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Wolfswechsel
 
 

Wolfswechsel [Kindle Edition]

David Gray , Elisa Munk
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der FOCUS über David Gray „….der erfahrene Journalist weiß, was er tut. „


Deutschlandradio über David Gray „…der Rockstar unter den Indie – Autoren.“


Paris, Mai 1969. Nach einer Razzia warten in der Zelle eines Pariser Polizeireviers Prostituierte, Freier und Zuhälter auf ihre Vernehmung. Darunter befindet sich auch ein Mann, der dort so gar nicht hinzugehören scheint: Wladislaus Wajda, der Chefchirurg des Warschauer Regierungskrankenhauses. Die junge Prostituierte Nathalie bittet Wajda ihr eine Geschichte zu erzählen. So erzählt er ihr seine eigene Geschichte.
Es ist die Story eines Mannes auf der Flucht. Gerade als er glaubte, das Schlimmste bereits hinter sich zu haben, wurde Wajda mit einer großen Liebe konfrontiert. Aber auch mit Gefahren und Abgründen, die jedes menschliche Vorstellungsvermögen sprengen ...




David Gray: Geboren 1970, lebt David Gray in Deutschland und Irland, wo er als Filmkritiker für verschiedene Zeitungen tätig ist.

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Kundenrezensionen

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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition
Dieses Buch habe ich als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten. Und ich bin mehr als dankbar dafür. Auf die Gründe dazu werde ich später näher eingehen.

Zunächst zum Cover:
Es ist schlicht gehalten und prägt sich dadurch ein, denn es ermöglicht dem Leser einen Vorgeschmack auf den Inhalt. Für mich ist das ein gelungenes Zusammenwirken von Cover und Inhalt.

Als ich das Buch dann auf meinem Reader hatte, erstaunte mich der Kontrast aus der umfangreichen Inhaltsbeschreibung auf Amazon und der Kürze des Textes - effektiv weniger als 138 Seiten. Zum einen, weil es ein Nachwort gibt (was die Geschichte nach meinem Geschmack wunderbar abrundet), zum anderen - und hier muss ich einen Punkt abziehen - weil die Formatierung einfach grauenhaft ist. Sätze werden auseinandergerissen und erst nach langen Leerstellen auf der nächsten Seite fortgeführt. Da das mehrfach passiert und den Lesefluss stellenweise erheblich stört, ist die tatsächliche Seitenzahl noch niedriger anzusetzen. Jedenfalls fragte ich mich, wie man so viel Inhalt auf so wenig Platz unterbringen will, ohne dass es überfrachtet oder gewollt wirkt.

David Gray wechselt die Erzählperspektiven. Mal lässt der Autor Wajda selbst zu Wort kommen, dann greift wieder der übergeordnete Erzähler. Dadurch ist die Geschichte schön abwechslungsreich, der Roman liesse sich schnell und leicht lesen, sollte man also meinen.

Doch genau das ist nicht passiert. Schnell ja, weil die Geschichte spannend ist und die Figuren plastisch und (be)greifbar. Nicht leicht, weil David Gray viele Wahrheiten in Sätze fasst, die mich innehalten und nachdenken lassen haben, die mir ins Herz gesickert sind und mich zutiefst berührt haben. Sätze, die es mir nach den ersten dreißig Seiten erst einmal unmöglich gemacht haben, weiter zu lesen, weil der Inhalt mir so sehr an die Nieren ging. Dieser Roman hinterlässt Spuren, er lässt sich nicht so schnell wieder vergessen.

Hingerissen bin ich von der Sprachkunst und Wortgewalt des Autors. Er malt Sätze von grausamer Schönheit, die starke Bilder in mir als Leser erzeugt haben - Bilder und Gefühle, die sich eingebrannt haben.

Sehr schön finde ich auch, dass jedes Kapitel aus der Perspektive des Hauptcharakters von einem Zitat eingeleitet wird, das das Gesamtbild stimmig abrundet und das für sich genommen schon wirkt.

