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Woran glaubt, wer nicht glaubt?
 
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Woran glaubt, wer nicht glaubt? [Gebundene Ausgabe]

Umberto Eco , Carlo Maria Martini , Kardinal Franz König , Burkhart Kroeber , Karl Pichler
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag Ges. m.b.H.; Auflage: 11 (27. Juli 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552049029
  • ISBN-13: 978-3552049024
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 323.755 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Umberto Eco, der erfolgreich schriftstellernde Semiotik-Professor, hat den Mailänder Kardinal Martini, einen philosophierenden Jesuiten und aussichtsreichen Anwärter auf die Papstnachfolge, zu einem öffentlichen Briefwechsel herausgefordert. Und beide, der nichtgläubige Sinnsucher wie der katholische Seelsorge-Hierarch, erweisen sich - innerhalb ihrer Welt - als ziemlich undoktrinäre Denker." Hansjakob Stehle, Spectrum/ Die Presse "Von langweiligen und wohlfeilen antiklerikalen Angriffen, wie sie in Deutschland sehr populär sind, findet man bei dem klugen Eco keine Spur. Und auch Kardinal Martini vertritt seine Position in einer Sprache, die den Ungläubigen Eco zum Argumentieren und nicht zur Polemik herausfordert ... Wir hatten schon gar nicht mehr geglaubt, daß man in dem überall wuchernden Mediengeschwafel über die belanglosesten Intimdetails des menschlichen Zusammenlebens und dem Fast-Food-Thinking auch noch miteinander voller "Noblesse, ohne Apologetik oder verletzende Bemerkungen" (so Kardinal Franz König in seinem Vorwort) über einige ethische Fundamente unseres Zusammenlebens ernsthaft und mit großem gegenseitigen Respekt streiten könnte." Carl-Wilhelm Macke, Frankfurter Rundschau "Schon der Ton ist ein besonderer: beide Schreiber reden sich - im titelversessenen Italien - mit ihren bürgerlichen Namen an. Um ihre fundamentalen Differenzen wissend, verzichten sie zwar darauf, den anderen in Widersprüche zu verwickeln oder zur Aufgabe bestimmter Positionen bewegen zu wollen, zugleich aber stellen sie gleich die heikelsten Fragen: Darf der Staat Abtreibungen bezahlen, dürfen Frauen zu Priestern geweiht werden, wie kann ein Atheist ethisches Handeln begründen? Dies sind alles schon klassische Debatten, doch die Qualität und die Form der Argumente läßt einen fast atemlos umblättern." Nils Minkmar, Süddeutsche Zeitung

Kurzbeschreibung

Die moralische Krise der Kirche ist heute nicht mehr zu leugnen. Doch bedeutet diese Krise zugleich, daß jede Orientierung an geistigen und ethischen Maßstäben, ja, die einfache Unterscheidung zwischen Gut und Böse unwiederbringlich dahin ist? Beispiele für diese These scheint es genug zu geben. – Kann nur Gott uns weiterhelfen oder gibt es, wie Umberto Eco in seinem Beitrag zeigt, auch für den Nicht-Gläubigen einen Maßstab, um das Gute vom Bösen zu unterscheiden?

Carlo Maria Martini, geboren 1927 in Turin, ist seit 1979 Erzbischof von Mailand und seit 1983 Kardinal. Er gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Kandidaten für das Amt des Papstes.

