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Wolfszeit [Gebundene Ausgabe]

Nina Blazon
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 347340070X
  • ISBN-13: 978-3473400706
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.569 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Nina Blazon
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auf ihrer Liebe lasten dunkle Schatten: Thomas und Isabelle sind einem Mörder auf der Spur, der die Wälder Frankreichs durchstreicht. Ist er ein riesiger Wolf? Die Wahrheit übersteigt jede Vorstellung.Wer steckt hinter den grausamen Morden, die die Bewohner der Auvergne in Angst und Schrecken versetzen? Es heißt, eine Bestie in Wolfsgestalt treibe in der Gegend ihr Unwesen. Eine Delegation des Königs bricht auf, um sie zu töten. Mit dabei ist auch der Zeichner Thomas, dem sich schon bald ein dunkles Geheimnis offenbart: Weder ein Dämon noch ein Wolf allein kann die Morde begangen haben. Für seinen ungeheuerlichen Verdacht setzt Thomas seine große Liebe aufs Spiel - und sein Leben.

Über den Autor

Nina Blazon, geboren 1969 in Koper, wuchs in Neu-Ulm auf und studierte in Würzburg Slavistik und Germanistik. Schon als Jugendliche las sie mit Begeisterung, vor allem Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während des Studiums - Theaterstücke und Kurzgeschichten, bevor sie den Fantasy-Jugendroman "Im Bann des Fluchträgers" schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Stuttgart, wo sie als Journalistin, Übersetzerin und Werbetexterin arbeitet.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine wolfsähnliche Bestie treibt im Frankreich des 18. Jahrhunderts sein Unwesen und tötet in mehreren Gebieten Kinder und junge Frauen. Lange Zeit wird vergeblich versucht, der Bestie den Garaus zu machen, doch es ist nicht einmal klar, um welche Tierart es sich hierbei überhaupt handelt. Der junge und ehrgeizige Naturwissenschaftsstudent Thomas Auvray aus Versailles schließt sich einer Jagd-Expedition König Ludwig des XV. an, um seinem strengen, ehrgeizigen Vater und einer arrangierten Ehe zu entkommen und weil ihn der wissenschaftliche Ehrgeiz gepackt hat. In Gevaudan lernt er die junge Adelige Isabelle d'Apcher kennen und verliebt sich in sie. Auch Isabelle war ein Opfer der rätselhaften Bestie, wurde von dieser allerdings nur verletzt und nicht getötet. Thomas versucht, Isabelles verlorene Erinnerungen zu wecken und ist sich der schmerzhaften Tatsache bewusst, dass Isabelle mit einem jungen Grafensohn verheiratet werden soll. Gleichzeitig wütet die Bestie immer häufiger und grausamer, kann aber nicht gefangen oder getötet werden. Steckt hinter der scheinbaren Intelligenz dieses Monsters vielleicht sogar ein Mensch? Oder doch ein Tier oder eine tierähnliche Bestie? Doch dann verschwindet Isabelle spurlos...

"Wolfszeit" ist der aktuelle Roman von Nina Blazon und im Ravensburger Buchverlag erschienen. Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan von Nina Blazon und als ich gehört habe, dass ein neuer Roman von ihr erscheint, musste ich diesen sofort vorbestellen und lesen. Und ich bin nicht enttäuscht worden.

Diese Autorin hat ein wahnsinniges Talent, ihren Geschichten Leben einzuhauchen. So erscheinen die Charaktere nie flach und eindimensional, sondern vielschichtig und interessant. Auch in "Wolfszeit" gibt es wieder spannende Charaktere. Isabelle d'Apcher zum Beispiel, die einerseits eine stolze Grafentochter ist, andererseits aber auch Kontakt zum Volk sucht und Okzitanisch spricht (die Sprache des Volkes). Oder Thomas, der unter seinem verstorbenen großen Bruder zu leiden hatte und dessen Beziehung zu seinem Vater immer noch kompliziert ist. Auch er zeigt menschliche Schwächen, indem er beispielsweise zugibt, dass er über den Tod seines großen Bruders Armand zunächst froh war. Sehr liebeswürdig fand ich übrigens Thomas Freund Adrien, der zwar ein lebensfroher junger Schürzenjäger ist, andererseits aber seine Mutter und Geschwister finanziell versorgt und Thomas ein wahrer und treuer Freund ist. Um bei den französischen Namen den Überblick zu behalten, gibt es am Anfang des Buches ein Namensverzeichnis. Ich hatte auch ohne dieses keine Probleme, der Handlung zu folgen. Für Leser, die kein Französisch sprechen, kann es aber eine sehr nützliche Ergänzung sein.

