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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
68er Nostalgie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wonderwall - Welt voller Wunder (DVD)
Ein Film, der (leider) nie die Chance bekam, zum Kult zu werden. Nicht weil er das Zeug dazu nicht hätte, sondern weil er nie in deutschen Kinos oder im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Wer ihn genießen will, der braucht allerdingt den richtigen Magen dafür. Wer zu jung ist, um zu wissen, was "psychodelisch" bedeutet, es aber gerne erfahren möchte, oder wer schon genug Jährchen auf dem Buckel hat, um in Erinnerungen an die späten Sechziger zu schwelgen, für den ist dieser unpolitische und ziemlich abgefahrene Film aus der 68er-Kultur genau richtig. Ein verschrobener Biologieprofessor lebt vergraben inmitten verstaubter Fachbücher und Insektenzuchten, als er durch ein Loch in der Wand zufällig einen Einblick in die Nachbarwohnung erhält, in eine grellbunte und etwas verkiffte Gegenwelt, die ihn völlig in den Bann zieht. Dort wohnt ein Model mit dem (1968 hochaktuellen) Namen Penny Lane, gespielt von der bezaubernden Jane Birkin, die damals zwar im Radio ständig den Riesenhit "Je t'aime" hauchte, in dem Film aber keinen Ton von sich gibt. Aus dem Zusammenprall der zwei unvereinbaren Welten an der Wunderwand entstehen witzige und skurrile Szenen, durch die gelegentlich der Staubsauger von Mrs. Peurofoy (ausgesprochen wie: purify) lärmt. Mehr sei nicht verraten. Für den Soundtrack holte sich Regisseur Joe Massot den damaligen Beatle George Harrison mit der selten gehörten Zusage: "Alles, was du machst, kommt in den Film." So entstand ein kurioses Sammelsurium kompromissloser, mutig experimenteller Musik, die auch nach vier Jahrzehnten noch ungewöhnlich und hörenswert klingt - ein Teil indisch (aufgenommen in Bombay), ein Teil westlich (unter anderem mit Eric Clapton und dem damaligen Beatle Ringo Starr). Ein Großteil davon ist auf der CD "Wonderwall Music" von George Harrison zu hören, die am 2.12.1968 als erste Nicht-Beatles-Platte eines Beatles veröffentlicht wurde. Also: Hände weg! für jeden, der einen klassischen "guten" Film erwartet. Aber: Ein Muss für jeden Liebhaber witziger, psychodelisch-schräger Nostalgie aus dem legendären Jahr 1968.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wonderwall to be here,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wonderwall - Welt voller Wunder (DVD)
Der Wissenschaftler Oscar Collins (Jack MacGowran) - Typ: zerstreuter Professor - lebt ein neben seiner Arbeit sehr isoliertes Leben in seiner mit Fachzeitschriften voll gestopften Junggesellenwohnung, als er eines Tages zufällig durch ein Loch in seiner Wand Einblick in die Wohnung seiner Nachbarin, des Mannequins Penny (Jane Birkin), bekommt. Er wird von ihr immer besessener, und um mehr an ihren Fotosessions, Parties und Liebesaffären teilhaben zu können, vernachlässigt er seine Arbeit und bohrt noch mehr Löcher in die Wand. Dabei ist er zu trottelig und zu harmlos, als dass man ihn als Spanner bezeichnen möchte. Da die Welten beider nicht zusammen kommen können, verliert er sich zunehmend in seine Fantasien. Als er eines Tages doch in ihre Wohnung eindringt, kann er sie gerade noch vor ihrem Freitod bewahren, was auch ihm hilft, wieder mehr ins Leben zurückzufinden.Soweit die Handlung. Bemerkenswert an dem Film ist hauptsächlich die Tatsache, dass George Harrison zum Jahreswechsel '67/'68 die Filmmusik aufnahm, und zwar zur Hälfte mit westlicher Rockmusik und zur anderen Hälfte mit indischen Musikern in Bombay, um das Publikum näher mit seinem Faible für indische Musik bekannt zu machen. An den "westlichen" Aufnahmen waren u.a. Eric Clapton und Ringo Starr beteiligt sowie Roy Dyke und Antony Ashton von Ashton, Gardener & Dyke. Harrisons Filmmusik, die er sehr entspannt anging, trägt gewissermaßen durch den Film und sehr zu dessen Qualitätssteigerung bei. "Wonderwall" (1968, 88 Min., Englisch & Deutsch mit deutschen Untertiteln) ist ein ziemlich nichtssagender Film mit einem Anflug von lauem Humor und einem Minimum an Handlung und Dialogen, der zwar einen netten Einblick in die Pop-Art des Swinging London der zweiten Sechziger-Hälfte erlaubt, dabei aber bei weitem nicht z.B. an Antonionis "Blow up" heranreicht (in dem Jane Birkin auch schon eine kleine Rolle hatte), der es ohne George Harrisons Filmmusik nie ins DVD-Zeitalter geschafft und den ich mir ohne sie auch nie angesehen hätte; nicht dazu angetan, die Karriere auch nur eines/einer der Beteiligten zu fördern. Für Beatles-Enthusiasten wie mich allerdings interessant, weil er etliche Musiksequenzen enthält, die auf Harrisons "Wonderwall Music"-Album nicht zu hören sind, das das weitaus größere Vergnügen darstellt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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