Wolves - Das tödlichste Raubtier ist in dir (englisch: Animals)
Das der Film nicht wirklich gut sein würde, wusste ich bereits als ich ihn in Händen hielt. Erst dachte ich "Ui, ein neuer Werwolf-Film!", aber als ich auf der Rückseite etwas von Twilight und Liebesaffaire las, konnte das schonmal nichts werden. Nunja ich habe ihn mir dann doch gekauft und wurde wenigstens diesbezüglich nicht enttäuscht.
Also ich finde "Wolves" grundsätzlich gar nicht so schlecht, denn Bild und Ton gehen durchaus in Ordnung, abeeeeer: Trotz gelegentlicher guter Ansätze in Punkto Story, Atmosphäre und Innovationen, schafft dieser Film einfach nicht den Sprung aus der Mittelmäßigkeit. Das liegt einerseits an der austauschbaren Geschichte, die stets von Unmengen an Sexszenen unterbrochen werden (diese allein kosten dem Film bereits einen Stern, da wären ein paar Schnitte mehr durchaus angebracht gewesen), weiter die arg schwankenden schauspielerischen Leistungen der Akteure, die von ganz passabel bis nahezu lächerlich reichen. Gerade von einem Darsteller namentlich Naveen Andrews, der lange Zeit in der Serie Lost begeistern konnte, erwartet man einfach mehr, aber stattdessen "glänzt" er fast den ganzen Film über mit seiner stets überzogenen und einfach nur komischen Darstellung. Wer sich wie ich, endlich mal wieder auf Werwölfe in einem Film gefreut hat, wird über die Kreaturen auch erst einmal schmunzeln müssen. Diese wirken wie blau leuchtende, Werwolf/Pferde-Hybriden und sehr billig animiert. Zur Story kann man nur sagen: wer die Bücher von Lori Handeland (Wolfskuss, Wolfsfieber, Wolfsgesang,...) kennt, weiß was man zu erwarten hat. Also wer diese Bücher gut findet, kann ihn sich ja mal ansehen. Für Leute die einen guten "Werwolffilm", wie ebenfalls auf der Rückseite der DVD-Verpackung groß angepriesen "für Fans von American Werewolf, Underworld und Verflucht" erwarten, gilt auf jeden Fall "Finger weg!" oder "auf eigenes Risiko", denn qualitativ ist "Wolves" von diesen Filmen meilenweit entfernt.