Dieser Roman ist mein persönliches Highlight der Trilogie, aber es tauchten zu meiner Freude in diesem Band auch die beiden Paare der vorherigen Teile auf, es gibt also ein schönes, spannendes Wiedersehen, nicht nur für die Leser, sondern auch für die drei Werwölfe Killian, Correy und Rem selbst! Allerdings eines, das nicht ganz ohne Komplikationen abgeht.
Keira wird gleich zu Beginn der Geschichte von einem Vampir gebissen und von einem Werwolf gerettet wird. Sie hat ein Geheimnis, das sie zur Einzelgängerin macht - wie Killian, wenn auch aus anderen Gründen. Killian ist von Keira sofort fasziniert. Sie ist eine Wolfskriegerin, etwas ganz besonderes, ist schön, eine Kämpferin, mutig und Killian weiß kaum wie ihm geschieht. Sie sucht einen Mentor, kann aber nur einen nehmen, der stärker ist als sie. Killian liefert ihr eifrig den Beweis für seine Befähigung. Schließlich war er ja einmal Rudelsführer und ist einer der kräftigsten und besten und diese Wölfin will er sowieso nicht mehr laufen lassen.
Es gibt allerdings Probleme. Die "Berliner Vampirgruppe" will Leonidas, einen verschollenen, uralten Vampir wieder auferstehen lassen will, um die Macht zu übernehmen. Die Werwölfe werden natürlich in die Sache hineingezogen. Mit dabei ist Will, ein Vampir, der beinahe von Keira und Kill getötet wird. Sie lassen ihn leben, wenn er ihnen geheime Hinweise über die Vampire liefert. Will stimmt zu. Er ist sozusagen ein Frischling unter den Vampiren, gerade 14 Tage alt und dazu noch 18 Menschenjahre und will noch nicht sterben! Wie sich das weiterentwickelt, ist sehr spannend. Nur soviel: Will wurde im Laufe der Geschichte zu meiner Lieblingsnebenfigur!
Was mir sehr gut gefallen hat, ist nicht nur die Entwicklung der Charaktere, die mir mit jeder Seite näherkamen, sondern auch die wachsende Zuneigung zwischen Keira und Killian. Keira ist verletzt, hat ein Geheimnis, das sie zur Außenseiterin macht, aber Killian lässt sich nicht davon abhalten, sie zu beschützen und zu umwerben. Werwolfwerbung - also sinnlich und leidenschaftlich. Der romantische Anteil ist ebenso hoch wie der spannende und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Stil ist schön, klar, die Geschichte ist wunderbar erzählt, zu Herzen gehend, und dann wieder musste ich oft über Killians Worte oder Selbstgespräche, seine trockenen Nebenbeibemerkungen schmunzeln und grinsen.
Was ich mich sehr wünschen würde: eine Fortsetzung mit dem Vampir Vasterian. Wer der ist und weshalb die Fortsetzung interessant wäre - nachlesen! Es lohnt sich!