Aus der Amazon.de-Redaktion
In denen, so Autor Stephan Reimertz, "spricht Allen die kollektiven Themen des zwanzigsten Jahrhunderts an. Er spiegelt die Mittelschicht mit ihren Komplexen wie Geld, Sex, Kultur und Psychoanalyse, mit ihren immer neuen Prüfungen des Selbstwertgefühls." Mit steigendem Alter reiften Allens Filme, autobiografischen Einflüssen unterlagen sie aber zu allen Zeiten. Klar, dass sich Werk und Leben Allens nicht trennen lassen. So gestaltet denn Reimertz sein Buch auch als Verbindung zwischen Allens Lebenslauf und seinen Filmen. Immer wieder baut er Werkanalysen ein und erläutert die Parallelen zwischen Kino- und Realwelt Allens. Das macht er so geschickt und mit fühlbarer Freude am Thema, dass diese Biografie niemals langweilig wird und vergnügliche wie informative Lesestunden füllt.
Sonderlich hart geht Reimertz mit dem New Yorker Filmemacher nicht ins Gericht, etwa hinsichtlich seines Scheidungskrieges mit Mia Farrow, aber ehrlich gesagt bietet der auch wenig Angriffspunkte. "Früh entdeckte Allen den Humor als Waffe gegen die Zumutungen der Außenwelt", und dieser Humor zog sich als berufliche Leitlinie durch sein Leben. Erst als Gagschreiber, dann als Stand-up Comedian, schließlich als Regisseur, "dessen Werk als eine amerikanisch-europäische Synthese gilt".
"Mit Woody Allen betritt der Intellektuelle die Bühne der Popkultur", resümiert Reimertz. Den Weg Allens auf diese Bühne und das Wirken darauf kann man hier nachlesen. --Joachim Hohwieler
Kurzbeschreibung
Über den Autor
Reimertz gilt als einer der besten Kenner des Beckmannschen Werkes.