Bei allem Respekt für die Bilder- und Zeichenwelt Greenaways, der für mindestens drei Meisterwerke verantwortlich zeichnet, dieser in Deutschland verständlicherweise nicht verliehene Film ist ein Graus sondergleichen. Ich gebe zu, die englischen Dialoge nicht vollständig begriffen zu haben (es gibt keine deutschen Untertitel auf der DVD, auch keine englischen), kein Wunder eigentlich, es wird in diesem Film praktisch nur gesprochen (kaum gehandelt), auch über sehr viel Abstraktes und im Bild nicht sichtbares. Genau da liegt das Manko: Der Film könnte auch ein Hörspiel sein. Zwar sind einige Bilder (wie immer) gut gelungen, bergen jedoch keinen sinnlichen oder kontextuellen Mehrwert. Die Gespräche zwischen Vater und Sohn über Sexus und benachbarte Themen langweilt penetrant und hat mich nach 45 Minuten insoweit paralysiert, dass ich dem Rest nur mit Mühen und Zähneknirschen folgen konnte und wollte. Die Bebilderung dieser Wortwechsel wäre wirklich nicht notwendig gewesen. Mein Gott, da ist ja "The Falls" noch spannender, selbst seine schwache kalligraphisch geprägte "Bettlektüre" hat mehr Gehalt als dieser hanebüchene Schwurbelunsinn, dem ich auch nichts subversiv-lustiges abgewinnen kann. Aber vielleicht habe ich ja den Subtext aufgrund meiner mittelmäßigen Englischkenntnisse nicht begriffen.