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Wonder Boys
 
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Wonder Boys [Broschiert]

Michael Chabon , Hans Hermann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 379 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Aufl. (24. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462040278
  • ISBN-13: 978-3462040272
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 438.059 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Michael Chabon
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Grady Tripp ist ein Collegelehrer der ganz besonderen Art In seiner Jugend trampte er durch die amerikanische Provinz, vernaschte Kleinstadtmädchen und arbeitete als Tagelöhner, Landarbeiter und Limonadenverkäufer. Als Professor für kreatives Schreiben hat ein Verhältnis mit der Frau seines Fachbereichsleiters. Er hangelt er sich von Party zu Party, von Whisky zu Whisky, von Joint zu Joint. Schließlich fährt er mit seinem Lieblingsstudenten James Leer in einem klapprigen Auto durch die Gegend -- ein ganzes Wochenende lang. Ein Professor also zum Anfassen, der sich mitten in den wilden Strudel des Lebens wirft, einer, der immer unterwegs ist und ständig wechselnde Abenteuer besteht. Grady Tripp ist der Prototyp des komischen und tragischen Künstlers, der von einer unvorhergesehenen Wendung in die andere taumelt. Wie jeder verhinderte Schriftsteller hat auch er einen unvollendeten Roman in der Schublade. Er trägt den Titel WonderBoys und ist seit frühester Jugend in Arbeit. Für Grady ist dieser unvollendeter Roman das einzig Beständige in seinem wilden Leben.

Michael Chabons Buch trägt nicht ohne Grund ebenfalls den Titel "WonderBoys", denn Chabon versucht, all jene flüchtig wilden Geschehnisse rund um diese Beständigkeit einzufangen. Das Buch beschreibt eine Wochenende im Leben des 41jährigen Grady Tripps. Das offizielle Collegefest am Anfang des Buches ist dabei das einzig geplante Ereignis, danach schlittert Tripp von einem Zufall in den anderen. Partner in seinen zahlreichen Abenteuern ist sein Lieblingsstudent James Leer, ein begabter Schriftsteller, der in der morbiden Welt der Filmstars der 30er Jahre lebt. Als er Leer das Haus seines Rektors zeigen will, erschießt dieser den Hund des Rektors, als sich dieser unglücklich in Tripps Bein verbeißt. Die weiteren Ereignisse des Buches sind in der Hauptsache alltägliche Ereignisse, Begegnungen, Partys, Gespräche, immer wieder Rückblenden und Erinnerungen. "Wonder Boys" ist ein Buch über ein Künstlerleben, wie wir es aber schon oft und vor allem besser gelesen haben. Ein Buch, das sich um Originalität und Tempo bemüht, mit dem üblichen Schuss Melancholie, zwischen Wildheit und Tragik schwankend. Überzeugend kann das Buch allenfalls in der ersten Hälfte. Als Tripp Leer schließlich auch zu dem alljährlich stattfinden Familienfest seiner jüdischen Verwandten und seiner Ex-Frau mitnimmt, wird über den Leser ein ganze Füllhorn von Gesprächen und langweiligen Familienunterhaltungen ausgeschüttet. Am Anfang dagegen bemüht sich Chabon furios um eine temporeiche Sprache, das Geschehen hangelt sich von einem wilden Ereignis zum anderen. Dies ist wirklich unterhaltsam. Faszinierend ist auch die Menschenschilderung: Eine Mischung aus satirischer Überhöhung und Unverfrorenheit, die aber wiederum Charakteristika der Personen auf den Punkt bringt. Das Buch endet dann mit der Aufklärung einer Reihe von Missverständnissen. Tripp gesteht seiner Geliebten endlich, dass er ihren Hund erschossen hat und auch ein vermeintlicher Einbruch wird aufgeklärt.

Fazit: "WonderBoys" ist ein stellenweise unterhaltsamer Roman, der versucht, flüchtige Zufälligkeiten des Lebens zu beschreiben, allerdings kommt er nicht ohne Längen aus. --Christoph Steven -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