Außerdem merkt man auch "Wolfszeit" an, dass dieser Roman sehr gut recherchiert wurde. Dieser Geschichte liegt ein wahrer historischer Kern zugrunde, den Frau Blazon mit Fiktion vermischt hat. In einem Nachwort geht die Autorin darauf ein und berichtet, was Realität war und was Fiktion. Außerdem gibt sie hier einen guten Einblick in ihre Recherchen. Die Idee, Historisches als Grundlage zu benutzen und dann mit Fantasy zu mischen, finde ich sehr gut. Am Ende des Buches lösen sich die Rätsel und man fragt sich, ob man es hier wirklich mit einem Fantasybuch zu tun hat. 'Wolfszeit' erinnert mich vom Stil her stark an "Totenbraut", das mein Lieblingsbuch der Autorin ist und so gefällt mir auch dieser aktuelle Roman sehr, sehr gut.

Auch die Spannung kommt in "Wolfszeit" nicht zu kurz. So wird die Handlung nicht nur aus der Sicht von Thomas erzählt, sondern das erste Kapitel beispielsweise aus der Sicht eines Opfers. Es lösen sich auch die Handlungsorte und 'personen innerhalb von Kapiteln ab, sodass man immer dazu angeregt wird, weiterzulesen. Ich hatte kein einziges Mal das Gefühl, dass das Buch langweilig wurde oder stellenweise in die Länge gezogen wurde. Ganz im Gegenteil: ich musste mich zwingen, "Wolfszeit" immer wieder aus der Hand zu legen, damit andere Dinge wie das Lernen nicht zu kurz kamen.

Auch der sprachliche Stil Nina Blazons macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Durch ihre bildliche Ausdrucksweise lässt sie Schauplätze vor dem inneren Auge entstehen. Außerdem verleiht sie ihren Charakteren sprachliche Eigenheiten, was diese noch glaubwürdiger und die Geschichte lebendiger erscheinen lässt. So musste ich beispielsweise schmunzeln, als der Bedienstete von Lafont mit seiner nuschelnden Sprechweise auftrat.

Auf Parallelen zu Filmen oder anderen Romanen kann ich leider nicht eingehen, da ich diese nicht kenne bzw. noch keinen vergleichbaren Roman gelesen habe, obwohl ich eine Leseratte bin.

Fazit: Für mich ein durch und durch gelungener Roman. Historisch, spannend, sprachlich ein Genuss und mit einem Schuss Romantik. Kein typischer Werwolfroman, worauf man vielleicht schließen könnte, wenn man das Cover sieht und sich die Inhaltsangabe durchliest und damit eine gute Abweichung von der Masse. Unbedingt lesen, v.a. wenn man schon "Totenbraut" und die anderen Bücher Nina Blazons verschlungen hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Caro
Format:Gebundene Ausgabe
INHALT: In einem kleinen Dorf in der Auvergne werden zahlreiche grausame Morde begangen. Bald darauf sind die Opfer so zahlreich, dass dem König Botschaft erstattet wird, der daraufhin eine Ermittlerdelegation aufs Land schickt, die den schrecklichen Vorkommnissen auf den Grund gehen soll. Unter ihnen befindet sich auch der junge und ehrgeizige Student Thomas Auvray, der die Ermittlungen mit seiner raschen Auffassungsgabe und seinem brennenden Ehrgeiz voranzubringen vermag und sich im Zuge seiner Ermittlungen in die schöne Adlige Isabelle verliebt, die der Bestie nur äußerst knapp entkommen ist. Schon bald ist klar, dass die Morde nicht allein von einem Wolf begangen worden sein konnten. Wer steckt also hinter den Morden? Ist es der allzu fromme Bruder von Isabelle, der Schürzenjäger Andre, der eine Verbindung zu den meisten der ermordeten Frauen aufweist, oder vielleicht doch der hinterhältige Eric?

MEINE MEINUNG: Kurz nachdem ich gehört habe, dass Nina Blazon einen neuen Roman veröffentlicht, war ihm der Platz im Bücherregal schon sicher. Schließlich halten Blazon- Bücher in der Regel, was sie versprechen. Einen bildhaften Schreibstil, ausgeklügelte Charaktere und eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen, oder anders gesagt, eine Geschichte, die einen alles um einen herum vergessen lässt. Wolfszeit bildet da-abgesehen von der ein oder anderen Schwäche- keine Ausnahme.

