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Woll
 
 

Woll [Kindle Edition]

Udo Aschenbeck
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Woll - ein Roman über die 1970er und 1980er Jahre ...
Wohngemeinschaften
Schwule Liebe
Hamburger Hafenstraße
Fischmarkt
Griechenland
Antik-AKW-Bewegung
Drogen ...

Schnell geschrieben, mitreissend und mitnehmend.

Der Autor, Udo Aschenbeck, flog in Delmenhorst vom Gymnasium, weil er schwul war. Er flog in Vechta vom Gymnasium, weil er Jean Genet las. Er arbeitete als Buchhändler in Oxford und Amsterdam, lebte in Hamburg und Frankfurt. Sein erstes Buch, "Südlich von Tokio" erschien bei Suhrkamp.
DIE ZEIT schrieb 1988, dass wir mit Aschenbeck einen "neuen Erzähler entdecken können". Aschenbeck starb 1995. "Woll" ist sein zweiter Roman.

Aus dem Inhalt

ER SASS SCHON AM TISCH, neben Klaus. Ich setzte mich neben Ingrid. Sie hatte die Ellbogen auf dem Tisch, den Kopf in der Hand und die Haare nahe der Marmelade.
Mach dich nicht so breit, und wer bist du? fragte ich ihn.
Woll.
Woll aus Westfalen?
Nee.
Wo habt ihr den denn aufgegabelt?
Ingrid drehte sich zu mir um.
Geh doch wieder ins Bett.
Woll lächelte mich an.
Das ist doch noch ein Kind.
Hat er hier zu sagen? fragte Woll.
Ich mußte lachen. Woll stimmte ein.
Wie alt bist du eigentlich? fragte er dann.
Doppelt so alt, sagte ich,
So unbestimmt wie meine Antwort blieb uns sein Alter, und Väter erfand er viele. Wenn wir manchmal, wenn auch selten, seine Lügen satt hatten, gab er vor, ein Heimkind zu sein.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 272 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 177 Seiten
  • Verlag: Dr. Nils Aschenbeck (28. Februar 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B007FKCH9A
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: #208.819 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3.0 von 5 Sternen Vaterersatzsuche im Hamburg der späten 70er Jahre 12. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Hamburg im Jahr 1976. Die links alternative Wohngemeinschaft in der Eimsbütteler Meißnerstraße befindet sich gerade in einer Krise, als Woll auftaucht. Woll ist ein jugendlicher Springinsfeld, bei dem man nie sicher sein kann, ob er gerade die Wahrheit sagt oder lügt. Gustav ist viel älter, ruhiger und überlegter als Woll. Doch kaum haben sie sich das erste Mal gesehen, haben sich die beiden auch schon gefunden. Aber das Buch ist auch eine Hamburg-Geschichte und ein Stimmungsbericht der autonomen Szene der späten 70er Jahre. So berichtet der Autor unter anderem von der Aktion um die erstmalige Besetzung des Bauplatzes für das Kernkraftwerk Brokdorf, Straßenszenarien aus St. Pauli und dem Schanzenviertel werden detailverliebt geschildert, eine Freude für alle, die es kennen, aber manchmal ermüdend für Außenstehende, die nicht gerade darauf erpicht sind, die beschriebenen Orte etwa am Fischmarkt touristisch zu besuchen. Im Zentrum der Handlung steht Wolls Suche nach einem Vaterersatz, nicht nur in seiner ungleichen Beziehung zu Gustav, sondern auch in der Erfindung unzähliger Wunschpapis. Am Ende löst sich Gustav von Woll, der ihn ausgenutzt und bestohlen hat und wird Inhaber eines florierenden Futonladens in Frankfurt. Die Geschichte der beiden ist aus Gustavs Sicht zu Ende, und an dieser Stelle wechselt auch der Ich-Erzähler. Das letzte Viertel ist "Wolls Bericht". Aschenbeck hätte seinen Roman besser vorher beenden sollen, denn der Erzählerwechsel wird stilistisch nicht aufgefangen und die bis dahin runde Geschichte verliert an dieser Stelle den zeitlichen und inhaltlichen Handlungsfaden. Diese Überspitzung des Gefühls von Verhärtung und Zerfall wirkt so, als habe der Autor alle Fragmente, die er in der Haupterzählung nicht unterbringen konnte, in diesen Schluß gepackt. Das Gefühl von Sehnsucht, das den Roman am Anfang trägt, löst sich einfach auf. Man legt das Buch zufriedener aus der Hand, wenn man auf Seite 154 einfach aufhört. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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