Kennt Ihr den großen Stiefel? Den, der so groß ist, dass er durch die Wolken reicht und ganz Deutschland unter seinen Tritten zermalmt? Das ist der Krieg. Jedenfalls sieht ihn Friedrich Silbermann so, der freiwillig in den Krieg zog. Aber nicht als Soldat, nein, dass will er nicht werden. Aber seinen entführten Bruder Martin, den möchte er finden. Dabei helfen ihm Philipp, der sich zu den Toten zählt und Christel, die ein bisschen aussieht, wie eine Hexe. Das alles spielt im Dreißigjährigen Krieg, aber die Pauken, Spieße, Pferde und Kanonen sind für die Stimmung da. Denn eigentlich geht es um den Krieg im allgemeinen, wie er den Menschen noch immer begleitet. In „Wolfsjahre“ geht es aber immer spannend, nicht so sehr um Schlachten, sondern eher um weinende Soldaten, raffgierige Kaufleute, Mörder und verstörte Kinder. Wer sich gern von Geschichten fesseln lässt und ein bisschen nachdenken möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.