David Gray hat fast vier Jahre an "Wolfswechsel" gearbeitet und umfangreiche Recherchen betrieben, die man seinem Roman auch anmerkt. Sorgfalt steckt darin und tiefgehendes Interesse an ungewöhnlichen Schicksalen zu ungewöhnlichen Zeiten ist in jeder Zeile spürbar.

Abgesehen von der Formatierung ist dieser kurze, straffe und dabei fein austarierte Roman für mich ein Highlight dieses Lesejahres.

Ein Buch, das man nicht einfach so konsumieren kann, das nicht zu bloßer (entspannender) Unterhaltung geeignet ist, das sich aber in mein Leserherz geschlichen hat. Geschlichen, weil der Horroranteil sehr subtil in die Geschichte eingearbeitet ist und sich das wahre Grauen erst nach dem Lesen so richtig aufbaut.

Selten habe ich ein so wenig umfangreiches Werk gelesen, das so viele Perlen von Sätzen in sich vereint.

Fazit:
"Wolfswechsel" ist eine außergewöhnliche Leseerfahrung, sollte jedoch vor allem von Lesern konsumiert werden, die grundsätzliches Interesse an der Geschichte, vielleicht sogar speziell an der Thematik des Zweiten Weltkrieges haben, und die beim Lesen nachdenken möchten. Wer seichte Unterhaltung sucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich werden.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Starkes Fragment 8. Oktober 2011
Format:Kindle Edition
Wenige Leseproben haben mich stärker beeindruckt, als die von "Wolfswechsel", aber leider ist sie nicht repräsentativ für das Gesamtwerk. In dem Roman erzählt in einer Rahmenhandlung ein alter polnisch-jüdischer Chirurg einer jungen französischen Prostituierten von seinem Weg durch die Vernichtungslager und die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Anfangs wird wunderbar dicht und packend erzählt. Mit der Ankunft des Erzählers auf einem ostpreußischen Gutshof sinkt leider nach und nach die Qualität des Textes, Handlung und Figuren verlieren an Plausibilität und die Handlung zerfranst und wird sprunghaft, als hätte der Autor ohne Konzept geschrieben. Für den furchtbaren Höhepunkt der Geschichte ist dann die knappe Sprache nicht mehr ausreichend, um den Horror zu erfassen und zu vermitteln und das Ende scheint mir etwas hergeholt. Ich nehme an, der Autor hat das Manuskript seit 2007 bei Verlagen angeboten, bevor er 2011 selbst veröffentlichte - wenn das so ist, dann ist das wieder mal ein gutes Beispiel dafür, wie Verlage verlernt haben, Vielversprechendes zu erkennen, während sie den hundertsten Serienkiller in den Handel hypen. "Wolfswechsel" hätte ein seriöses Lektorat und ein oder zwei Überarbeitungen verdient und wäre dann ein RICHTIG GROSSER ROMAN geworden - was allein dadurch bewiesen wird, dass er auch unvollkommen schon ein Renner ist.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition
Ich bin ein "Querbeetleser". Ich lese so ziemlich alles, wenn es spannend ist, und stilistisch über Kindergartenniveau.
Ohne zu spoilen: es geht um einen alten Mann - Wladislaus Waida - der einer Prostituierten erzählt, wie er 1944 aus dem KZ geflohen ist, sich als deutscher Offizier verkleidete und auf seiner Flucht durch Ostpreußen, auf das einsame Gut Bülow stösst, wo er sich in die Besitzerin Katherina verliebt, die ihn natürlich für einen Deutschen hält. Weil aber jeder meint, dass der Krieg sowieso so gut wie vorbei ist und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Russen in Ostpreußen einfallen, glaubt Katherina, dass es nicht schaden kann einen weiteren Mann bei sich zu haben. Ausser ihr selbst sind da nämlich nur noch ihr alter Gutsverwalter und ihr junger Neffe auf dem einsamen Gut. Auch Wajda meint, dass er sich bei Katherina solange verstecken kann, bis die Rote Armee kommt. Das stellt sich allerdings als Irrtum heraus, denn in den Wäldern um das Gut lauern nicht nur Wölfe und Füchse auf Beute...
Aber selbst dreißig Jahre nach dem Krieg in Paris ist, wie sich herausstellt, für Wajda die Vergangenheit noch längst nicht wirklich vergangen.
