Was bei Nylon noch poppig und depressiv, verspielt und zeitgeistig war gerinnt, L.Bassenge und ihrem herausragenden Quartett zu einem gültigen Cocktail wirklich neuen Jazz'. Und alle Zutaten sind bekannt! Sitzt davor und fragt sich, ist das jetzt was Neues? Wieso hat das noch niemand gemacht? Jazz daran ist die Verwendung von Material, wie es konventionellerweise jazzferner nicht sein könnte. Jazz ist der Ton. Und der intelligente Umgang mit den weitgewebten Arrangements. So wohlgesetzte Fills, so schonende, sich zurücknehmende Kollegen, die sich um eine dunkle, etwas rauchig-rauhe, eigenwillige Stimme gruppieren, die sich, endlich, endlich, so wohltuend von all dem skandinavischen Gesäusel abhebt und ohne aufzutrumpfen nur ahnen lässt, dass da eine singt, die einen tiefen Blick ins Leben hat.