Umberto Eco , geboren 1932 in Alessandria, lehrt an der Universität Bologna. Zahlreiche Veröffentlichungen, bei dtv u.a.: ›Der Name der Rose‹ (10551), ›Das Foucaultsche Pendel‹ (11581), ›Die Insel des vorigen Tages‹ (12335), ›Kunst und Schönheit im Mittelalter‹ (30128). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Umberto Eco und Carlo Maria Martini versuchen zu Beginn ihres öffentlichen Briefwechsels die Gemeinsamkeiten zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen auszuloten, einen Begriff der Hoffnung zu definieren, der Gläubigen und Nichtgläubigen gemeinsam ist. Sehr bald jedoch kommen sie auf kontroversiellere Dinge zu sprechen, wie etwa die Einstellung der katholischen Kirche zum Schwangerschaftsabbruch oder etwa den Ausschluß der Frauen vom Priesteramt. Seinen Höhepunkt erreicht 'Woran glaubt, wer nicht glaubt?' jedoch in der Diskussion um die 'letztendliche Begründung' der Ethik; in der Frage, warum ethische Werte absolut gesetzt werden können. Während sich der Gläubige auf den 'gottgegebenen' Verhaltenscodex berufen kann, der letztlich nicht verhandelbar ist, versucht Eco über den Umweg von Universalien, die allen Menschen gegeben sind, letzte, absolute Regeln zu begründen. An diesem Punkt wird der Kreis der Diskutierenden um Philosophen, Journalisten und Politiker erweitert - und damit letztlich auch die Fragestellung: Gibt es absolute ethische Werte überhaupt? Begründet der absolute Glaube an ein bestimmtes System der Ethik nicht auch die Verpflichtung, genau dieses System zu verbreiten - und damit die Intoleranz gegenüber allen anderen Systemen? Sind unveränderliche, absolute ethische Werte somit überhaupt erstrebenswert? DIE Antwort auf diese Fragen findet man im vorliegenden Buch nicht - was wohl in der Natur der Sache liegt. Die zahlreichen Meinungsäußerungen und Denkanstöße erlauben aber Gläubigen wie Nichtgläubigen ein besseres Verständnis der 'anderen' Seite.
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Der in diesem Buch dokumentierte Briefwechsel zwischen Umberto Eco und Carlo Maria Martini thematisiert auf höchstem Niveau wichtige Fragen unserer Zeit. Insgesamt acht Briefe, hat Eco dreimal den Aufschlag und fragt Martini nach dem Ende bzw. den verschiedenen Millenarismen, nach dem Beginn des menschlichen Lebens sowie nach der Unterscheidung zwischen männlich und weiblich in der katholischen Kirche. Seine Fragen beantwortet er teilweise selbst, bezieht sich vor allem in seinem dritten Brief stark auf Thomas von Aquin und argumentiert auf einem derart hohen Niveau (wie Martini auch), daß Eco Angst um einige Leser der Zeitschrift hat. Martini antwortet Eco auf demselben Niveau, er erläutert den christlichen Hoffnungsbegriff, denn "die Hoffnung macht aus dem Ende ein Ziel", er erläutert eingehend die christliche Auffassung von Leben mit der Unterscheidung zwischen "psyche" und "nous", bei der Frage nach der Unterscheidung zwischen männlich und weiblich besteht er die Gradwanderung mit Auszeichnung, denn er stimmt Eco zu, daß die noch von Thomas genannten Argumente kaum mehr stichhaltig sind, weist aber darauf hin, daß auch die Katholische Kirche ihre Meinung ändern kann, wenn die theologischen Voraussetzungen geklärt sind. Den vierten Briefwechsel eröffnet Martini mit der Frage, woher das Licht des Guten leuchte. Er begründet die Ethik auf etwas Absolutes, auf Gott. Ecos Antwort stellt einen hochinteressanten Versuch eines Naturrechts dar, das nicht einfach die Wiederaufnahme veralteter Thesen, sondern sehr feinsinnig ist. Der Chor, also die Stellungnahmen einiger italienischer Journalisten und Schriftsteller, vermag diesem außerordentlich hohen Niveau beider nicht zu folgen, eine letzte Reprise Martinis rettet dem Buch jedoch die fünf Sterne.
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2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehr empfehlenswert! 19. Februar 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Bischof Martini und der bekannte Schriftsteller Eco("Name der Rose") streiten auf sehr hohem Niveau und großer Herzenswärme über alle wichtigen Fragen, die die Theologie uns vorgibt.
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