Wolfsherbst” ist eine Sammlung von unheimlicher und geballter Spannung.
Auch die Darsteller in dem Roman, - vom heimlichen Säufer und Chef des Wolf Krüger bis hin zu Jürgen Rudloff oder Krüger selbst -, sind sehr plastisch. Ohne dass sie im Detail großartig beschrieben werden, haben sie ein Charisma, welches von der Geschichte herübertransportiert wird.
Die Geschichte, auch wenn sie mit überirdischen Kräften eher dem Bereich der Phantasie angehört, ist als solches aber nicht unlogisch oder überzogen, im Gegenteil, der Autor hat sich einen schlüssigen und spannenden Rahmen einfallen lassen.
Der Roman lässt sich flüssig und unterhaltsam lesen, und er ist sein Geld als gutes Buch auch wert. Es entspricht meiner Definition: ein Buch ist für mich dann sehr gut, wenn ich weiß, dass ich es in ein paar Jahren erneut lesen werde. “Gut” ist es für mich, wenn ich nach einmaligem Lesen zufrieden bin, aber es nicht die Art Buch ist, die man zweimal liest, dennoch die Anschaffung keinen Augenblick bereut hat. Jede schlechtere Einstufung wäre mit dem Ärger gepaart, Geld ausgegeben zu haben.
Die Sorge tut sich bei “Wolfsherbst” nicht auf. Es ist ein guter und gestandener Roman, der zwar kein aboluter Überflieger aber verdammt anständige Hausmannkost ist. Und dazu animiert, den anderen Roman “Hexensommer in der Eifel” ebenfalls zu lesen...
Jean-Louis Glineur