Gerade habe ich das Buch von Rita Marley "No Woman No Cry" zu Ende gelesen und bin sehr berührt von der Ehrlichkeit und von der Power, die aus den über 280 Seiten spricht. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, ich höre dabei auch Bob Marleys Musik und sein Engagement für eine bessere Welt, für mehr Mitmenschlichkeit untereinander. Bereits jedes der Kapitel benennt Rita nach einem seiner Songs. Sie erzählt sehr direkt und offen von ihrem Leben mit Bob, wie alles anfing, in Trench Town in totaler Armut. Auch in schwierigen Zeiten, als der Showbiz Bob Marleys Außenimage polierte, als andere Frauen eine Rolle spielten, blieben sie bis zum Schluss ein Paar, das sich gegenseitig achtete und füreinander da war. Aus den Zeilen der Biografie wird spürbar, wie Bob Marley das, was er in seiner Musik ausdrückt, auch lebte - eine alles umfassende Liebe, die keine Grenzen, dafür aber alle Höhen und Tiefen erfährt.
Rita ist Freundin, Ehefrau, Mutter von sechs eigenen und mehreren Ziehkindern, Künstlerin und Weggefährtin zugleich, die sich selbst treu bleibt, ihre tiefe Verwurzelung in der Rastafari Bewegung mag ihr dabei helfen. Selten hat mich ein Buch einer Frau so stark beeindruckt, vielleicht gerade deshalb, weil es wahr und kein Roman ist, aber sich so spannend liest wie ein Roman. Unbedingt weiter zu empfehlen!