Äußerst gut gefallen haben mir in Wolfszeit die Charaktere. Der Protagonist Thomas, aus dessen Sichtweise größtenteils erzählt wird, war mir auf Anhieb sympathisch. Dieser zeichnet sich zum einen durch seinen rational aufgeklärten Geist aus, der ihn zu einem erfolgreichen Ermittler macht, besitzt aber zum anderen eben auch einen Hang zum Träumerischen. Immerhin hat er den großen Plan, einmal die neue Welt zu bereisen und verliebt sich außerdem Hals über Kopf und nahezu hoffnungslos in eine junge Adlige, die er schon bald 'Rabenmädchen' tauft. Das Rabenmädchen bzw. Isabelle, wie ihr richtiger Name lautet, wird zunächst als eine übermütige junge Frau vorgestellt, die sich nicht um die Regeln ihres strengen und erzkatholischen Bruders kümmert und entgegen seiner Anweisungen ihre Freizeit dazu ausnutzt, die Ländereien auszukundschaften. Andererseits besitzt sie allerdings auch eine sehr zerbrechliche Seite. So trauert sie beispielsweise lange um ihren verstorbenen Vater und leidet seit dem Angriff der Bestie unter Alpträumen. Aber auch Nebencharaktere wie zum Beispiel die zunächst der rigide wirkende Wirtsfrau Madame Chastel oder der zwielichtige Schürzenjäger Andre tragen zum Charme des Romans bei.

Leider muss ich allerdings gestehen, dass ich nach einem sehr gelungen Prolog und den ersten Kapiteln eine Weile gebraucht habe, um mich in Wolfszeit einzufinden. Das liegt wohl daran, dass man als Leser genau wie der Protagonist über einen ziemlich langen Zeitraum hinweg orientierungslos im Dunkeln herumirrt was die Frage angeht, wer hinter den grausamen Morden stecken könnte. Dabei ist Blazon eigentlich Meisterin darin, ihren Leser mit geschickt ausgelegten Ködern auf die falsche Fährte zu locken, sodass einen dann die nächste Wende umso überraschender trifft. Diese Köder waren zwar auch in "Wolfszeit" stellenweise vorhanden, kamen mir aber insgesamt betrachtet ein wenig zu kurz.

Einige äußerst unerwartete Enthüllungen zu den Charakteren, die dem Roman eine vollkommen neue Wende verleihen, erwarten einen dann immerhin gegen Ende der Geschichte. Leider ist dann allerdings auch schon ziemlich schnell klar, wer hinter den grausamen Morden stecken muss. Die Frage nach dem Mörder war mir dementsprechend- für Blazon-Verhältnisse- fast schon ein wenig zu simpel gelöst. Eine Aufwertung erfährt das Ende dafür durch einige äußerst spannend gestaltete Actionszenen und die abgerundete Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Thomas und Isabelle.

FAZIT: Sieht man mal von den oben ausgeführten Schwächen ab, so hat Nina Blazon mit "Wolfszeit" erneut bewiesen, dass sie dazu in der Lage ist, sich querbeet durch sämtliche Genres und Epochen zu schreiben und diese dann mit ihrem ganz persönlichen Charme auszustatten. Schon jetzt bin ich gespannt, welches Genre bzw. welche Thematik Nina Blazon als nächstes in Angriff nehmen wird. Ich persönlich würde mich ja mal wieder über einen Gegenwartsroman à la "Schattenauge" freuen ;)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von S. Buddensiek VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Bevor sie reagieren konnte, schnellte der Kolben am Holz hoch und traf ihre Wange. Sie taumelte zur Seite und stürzte. Vor ihr vollführten Bäume, Felsen und Haus einen verrückten, schwankenden Tanz. Und in der schwarzen Fensteröffnung tanzte ein Gesicht mit. Sie kannte es gut. Und es war nicht das von Thomas.
--

INHALT:
Thomas Auvray kommt von Versailles in den Gévaudan, um das Verhalten der Bestie zu studieren, die dort schon seit Monaten wütet und die Jäger an der Nase herumführt: Sie lässt Fallen zuschnappen und taucht immer wieder innerhalb kürzester Zeit an verschiedenen Orten auf. Thomas quartiert sich im Schloss von Besset ein und trifft dort eines Tages auf Isabelle, die sofort eine ungeahnte Faszination auf ihn ausübt - und die einen Angriff des Tieres überlebt hat. Mit ihrer Hilfe kommt er einigen Dingen auf die Spur und der Aufdeckung der Vorgänge immer näher. Doch dann verschwindet Isabelle...

BUCHAUFMACHUNG:
Auf dem beige-braunen Hintergrund des Covers ist ein sehr schöner, brauner Wolf abgebildet, der zum Titel passt, aber nicht so recht zum Inhalt - schließlich ist ja im Grunde von Anfang an klar, dass es sich nicht um einen normalen Wolf handelt. Die Verschnörkelung unter dem Tier gibt der Gestaltung das gewisse Etwas und besteht aus Dornenranken, bei denen ich gleich daran denken musste, wie Thomas in der Geschichte darin landet.
Im Buch selbst findet sich eine anschauliche und hilfreiche Karte der Gebiete, in denen das Buch spielt.

