Was habe ich doch irgendwo in einer anderen Rezension (nicht bei amazon) gelesen? - Irgendwas mit "überladenen Soundeffekten", "Möchtegern-Weltmusik" oder "eine Sängerin die vergeblich versucht, ein bedeutsames Album zu machen". Zu künstlich, zu kommerziell..... Das halte ich in diesem Fall für ein Gerücht.
Ja, Isgaard setzt wirklich jede Menge Soundeffekte ein, und das ist auch gut so. Die Effekte wirken nämlich 1a. Der Hintergrundchor, die Trommeln, das Sphärische... ich finde es einfach himmlisch. Gerade in "Wooden Houses" und "Refugees" sind diese Techniken doch goldrichtig platziert und drücken wirklich was aus. So kann ich mir Island und die beschriebenen Menschen perfekt vorstellen.
Auch die Melodien sind, wie im Erstlingswerk "Golden Key", wiedermal besonders ergreifend. Isgaard und ihr Co-Komponist haben ein besonderes Händchen für schöne, wirkungsvolle Melodien. Auch das ist in den o. g. Liedern, ebenso aber auch in "The Sky Is Wide Open" und in "Fade Away" besonders gut zu hören.
Und das sind nur die Höhepunkte dieses Albums.
Auch ich finde, dass diese Sängerin und ihre Musik wesentlich besser sind als ihr Ruf. Sie werden, abgesehen von den vorgenannten Vor - und Pauschalurteilen, häufig in die "Weichspüler" - Ecke abgeschoben. Dabei hat sie auch jede Menge Kraft und Bombast dabei.
Irgendwie sind Soundeffekte und besonders aufwändige (z. B. elektronische) Arrangements gerade in vielen Bereichen ziemlich verpönt. Ich verstehe nicht, warum. Wenn sie künstlerisch und kreativ genutzt werden, ist es doch völlig korrekt.
"Secret Garden" war tatsächlich ein bisschen zu ruhig und langweilig geraten. Allerdings habe ich gelesen, dass diese CD unter Zeitdruck und ohne bestimmtes Konzept aufgenommen wurde. Das hat man leider auch gehört.
Dafür ist "Wooden Houses" ein echtes Meisterwerk geworden. Ich fände es schön, wenn Isgaard, mit ihrer glasklaren Stimme und den zauberhaften Kompositionen, mehr Anerkennung bekommen würde. Verdient hätte sie's.
Einfach mal reinhören und drauf einlassen!