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Wolkengänger: Die wahre Geschichte eines russischen Waisenkindes
 
 
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Wolkengänger: Die wahre Geschichte eines russischen Waisenkindes [Gebundene Ausgabe]

Alan Philps , John Lahutsky , Carina Tessari
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [101kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 348 Seiten
  • Verlag: Gustav Kiepenheuer; Auflage: 1 (1. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3378011084
  • ISBN-13: 978-3378011083
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 187.965 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Lahutsky
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Er hatte keine Chance. Bis er aufstand. Und lief. Die ergreifende Geschichte eines Waisenjungen, dem niemand eine Chance geben will und der dennoch seinen Weg ins Leben findet. Als Wanja auf die Welt kommt, prognostizieren die Ärzte, dass er nie würde laufen können. Ihm droht ein Leben in den unmenschlichen Verhältnissen russischer Fürsorgeanstalten. Doch durch seinen Mut, seine Intelligenz und seinen unbändigen Willen entkommt er diesem Schicksal. "Wenn meine Geschichte nur ein Kind vor der Hölle bewahrt, durch die ich gegangen bin, war es die Mühe wert." John Lahutsky Wanja kommt als Sohn einer Alkoholikerin verfrüht und mit nur einem Kilo Gewicht zur Welt. Als die Ärzte prognostizieren, dass er nie würde laufen können, gibt die ohnehin überforderte Mutter ihn in ein Waisenhaus. Da das russische Fürsorgesystem keinen Unterschied zwischen körperlichen und geistigen Behinderungen macht, überläßt man Wanja in einer Gruppe „hoffnungsloser Fälle“ sich selbst. Es herrscht Mangel an allem: menschlicher Wärme, Kleidung, Nahrung, Spielzeug. In Gitterbetten angebunden, werden die Kinder mit Medikamenten ruhiggestellt. Doch Wanja gelingt es, sich selbst das Sprechen beizubringen und eine Gruppe ausländischer Hilfskräfte auf sich aufmerksam zu machen. Sie erkennen bald, dass viele der Kinder mit der richtigen Betreuung ein normales Leben führen könnten, und beschließen zu helfen. Doch die Rechtslage ist komplex und die russischen Behörden gleichgültig. Erst nach langwierigen Bemühungen gelingt es, Wanjas Adoption zu ermöglichen. Heute führt er als John Lahutsky ein völlig normales Leben – und er hat laufen gelernt. Nur einen Wunsch hat der einstige Waisenjunge noch: das Ende der russischen Heime, in denen noch heute tausende Kinder unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen leben müssen.

Über den Autor

Carina Tessari, geb. 1978, studierte Übersetzen in Berlin und übertrug u. a. Curtis Sittenfeld und Lindsay Graves ins Deutsche. Sie lebt in Mannheim

Alan Philps studierte in Oxford und arbeitete als Russland-Korrespondent für Reuters und den Daily Telegraph. 1985 wurde er aus der Sowjetunion ausgewiesen, durfte aber nach dem Fall des Eisernen Vorhang zurückkehren. Heute schreibt er u. a. für The Guardian, The Evening Standard und den Telegraph. Er lebt in London.

John Lahutsky lebt heute bei seiner Adoptivmutter Paula Lahutsky, einer Schulpsychologin, in Pennsylvania, USA, und besucht die High School.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch gelesen (verschlungen). Da wir 2002 selbst ein Kind mit 3 Jahren in Rußland adoptiert haben, kamen bei den Beschreibungen viele Erinnerungen in mir hoch. Die Gerüche in den Kinderheimen, die unbenutzten Spielsachen. Spielzimmer, in die die Kinder nur durften, wenn wir (die anghenden Eltern) dabei waren, damit das Spielzeug möglichst nicht beschädigt wird. Beamte, die nur Dienst nach Vorschrift machen.
Aber auch Menschen, die sich in einem fremden Land mit einer fremden Sprache um uns gekümmert haben.
Bei einem unserer Besuche hat sich ein kleiner Junge an mein Knie geklammert und "Papa, Papa" gerufen. Eine Erzieherin hat ihn dann zu sich geholt. Was wohl aus ihm geworden ist?

Auch unser Sohn hatte in seiner Krankenakte körperliche und geistige Krankheiten. Keine!!! davon hat sich bestätigt.

Diese Geschíchte führt einem vor Augen wie grausam Menschen mit Anderen umgehen. Vor allem mit den schwächsten, den Kindern.

Ich habe nur einen Fehler gefunden: Der Autor schreibt, dass die Kinder nach dem Babyhaus in ein Internat kommen. Richtig muss es Internierungslager heißen.