Ich habe das Buch mit Anteilnahme und Spannung gelesen. Und da ich aus der ehemaligen DDR komme, fand ich es irgendwie auch ziemlich cool dass der Spionagechef Markus Wolf in dem Roman eine kleine Rolle erhielt.
Fazit: Dieser Roman ist kein Langweiler, es gibt Liebe, Tod und Teufel - und mal ausnahmsweise weder Monster noch Serienmörder - aber trotzdem richtig böse Bösewichte. Von mir gibt es dafür fünf Sterne
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Die neuesten Kundenrezensionen
Unglaublicher Einheitsbrei
Ich starte sofort mit einer Entschuldigung: Mit dem Titel meine ich nicht das Buch, sondern den Gleichklang der Rezensionen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von MichaelG veröffentlicht
Tolles Buch!
Beeindruckendes Werk! Sehr gut geschrieben, sensibles Thema gut verarbeitet!Für meinen Geschmack sehr kurz, aber trotzdem sehr viel reingepackt! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Michael veröffentlicht
Dieses Buch macht süchtig
Ich habe lange kein so fesselndes Buch gelesen - von der ersten Zeile bis zum Ende einfach mitreissend, fesselt, berührend und nachdenklich machend. Ich bin beeindruckt!!!
Vor 4 Monaten von A. Pförtner veröffentlicht
unglaublich
Ein unglaublich aufrüttelnder Roman, der den Leser, einmal mit dem Buch angefangen, nicht mehr los lässt, sofort in seinen Bann zieht. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Dorthe S. veröffentlicht
High Five!
Dieses Buch hat mich überrascht. Ich habe mir schon einige Bücher von neuen unbekannten Autoren herunter geladen und bin dabei nicht immer auf Gold gestossen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Taty Blümchen veröffentlicht
alles da, alles dran ...
Ganz ehrlich, obwohl ich schon immer eine Menge lese und mit meinem neuen Kindle sogar noch mehr, als früher, schreibe ich eigentlich keine Rezensionen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Sebastin Kleinert veröffentlicht
Gutes Gesellenstück
Ich erhielt von Amazon eine Empfehlung für dieses Buch, weil ich "Matto regiert" von Friedrich Glauser gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Bruno Trezi veröffentlicht
Elixier und Droge
Ich fand "Wolfswechsel" unerwartet spannend, interessant und stilistisch sehr ausgereift. Angeblich ist dies ja erst David Grays zweiter Roman. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Tanja Kramer veröffentlicht
Tapfer und mutig
Ich fand ja, dass dieses Buch alles hatte, was man sich von einem spannenden Leseerlebnis erwartet. Ausserdem kostete es viel weniger als die meisten anderen Ebooks hier bei... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von KriegerStefan veröffentlicht
Authentisch aber langatmig
Das Buch habe ich gekauft weil es in den Top 20 erschienen ist und die Beschreibung bei Amazon mein Interesse geweckt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Alex M-G veröffentlicht
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&quote;
 Im Grunde unserer Seele sind wir Raubtiere. Intelligent, unersättlich und schnell. Alles, was wir in ein paar hunderttausend Jahren Entwicklung gegen unsere wahre Natur aufzubieten haben, ist bloß eine dünne Schicht aus Ritualen, die wir Zivilisation nennen. &quote;
Markiert von 13 Kindle-Nutzern
&quote;
Wer die Hölle übersteht, lässt sich auch vom Paradies nicht unterkriegen. &quote;
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Keiner besitzt je irgendetwas wirklich. Mit einer Ausnahme: seiner Geschichte. Doch selbst die wird erst dann wirklich zu SEINER Geschichte, nachdem sie wenigstens einmal erzählt wurde. Erst im Erzählen scheidet sich Dunkles von Hellem, verwischen die Grenzen, wird Gut zu Böse und Böse zu Gut. Und  lernt man das eine vom anderen auf ganz eigene, intime Art  zu unterscheiden.  &quote;
Markiert von 6 Kindle-Nutzern

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