MEINE MEINUNG:
Nina Blazon gehört mit Fug und Recht zu meinen Lieblingsautorinnen, weshalb ich mich natürlich umso mehr gefreut habe, ihr neustes Werk lesen zu dürfen. Schon der Klappentext klingt toll - die Geschichte der Bestie des Gévaudan neu erzählt. Das Werk ist keines ihrer Fantasybücher, sondern mehr ein Historienthriller, weiß dabei aber genauso zu fesseln.

Der Roman beginnt recht langsam und erzählt von Thomas' Leben in Versailles, seiner Reise in den Gévaudan und seiner Arbeit dort, die anfangs allerdings hauptsächlich aus dem Zeichen von Pflanzen besteht, beziehungsweise bestehen soll. Von Anfang an jedoch ist seine Neugier zu groß, um tatenlos herumzusitzen und so stellt er Nachforschungen an und versucht, die Tathergänge zu rekonstruieren. Ab da kommt Spannung auf, denn die Beschreibungen der Toten sowie der einzelnen Fälle sind sehr genau recherchiert und oftmals nicht fiktiv. Die Ermittlungsarbeit geht langsam voran, doch Thomas entdeckt immer wieder Details, die darauf hindeuten, dass es nicht nur ein Tier ist, das mordet...

Der Protagonist ist ein sympathischer Charakter, der einem sehr schnell ans Herz wächst mit seinem Wissensdurst, seiner Neugierde und seiner Cleverness. Auch wenn es mir zwischenzeitlich etwas weit hergeholt erschien, wie er auf manche Dinge kam - auch wenn der Teufel im Detail steckt - so bleibt er doch die gesamte Zeit über glaubwürdig und realistisch, seine freundliche, zuvorkommende Art ließen mich gern von ihm lesen. Auch Isabelle ist eine interessante Person, sie kann verletzlich sein, aber auch stark und unerschütterlich. Ihre Liebe zu Thomas wirkte von Anfang an ehrlich, genau wie sie selbst. Schade fand ich nur, dass ich nicht mehr aus ihrer Sicht lesen durfte.

Die Nebencharaktere haben mir hier allerdings am besten gefallen - besonders der Syndicus Lafont, der anfangs so verbittert und unfreundlich erscheint, sich aber zu einem echten Vertrauten entwickelt. Jeanne de Vaubernier, spätere Mätresse des Königs und hier eine gute, absolut erfrischende Freundin von Thomas mochte ich sehr. Und auch Bastien und Adrien, eigentlich sympathische und liebenswürdige Figuren, konnte ich gut leiden, aber bei beiden ist man sich nie ganz sicher, woran man ist. Denn hier gilt: Nicht alles ist, wie es scheint...

Nina Blazon führt den Leser geschickt immer wieder auf falsche Fährten, indem sie Thomas zwischendurch falsche Schlüsse ziehen lässt. Ich ahnte zwar etwas, weil mir die präsentierte Lösung zu einfach erschien, dennoch schafft sie es, dass man sich nie ganz sicher sein kann. Die Liebesgeschichte zwischen Isabelle und Thomas gibt dem Roman einen fröhlichen Aspekt, der von den Gräueltaten und den Morden etwas ablenkt. Die beiden passen toll zueinander und sind ein wirklich, wirklich schönes Paar - trotz der Komplikationen -, dennoch ging es mir anfangs etwas zu schnell. Dass Thomas nach einem Treffen schon an nicht anderes mehr denken kann, war mir ein bisschen zu viel des Guten.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf, immer mehr Geheimnisse werden aufgedeckt, immer näher kommt Thomas der Lösung. Das muss er auch, denn Isabelle ist verschwunden und er muss sie finden - wird dabei aber zuerst auf eine falsche Fährte geführt, die ich schon erahnt hatte. Die Autorin schafft es, Fakten und Fiktion so zu vermischen, dass sich ein fesselndes Gewirr von undurchschaubaren Aspekten ergibt. Ich war letztendlich doch überrascht vom Täter und auch vom Ausgang der Geschichte, was mir nicht allzu oft passiert. Besonders interessant ist zum Schluss auch das Nachwort zu lesen, indem sie erläutert, was belegt ist und was ihrer Fantasie entsprang.

FAZIT:
Nina Blazons neuer Roman "Wolfszeit" ist wieder spannend, gefühlvoll und mitreißend, diesmal historisch angesiedelt und beinahe komplett ohne Fantasy [wenn man von einigen Märchen absieht]. Er fesselt durch seine tollen Charaktere, den guten Plot und die überraschende Auflösung. 4,5 Punkte aufgrund von ein paar kleinen Kritikpunkten - und eine volle Empfehlung!
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