höchsten Tönen loben, welche später (nach Fertigstellung) kaum angenommen werden. Fabulierende HR Manager, die – würde man in derselben Form über sie sprechen, wie sie es von ihren Mitarbeitern tun – vermutlich tief erschrocken wären.
 
Der Anspruch des HR-Managers eines namhaften Beratungsunternehmens, auf das Wesentliche reduziert, lautet: Wie 'entpersonalisiere' ich den Arbeitsplatz, nehme dem Mitarbeiter seinen persönlichen Rückzugsbereich, mache ihn austauschbar?
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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von bootsmann am 22. Oktober 2012
Format: DVD
Seit ich "work hard, play hard" im Kino sah, warte ich darauf, ihn als DVD kaufen zu können, diesen Film müssen viele Menschen sehen. Er liefert die Antwort auf Phänomene unserer Zeit: Burnout, Vereinsamung, Unzufriedenheit, Sinnsuche, kurz - eine latent depressive Gesellschaft. Ästhetisch höchst anspruchsvoll zeigt der Film, wie weit die durch "Mega-Wachstumsmentalität" (Zitat Unilever-Chef) geprägte Konzern- und Beraterwelt inzwischen von universellen, menschlichen Werten wie Mitgefühl, Vertrauen, Verantwortung, Ehrlichkeit, Nächstenliebe, Freundlichkeit, Gewaltlosigkeit und Respekt entfernt ist.

Bei den Vertretern der selbsterklärten Wirtschaftselite schwingt Stolz mit, wenn sie sich im Beratersprech-Stil ihrer Methoden rühmen, mit denen sie das Humankapital auf Effizienz trimmen. Da wird von "non-territorialem Arbeitsplatz" oder "Hotelling" geschwärmt, was nichts anderes als Vereinzelung am Arbeitsplatz und völlige Bindungslosigkeit bedeuten. Darüber soll die Auflösung der Trennung zwischen privatem und beruflichem Umfeld hinwegtäuschen und an "Coffee-Points" wird Zugehörigkeit suggeriert. Es wird gezeigt, wie Mitarbeitern unter dem Deckmäntelchen "Teambuilding" systematisch die Würde genommen wird: Outdoor-Versuchslabore, in denen jeder auch im nicht-beruflichem Kontext nach Stärken und Schwächen sortiert wird. Würdelos auch die High-Potential-Vorstellungsgespräche, die Menschen in einer opportunistischen Armseligkeit zeigen, dass es einen vor dem Bildschirm gruselt.
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TheMoreIRead am 29. Oktober 2012
Format: DVD Verifizierter Kauf
Wie in der Überschrift ersichtlich empfehle ich diesen Film allen
Arbeitnehmern, die ihr Geld in größeren Firmen verdienen.

Mich hat die Dokumentation gepackt und nicht mehr losgelassen.
Ich war sozusagen die ganze Filmzeit im "Flow".

Es ist einfach nur noch haarsträubend, mit welchen Methoden
versucht wird, das letzte Quentchen Effizienz aus den Mitarbeitern
herauszuholen.

Die "Outdooraktivitäten" erinnerten mich z.B an militärische Experimente
aus den 50er Jahren. Dort wurde versucht, wie man Erlebtes möglichst
mit Hilfe des emotionalen Zentrums des Gehirns für immer abspeichert.
Natürlich nur die "wichtigen" und "dienlichen" Informationen, die für
die Arbeitswelt von Bedeutung sind.

Auch die Darstellung der Arbeit der Berateragenturen war äußerst aufschlussreich.
Überall der selbe Mist bei den großen Konzernen.
Das große Change Management und der Kulturelle Wandel wohin man blickt.
Werden die Berater dann nach klarem "Benefit" der Maßnahmen im Berufsalltag gefragt,
kommen oft nur die üblichen Allgemeinplätze und Schaumschlägerfloskeln zum Vorschein.

Es ist so, als ob diese Change Sichtweise von den Beratern als neue Religion ausgerufen wird.
Nach der Legitimation dieser Pseudovisionäre fragt wohl niemand. Würden nicht so viele
Unternehmen deren Meinung für bare Münze nehmen, wäre das alles nicht so schlimm.
Für den Arbeitnehmer ergibt sich nur das gewollte Bild der allgegenwärtigen Bedrohung.
Entweder man macht mit oder man ist für das Scheitern der Firma mitverantwortlich.
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