Dieses Buch ist ein Muss für Jeden, der sich eine Adoption überlegt. Geichzeitig aber auch ein Buch für jeden, der gegen (Auslands-)adoptionen ist. Danach wird er seine Meinung bestimmt noch einmal überdenken müssen. Und schließlich für alle, denen andere Menschen nicht gleichgültig sind
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als Wanja auf die Welt kommt, prognostizieren die Ärzte, dass er nie würde Laufen können. Ihm droht ein Leben in den unmenschlichen Verhältnissen russischer Fürsorgeanstalten, in denen kein Unterschied zwischen geistiger und körperlicher Behinderung gemacht wird.

Vorsicht! Dieses Buch ist absolut hart! Ich bin gerade mit dem ersten Viertel durch, aber was ich bisher gelesen habe, geht einem echt an die Nieren und erfüllt einen mit einer hilflosen Wut gegenüber einem unmenschlichen System (das nicht mal zwangsläufig nur im "bösen" Russland zu finden ist).
Es will einem einfach nicht in den Kopf, dass ein kleiner Junge als "erledigt" abgestempelt wird, obwohl er völlig normale geistige Fähigkeiten zeigt und mit entsprechender Förderung auch Laufen lernen könnte...

Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt: ein großer Teil davon stützt sich auf Wanjas Erinnerungen, während weitere Teile die Erfahrungen schildern, die z.B. Sarah, Gattin eines Zeitungskorrespondenten macht, nachdem sie als Dolmetscherin mit ihrer Freundin, die einer Hilfsorganisation angehört, einen erschütternden Blick in die Welt der russischen "Babyhäuser" wirft.

Der kleine Wanja aus dem Buch lebt übrigens heute unter dem Namen John Lahutsky bei seiner Adoptivmutter in den USA - und zwar ein völlig normales Leben!!!

Wer die Nerven hat: unbedingt lesen!!!
Wer so etwas schlecht erträgt: unbedingt Finger weg!!!

Ein schonungsloses, aber absolut wichtiges und brilliantes Buch!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In dieser Geschichte wird beschrieben, was eigentlich unbeschreiblich ist. Was es nicht geben dürfte und doch so passiert ist.

Das System der russischen Babyhäuser ist grausam. Ohne Beschäftigung, ohne menschliche Wärme ohne jedwelche Anregung vegetieren die Kinder förmlich vor sich hin. So auch Wanja, der zusammen mit den anderen Kindern aus der Gruppe zwei vom Moskauer Babyhaus Nummer zehn sein Leben vorwiegend in einem Gitterbett verbringt. Wanja kann eine freiwillige ausländische Helferin auf sich aufmerksam machen, die sich fortan so gut wie sie eben kann um ihn zu kümmern versucht. Ihn auch erstmals an die frische Luft bringt, ihm erstmals ein kleines Stück der Welt ausserhalb seines Gefängnisses zeigt. Er ist etwa vier Jahre alt und es ist das Jahr 1994.

"Sie pflückte die Blume und gab sie Wanja. Er bestaunte die verschachtelte Anordnung der Blütenblätter. "Das ist Löwenzahn. Er strahlt wie die Sonne, nicht wahr?" "Sonne' wiederholte Wanja, "Was ist die Sonne?'"

Gemeinsam mit dem Journalisten Alan Philps und anderen Menschen, die ihn in den verschiedenen Heimen besuchten und mit Engagement dafür kämpften, dem liebenswerten, gewitzten Jungen eine Zukunft zu ermöglichen , erzählt Wanja seine Geschichte.

Wanja hatte das Glück, diesen Kinder-Gulag zu überleben. Er wurde adoptiert und lebt heute mit seiner Adoptivmutter in den USA und besucht heute ein College. Wäre er nicht aus dem Babyhaus gerettet worden, hätte sich nicht eine ganze Gruppe von Helferinnen und Helfern unermüdlich für ihn eingesetzt, hätte er mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht lange überlebt. Denn bald nach seinem vierten Geburtstag wird er von einer Kommission als nicht bildungsfähig eingestuft und in ein sogenanntes Internat eingewiesen, wo er mit Medikamenten ruhiggestellt, dauerhaft in seinem eigenen Dreck in einem Gitterbett liegend das Laufen und Sprechen verlernt.

Das Buch erinnert stark an 'Michael' von Debra Fowler, in dem das Schicksal eines kleinen Jungen in einem rumänischen Waisenhaus beschrieben wird. Nur, dass dessen Geschichte ausschliesslich aus Aussensicht erzählt wird. Das Aussergewöhnliche an 'Wolkengänger' ist, dass Wanja selbst sich erinnert und mit diesem Buch seine Erinnerungen der ganzen Welt mitteilt.

"'Ich hoffe und bete, dass dieses Buch dem grausamen System ein Ende setzt, in dem Kinder unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt werden. Ich träume davon, dass all diese Einrichtungen eines Tages geschlossen werden. Jedes Kind verdient es, in einer Familie aufzuwachsen. Mein Wunsch ist es, dass sie alle eine Chance bekommen'."

Fazit: Ergreifend, dramatisch, unvorstellbar. Lesen!
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