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Wolkenfern [Gebundene Ausgabe]

Joanna Bator , Esther Kinsky
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. Oktober 2013
Nach einem Verkehrsunfall erwacht Dominika aus dem Koma, umsorgt von ihrer Mutter und Grazynka Rozpuch, einer alten Familienfreundin, die ihr den Platz in der Spezialklinik bei München verschafft hat. Statt nach Polen zurückzukehren, bricht Dominika, von Fernweh getrieben, ins Ungewisse auf, lebt als Fotografin unter Emigranten in New York und London, bis sie eines Tages den Ort findet, an dem sie bleiben will. Hineingewoben in diese weibliche Odyssee ist die Geschichte Grazynkas, die vor dem Krieg als Findelkind von einem Frauenpaar, den »Teetanten«, aufgezogen wird. Als die SS im Städtchen die polnische Bevölkerung deportiert, gelingt es den Teetanten, das Kind in die Obhut einer Nonne zu geben. Aus dem KZ zurückgekehrt, sehen sie, wie ihre Nachbarn sich um die Besitztümer der verschwundenen jüdischen Familien streiten. Und von Grazynka keine Spur… Zeiten und Erzählebenen kunstvoll verknüpfend, rollt Joanna Bator ein großes Panorama aus, das sich über Kontinente und ein ganzes Jahrhundert erstreckt. »Wolkenfern« ist ein Roman über Fremdheit und Heimatsuche. Vor allem aber handelt er von den vielgestaltigen Beziehungen zwischen Frauen - atemberaubend kühn, in einer sinnlichen, mitreißenden Sprache. »Wolkenfern« ist ein literarisches Schwergewicht, ein Buch, das auch emotional tief berührt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 499 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (6. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351842405X
  • ISBN-13: 978-3518424056
  • Originaltitel: Chmurdalia
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 332.108 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wieder begeistert Bator, von Esther Kinsky in ein prächtiges Deutsch übersetzt, durch eine ausgesuchte Metaphorik.«

(Hans-Peter Kunisch Süddeutsche Zeitung)

»Die Geschichte des Romans ist so fein verästelt wie die Ausläufer eines Flusses. Man muss eine Lust am Streunen und Sich-davon-treiben-Lassen mitbringen, um Bators Roman zu mögen. Dann aber wird man ihn lieben ... Manchmal glaubt man, Bator greife auf eine andere als die gewöhnliche Sprache zurück, weil sie diese zu so kunstvollen, kraftvollen Sätzen zusammensetzt.«

(Maren Keller SPIEGEL ONLINE)

»Joanna Bator hat für diese Welt auch in ihrem neuen Roman Wolkenfern eine märchenhaft leichte Prosa entwickelt, die sich in ihre Figuren liebevollst einfühlt, bis selbst Bösartigkeiten verführerisch funkeln.«

(Bernd Kempker wdr3.de)

 »Joanna Bator schrammt knapp am Kitsch entlang. Egal. Entscheidend im Roman Wolkenfern ist ihre überbordende Erzählfreude.«

(Sabine Seifert taz. die tageszeitung)

»... stilsicher und mit exzellentem Sprachgefühl geschrieben ...«

(Marta Kijowska Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Für Goethe atmete Weltliteratur einen transnationalen Geist der Toleranz und Offenheit. Es scheint, als habe die die große, polnische Autorin Joanna Bator Goethes Ideen tief verinnerlicht. Ihr neuer Roman Wolkenfern jedenfalls hätte kosmopolitischer nicht ausfallen können« (Tobias Schwartz Der Tagesspiegel)

»Vermutlich ist Bators Doppelroman das wichtigste polnische Erzählwerk des jungen 21. Jahrhunderts.«

(Mathias Schnitzler Berliner Zeitung)

»Joanna Bator reiht sich in die beste Tradition der polnischen Erzählkunst des 19. Jahrhunderts ein...«

(Ulrich M. Schmid Neue Zürcher Zeitung)

»In Wolkenfern treibt Bator ihre tollkühne, von Esther Kinsky atemberaubend gut übersetzte Prosa in neue Erzählraffinessen, dreht das Verschachteln und miteinander Verknüpfen in schwindelnde Höhen, lässt immer neue Personen aufund zwischen den Generationslinien weiblicher Netzwerke abtauchen.«

(Verena Auffermann Emma)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Joanna Bator, 1968 geboren, studierte in Wrocław Kulturwissenschaft und Philosophie, publizierte in wichtigen polnischen Zeitungen und Zeitschriften. Für ihre Reportagen Japonski wachlarz (Der japanische Fächer) erhielt sie 2005 den Beata-Pawlak-Preis.

Die deutsche Übersetzung ihres Romans Sandberg (2012) durch Esther Kinsky war ein literarisches Ereignis. Seither gilt Joanna Bator als eine der wichtigsten neuen Stimmen der europäischen Literatur. Joanna Bator ist Hochschuldozentin und lebt in Japan und Polen.


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3.0 von 5 Sternen Gute Grundgeschichte, aber viel zu viel Drumherum 21. April 2014
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist mit fast 500 Seiten Text eine gewisse zeitliche Herausforderung und die Autorin macht trotz immer wieder aufblitzender sprachlicher Brillanz die Lektüre nicht wirklich zu einem Vergnügen. Dies liegt an verschiedenen Punkten. Zum einen würde man den Roman besser verstehen, wenn man das Vorgängerwerk „Sandberg“ schon gelesen hat. Angesichts der Vielzahl der Handlungsstränge und vorkommenden Personen halte ich dies für einen Konstruktionsfehler, denn ein Roman sollte für sich genommen gut und zu verstehen sein. Des Weiteren gibt es zwar bestimmte Themen und Tendenzen, die sich durch das Buch ziehen - z.B. die Selbstbestimmung einer Person, deren Sicht auf die Welt und ihr Umgang mit den jeweiligen Umständen, dazu Bindung, Verständnis und Liebe innerhalb der Familie, vor allem zwischen Mutter und Tochter, sowie schließlich die Suche nach einem Sinn im Leben -, aber insgesamt wird nicht so recht klar, worauf die Autorin eigentlich hinauswill. Denn es hätte, um das Schicksal der handelnden Frauen in diesem Buch auszugestalten und zu erklären, nicht so vieler Nebenstränge bedurft, die man sich ohnehin kaum merken kann, selbst wenn sie alle irgendwie ein bisschen miteinander verwoben wurden, sodass man den Eindruck bekommt, alle Polen würden sich, wenn sie mal ins Ausland gehen, auf jeden Fall einmal in New York oder London über den Weg laufen. Des Weiteren sind mir die Hauptcharaktere zu unbestimmt gezeichnet. Lesen Sie weiter... ›
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine weibliche Odysee 3. Februar 2014
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Dominika die Romanhauptfigur war mir schon aus "Sandberg" bekannt - "Wolkenfern" ist für mich so eine Art Fortsetzungsroman.
Es geht um die vielgestaltige Beziehung zwischen Frauen (Männer kommen nur am Rande vor), Dominika ist auf einer weiblichen Odysee, auf der Flucht vor der Mutter, zwischen Verlust und Suche. Ich fand den Roman sinnlich und kühn, in einer poetisch mitreißenden Sprache hat er mich emotional tief berührt.
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