"Chabons Ironie prickelt wie Cola und hat das Tempo eines Roadmovies" Gala. Grady Tripp ist nicht zu beneiden. Die dritte Ehefrau hat ihn verlassen, die mit seinem Chef verheiratete Geliebte ist von ihm schwanger, und der Roman, an dem er seit Jahren schreibt, erweist sich als unlesbares Monumental-Manuskript. In einem 66er Galaxy kurvt der glücklose Dozent für creative writing ein Wochenende lang durch Pittsburgh und zieht Komplikationen magisch an. Ein langes, wildes Wochenende in Pittsburgh. Grady Tripp, ein nicht mehr ganz junger, leicht übergewichtiger Collegelehrer, muss sich und allen anderen wieder einmal beweisen, dass er von der süßen Anarchie der Jugend nicht lassen kann. Ein Meister im Verdrängen und nicht gerade mit Zivilcourage gesegnet, laviert sich Grady durch Eheprobleme und Liebesaffären und die Misslichkeiten eines Wochenendes. Wie die "Wonderboys" in dem Roman, an dem er gerade schreibt und für den er auch nach 2600 Seiten noch kein Ende findet, ist er unterwegs zu einem noch unbekannten Ziel. Im Schlepptau hat er seinen Freund und Lektor Terry Crabtree, der von ihm wissen will, wie es mit Gradys Roman steht, sowie seinen Studenten und Schriftstellerkonkurrenten James Leer, der in der morbiden Traumwelt der Hollywoodstars lebt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Selten begegnet einem willigen Leser einmal ein Autor, dessen Art zu schreiben so flüssig, einfallsreich, wortgewandt und eingängig rüberkommt, das die ersten fünfzig oder hundert Seiten runtergehen wie Öl. Dies ist tatsächlich eins davon und allein die Tatsache, daß dem Autor dies gelungen ist, macht den ganzen Roman sympathisch.
Sympathisch ist allerdings auch der Inhalt, wenn so mancher sich vielleicht eine stärkere Satire, eine handlungsmäßig volleren Roman oder eine konkrete Fokussierung auf einen finalen Höhepunkt gewünscht hätte. Der Reiz besteht zum größten Teil auf der Grundkonstellation und dann darauf, wie mit selbiger im weiteren Fortlauf der Handlung umgegangen wird.
Es ist ein herrliches, sich darbietendes Panoptikum der Figuren: der dauerkiffende Englischdozent Tripp, der seinen inzwischen 2611 Seiten langen Roman "Wonder Boys" nicht fertig bekommt, obwohl sein schwuler Lektor bereits zu einem Schreibfest in der Tür steht; dazu das Verhältnis mit der Kanzlerin der Uni und Frau des Dekans (damit Tripps Vorgesetzter), die er jetzt auch noch geschwängert hat; ein introvertiert-versponnen-verlogener Student, der genau das in Rekordzeit abliefert, wozu Tripp nicht in der Lage ist: einen fertigen, brillianten Roman; eine ihn bewundernde Mitstudentin; seine ihn verlassende Frau; eine gestohlene Jacke der Monroe; ein erschossener Hund und jede Menge unbeantworteter Fragen.
Das alles wird zu einer Abfolge von Szenen aufgebaut, die den Leser zum gleichzeitigen Grinsen und Kopfschütteln auffordert, wenn der eigentlich fundierte Dozent, stets nach dem nächsten Joint gierend, wie eine Flipperkugel durch Pittsburgh schleudert, stets auf der Flucht vor dem Zwang, irgendeine Art von Entscheidung zu treffen, womit seine Situation immer schlimmer wird. Michael Chabon dringt tief in seine Figuren ein, die skuril und normal zugleich sind, aber immer noch etwas in der Hinterhand haben, was sie den Lesern zusätzlich anbieten können, sozusagen ein emotionales Feedback ermöglichend.
Leider baut das Buch nach der Hälfte erzählerisch ab, als eine Flucht zur Familie von Tripps frisch ausgezogener Frau mit einer Zelebrierung des jüdischen Passachfestes endet. Dieser Teil läßt den erzählerischen Fluß etwas stocken, wirkt überlang und drosselt das angekifft-flotte Tempo der Szenenabfolge. Erst gegen Ende hin nimmt das Buch wieder Fahrt auf (was vielleicht auch der Grund ist, warum die drosselnde Episode in der Verfilmung von "Wonder Boys" (****1/2) mit Michael Douglas entfällt) und bringt dann alles zu einem einigermaßen brauchbaren, aber nicht gerade herbeigewünschten Schluß, der jedoch im Sinne des Inhalts folgerichtig ist.
Wer also an interessanten Einfällen und literarischer Qualität des Gelesenen interessiert ist, der wird hier sein blaues Wunder erleben. Ein feines Stück Buch, daß nur inhaltlich manchmal zu sehr in die Breite geht. Aber das paßt auch, denn die Hauptfigur hat dasselbe Problem!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Grady Tripp, Dozent für "Kreatives Schreiben" und Autor einiger
Romane, die es zum Achtungserfolg gebracht haben, laboriert an seinem Opus
Magnum "Wonder Boys", das es bereits auf über 2.000 Seiten bringt.
Anläßlich des jährlichen Literaturevents "WordFest" kommt der schrullige
Agent des Helden nach Pittsburg, und gemeinsam mit Tripps Lieblingsstudent
James Leer beginnt eine zweitägige Odyssee, im Rahmen derer blinde Hunde
erschossen, Nerzjäckchen gestohlen und Autos entführt werden.

Das Buch erinnert an "Angst und Schrecken in Las Vegas", ist
vielleicht etwas weniger drogengeschwängert, aber ähnlich atemlos,
allerdings weit besser geschrieben. Mit viel Sprachwitz erzählt
Chabon vom Leiden der Literaturschaffenden, von der Konvergenz, in
der sich Romanfiguren und Autoren permanent befinden, vom Wollen und
Nichtkönnen. Rasant und überaus witzig jagen Tripp, Leer und der schwule
Agent durch Pittsburg, aber auch durch Manuskripte, Partys und Vorträge,
um sich am Ende, so, wie es sein sollte, vollständig verändert
wiederzufinden. Der Roman folgt den Prinzipien, die die Gurus des
kreativen Schreibens verkündet haben, aber er tut das augenzwinkernd und
sehr, sehr lakonisch. Eine wunderbare Satire, die leider im zweiten Teil
ein bißchen abflacht. Trotzdem ein extrem lesbares und streckenweise
brüllend komisches Buch.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut empfehlenswert 26. September 2009
Von Bernhard
Format:Gebundene Ausgabe
Also erst mal eines vorweg: Ich habe mir dieses Buch eigentlich nur deshalb gekauft, weil mir die Verfilmung von Wonderboys unglaublich gut gefallen hat. Und da ich in den meisten Fällen davon ausgehe, das die Romanvorlage noch besser ist als der Film, hatte ich natürlich eine dementsprechend hohe Erwartung an das Buch.
Und diese hat es vorbehaltlos erfüllt. Die in Wonderboys erzählte Geschichte ist nicht nur intelligent und voll merkwürdiger Absurditäten, sondern durch die bunte Erzählweise von Michael Chabon auch unglaublich unterhaltsam.
Ich habe mich jedenfalls an vielen Stellen vor Lachen gekugelt. Und das ohne das die Geschichte jemals albern wird oder in ihrem Tempo nachlässt.
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Eine wunderbar humorvolle Persiflage auf den amerikanischen Literaturbetrieb bietet Michael Chabons Roman Wonder Boys. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Februar 2008 von Polar
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Am 13. September 2004 veröffentlicht
Chaos, Übermut und durchgeknallte Schriftsteller
Wonderboys, Michael Chabons zweiter Roman nach seinem grandiosem Debüt "Die Geheimnisse von Pittsburgh", ist ein Universum voller skurriler Typen und ebensolcher Situationen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2004 von Thomas Kerstens
hmmm...
als großer fan von "the mysteries of pittsburgh" und der "wonder boys"-verfilmung machte ich mich frohen mutes an dieses werk. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2002 von Jordan Catalano
Gutes Buch - in der Verfilmung jedoch empfehlenswerter
Die Vorlage zum Film mit Michael Douglas ist sicherlich "a good read"; in diesem seltenen Fall ist der Film jedoch unterhaltsamer und von noch mehr süffisantem Witz. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Mai 2001 von Pulsar
Schrullig, absurd & einfach genial!
... On the road: Wie im Rausch braust man mit Grady Tripp durch die Strassen, stolpert mit ihm von einer Skurrilität in die nächste und hebt mit ihm im Geiste das Glas... Lesen Sie weiter...
Am 30. Januar 2001 veröffentlicht
toter Hund im Kofferraum
Die Geschichte von Grady Tripp und einiger anderer wundersamer "Jungs" ist wirklich gelungen. Lesen Sie weiter...
Am 8. September 1999 veröffentlicht
Crabtree&Miss Sloviak
Ein fantastisches Buch.Wunderbar die Charaktere-z.B.Miss Sloviak.Und ganz unglaubliche Dinge über Schlangen und tote Hunde in Kofferräumen..... Lesen Sie weiter...
Am 14. März 1999 veröffentlicht
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